So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Kochleistung und Flexibilität (35 %)
Bewertet werden Anschlusswert, Zonenzahl und Zonenform, Flex- oder Brückenfunktion sowie die Boost-Leistung.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Siemens iQ700 EX875LVC1E | 1,2 | Mit 80 cm Breite, fünf Zonen, flexibler Zone, 7,4 kW und Booster auf allen Zonen hat es das größte Kochangebot im Feld. |
| 2. Bosch Serie 8 PXX675DC1E | 1,4 | Vier Zonen mit flexibler Kopplung, 7,4 kW, Booster auf allen Zonen und drei voreingestellte Leistungsbereiche. |
| 3. Siemens iQ700 EX645LYC1E | 1,4 | Vier flexible Zonen mit automatischem Vereinen und Trennen, 7,4 kW und Booster auf allen Zonen. |
| 4. Neff N 90 T56NUQ4A0 | 1,6 | Zwei Combi-Zonen, 7,4 kW und 2,5 kW je Zone, Booster auf allen Zonen; kein automatisches Vereinen der Zonen. |
| 5. Samsung NZ64B5046JK | 1,8 | Flex Zone von 210 x 380 mm mit 7,4 kW und Booster, daneben nur zwei Einzelzonen mit 22 und 14,5 cm. |
| 6. Amica KMI 772 660 C | 2,1 | Vier Zonen mit automatischer Brückenfunktion, 7,35 kW und PowerBooster; keine flexible Gesamtfläche. |
| 7. Bauknecht BS 6860B CPNE | 2,3 | Vier Zonen mit einer Kombizone und Booster auf allen Zonen; der Anschlusswert ist nicht angegeben. |
| 8. Samsung NZ64B4015HK | 2,4 | Vier feste Zonen, davon zwei mit 28 cm, 7,4 kW und Booster; keine Flex- oder Brückenzone. |
| 9. AEG TO64IA0AXB | 2,7 | Vier Zonen mit PowerBoost; Anschlusswert und Flex-Funktion sind in den abrufbaren Angaben nicht genannt. |
| 10. Gorenje GI6401BCE | 3,2 | Vier feste Zonen, 7,0 kW, stärkste Zone bis 2.000 Watt; keine Flex- oder Bräterzone. |
Bedienung und Komfort (25 %)
Bewertet werden Bedienkonzept, Zahl der Leistungsstufen, Automatikfunktionen und die Rückmeldungen aus den Kundenbewertungen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Siemens iQ700 EX875LVC1E | 1,3 | Dual lightSlider mit 17 Stufen, Warmhaltestufe, varioMotion und Energieanzeige; Bedienbarkeit bei Amazon von 9 von 11 Kunden positiv. |
| 2. Bosch Serie 8 PXX675DC1E | 1,3 | DirectSelect Premium mit 17 Stufen, Warmhaltestufe, automatischer Übernahme der Einstellungen; Bedienung bei 59 von 65 Kunden positiv. |
| 3. Siemens iQ700 EX645LYC1E | 1,3 | Dual lightSlider mit 17 Stufen, Warmhaltestufe, varioMotion und Zonenauswahl; Bedienung bei 22 von 25 Kunden positiv. |
| 4. Neff N 90 T56NUQ4A0 | 1,7 | Abnehmbares TwistPad, Favoritentaste und 17 Stufen; eine Warmhaltestufe fehlt, Kochassistent nur über die App. |
| 5. Samsung NZ64B5046JK | 1,9 | Sensortasten mit Slider, 15 Stufen plus Boost, Auto HeatUp und Pausenfunktion; kein Bratsensor aufgeführt. |
| 6. Amica KMI 772 660 C | 1,8 | Sensor-Slider mit 14 Stufen, Warmhalten bei 65 Grad und Programme zum Schmelzen, Garziehen, Aufkochen und Braten. |
| 7. Bauknecht BS 6860B CPNE | 1,9 | Touch-Slider, 18 Stufen plus Booster und vier Automatikfunktionen über MyMenu. |
| 8. Samsung NZ64B4015HK | 2,2 | Einfache +/- Sensortasten mit 15 Stufen plus Boost; kein Slider und keine Programme. |
| 9. AEG TO64IA0AXB | 2,1 | DirectTouch mit 14 Stufen je Zone und Hob2Hood; Bedienung bei allen sieben Kunden, die sie erwähnen, positiv. |
| 10. Gorenje GI6401BCE | 2,9 | TouchControl mit Timer bis 99 Minuten, aber ohne Automatikprogramme; Lautstärke von 8 von 11 Kunden kritisiert. |
Ausstattung und Sicherheit (25 %)
Bewertet werden Timer, Kindersicherung, Restwärmeanzeige, Abschaltautomatik, Sensoren und Vernetzung laut Herstellerangaben.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Siemens iQ700 EX875LVC1E | 1,4 | Timer mit Abschaltung, Kindersicherung, Tastensperre, Abschaltung bei Inaktivität und Bratsensor Plus, aber ohne WLAN. |
| 2. Bosch Serie 8 PXX675DC1E | 1,4 | Timer mit Abschaltung, Kindersicherung, Abschaltung bei Inaktivität, Topferkennung und PerfectFry Bratsensor; kein WLAN. |
| 3. Siemens iQ700 EX645LYC1E | 1,4 | Timer, Kindersicherung, Abschaltung bei Inaktivität, Bratsensor Plus und Energieanzeige, jedoch ohne WLAN. |
| 4. Neff N 90 T56NUQ4A0 | 1,2 | Home Connect mit Haubensteuerung, Bratsensor Pro von 70 bis 220 Grad, Kindersicherung und Abschaltung bei Inaktivität. |
| 5. Samsung NZ64B5046JK | 1,6 | WLAN mit App, Timer bis 99 Minuten, Kindersicherung, Topferkennung, Überlaufabschaltung und Überhitzungsschutz. |
| 6. Amica KMI 772 660 C | 2,0 | Timer, Kindersicherung, Restwärmeanzeige, Topferkennung und Pausenfunktion; kein Bratsensor und kein WLAN genannt. |
| 7. Bauknecht BS 6860B CPNE | 2,2 | Kindersicherung, Elektronikuhr und Betriebskontrollleuchte; weitere Sicherheits- und Sensorfunktionen sind nicht genannt. |
| 8. Samsung NZ64B4015HK | 1,6 | WLAN, Timer bis 99 Minuten, Kindersicherung, Topferkennung, Überlaufabschaltung und Überhitzungsschutz. |
| 9. AEG TO64IA0AXB | 2,4 | Timer bis eine Stunde und Haubensteuerung; Kindersicherung und weitere Sensoren sind nicht genannt. |
| 10. Gorenje GI6401BCE | 2,6 | Timer, Kindersicherung, Restwärmeanzeige und Topferkennung vorhanden; keine Sensoren und keine Vernetzung. |
Preis-Leistung (15 %)
Bewertet wird das Verhältnis aus den übrigen Teilnoten und dem aktuellen Straßenpreis bei Amazon.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Siemens iQ700 EX875LVC1E | 2,0 | Bei rund 610 Euro stehen große Fläche und volle Ausstattung gegenüber; die Größe erklärt den Aufpreis zu 60-cm-Geräten. |
| 2. Bosch Serie 8 PXX675DC1E | 2,0 | Rund 530 Euro für Flex-Zonen und Bratsensor sind angemessen, bei Amazon urteilen 29 von 43 Kunden zum Preis-Leistungs-Verhältnis positiv. |
| 3. Siemens iQ700 EX645LYC1E | 2,1 | Bei rund 570 Euro gutes Gesamtpaket; bei Amazon bewerten 12 von 14 Kunden das Preis-Leistungs-Verhältnis positiv, Kratzfestigkeit wird kritisiert. |
| 4. Neff N 90 T56NUQ4A0 | 2,7 | Mit rund 780 Euro der höchste Preis im Vergleich, die Mehrausstattung rechtfertigt ihn nur teilweise. |
| 5. Samsung NZ64B5046JK | 1,9 | Rund 480 Euro für Flex Zone und WLAN sind günstig; die Zahl von zwölf Bewertungen begrenzt die Aussagekraft. |
| 6. Amica KMI 772 660 C | 2,0 | Rund 320 Euro für Brückenfunktion und Programme sind ordentlich, Kundenurteile fehlen jedoch bisher. |
| 7. Bauknecht BS 6860B CPNE | 2,5 | Rund 380 Euro, deutlich unter dem Herstellerpreis von 449 Euro; Datenlage zu Anschluss und Einbau ist dünn. |
| 8. Samsung NZ64B4015HK | 2,6 | Rund 330 Euro für feste Zonen mit WLAN; mit nur sieben Bewertungen und 3,7 Sternen ist das Bild unsicher. |
| 9. AEG TO64IA0AXB | 2,4 | Rund 390 Euro bei 15 Prozent unter der Herstellerempfehlung; solide Daten, aber lückenhafte Angaben. |
| 10. Gorenje GI6401BCE | 1,5 | Mit rund 150 Euro das günstigste Gerät bei vollständiger Basisausstattung; 16 von 20 Kunden loben das Preis-Leistungs-Verhältnis. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Induktionskochfelder achten sollten
Wie funktioniert ein Induktionskochfeld?
Unter der Glaskeramik liegt für jede Kochzone eine Spule. Fließt Wechselstrom durch die Spule, entsteht ein schnell wechselndes Magnetfeld. Dieses Feld erzeugt im Boden eines geeigneten Topfes elektrische Wirbelströme, die den Boden selbst erwärmen. Die Wärme entsteht also im Geschirr und nicht im Kochfeld. Wird der Topf abgehoben, bricht die Wärmeerzeugung ab.
Daraus ergeben sich drei Eigenschaften, die im Alltag auffallen. Wasser kocht schneller, weil die Energie direkt im Topfboden ankommt. Die Leistung lässt sich sehr rasch ändern, ähnlich wie bei Gas. Und die Glasfläche wird nur durch die Rückwärme des Topfes heiß, deshalb brennen Speisereste weniger stark ein. Eine Restwärmeanzeige warnt trotzdem, solange eine Zone noch warm ist.
Hersteller geben an, dass Induktion gegenüber Strahlungsheizkörpern Energie spart. Bosch nennt im Schnitt 20 Prozent, Amica bis zu 40 Prozent gegenüber Cerankochfeldern. Die Spanne zeigt, dass der Wert vom Kochverhalten abhängt, etwa davon, ob mit Deckel gekocht wird und wie oft kleine Mengen erhitzt werden.
Welche Bauarten gibt es?
Alle Geräte in diesem Vergleich sind autark. Sie werden ohne Verbindung zu einem Backofen in die Arbeitsplatte eingesetzt und über ein eigenes Anschlusskabel versorgt. Das Kochfeld und der Backofen können dadurch an verschiedenen Stellen der Küche sitzen und getrennt ersetzt werden. Bei einem Herdset dagegen sind beide Geräte aufeinander abgestimmt, was die Auswahl einschränkt.
Unterschiede gibt es bei Breite, Rahmen und Zonenaufbau. Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten Varianten ein.
| Merkmal | Varianten | Hinweis |
|---|
| Breite | 60 cm, 70 cm, 80 cm | 60 cm passt in den üblichen Ausschnitt von etwa 560 mm Breite, 80 cm braucht rund 750 bis 780 mm |
| Rahmen | aufliegender Rahmen, rahmenlos, Facetten | Der Rahmen deckt den Ausschnittrand ab und verzeiht ungenaue Schnitte; rahmenlose Geräte sehen glatter aus |
| Zonenaufbau | vier feste Zonen, Kombi- oder Brückenzone, Flex-Fläche | Flexible Zonen erkennen Topfgröße und -lage und passen die beheizte Fläche an |
| Bedienung | Touch, Slider, Drehknebel | Slider und Drehknebel erlauben eine schnellere Feineinstellung als einzelne Tasten |
Welches Kochgeschirr eignet sich?
Induktion funktioniert nur mit Töpfen und Pfannen, deren Boden magnetisch ist. Dazu zählen Gusseisen, emaillierter Stahl und viele Edelstahlsorten. Aluminium, Kupfer, Glas und Keramik eignen sich nur, wenn der Boden eine magnetische Schicht besitzt. Auf vielen Töpfen steht ein Induktionssymbol. Ohne Symbol hilft ein einfacher Magnet: Haftet er fest am Boden, funktioniert der Topf.
Der Topfboden sollte eben und sauber sein und den Durchmesser der Zone möglichst ausfüllen. Sehr kleine Böden werden unter Umständen nicht erkannt. Samsung nennt für die Flex Zone einen minimal erkennbaren Bodendurchmesser von 14 cm. Töpfe sollten nicht leer erhitzt und nicht über die Glasfläche gezogen werden, damit der Boden das Glas nicht zerkratzt.
Wer vor dem Umstieg unsicher ist, prüft die vorhandenen Töpfe mit dem Magneten. Ein Austausch einzelner Stücke ist meist günstiger als der Verzicht auf Induktion.
Worauf kommt es beim Kauf an?
Die folgenden Kriterien haben im Vergleich den größten Einfluss auf die Zufriedenheit.
- Größe und Zonen: Ein 60-cm-Gerät hat meist vier Zonen. 80-cm-Geräte bieten fünf Zonen oder zusätzliche Fläche für mehrere große Töpfe gleichzeitig.
- Flex- oder Brückenzone: Sie verbindet zwei Felder zu einer großen Fläche für Bräter und längliche Pfannen. Bei den verglichenen Geräten reicht das von einer Kombizone bis zu vollflexiblen Flächen.
- Anschlusswert und Booster: Der Anschlusswert gibt die höchste Gesamtleistung an. Der Booster erhöht die Leistung einer Zone zeitweise, etwa zum schnellen Aufkochen.
- Bedienung: Touchflächen, Slider und Drehregler unterscheiden sich in der Handhabung. Größere, klar beschriftete Flächen helfen bei nassen oder unsicheren Händen.
- Sicherheit: Restwärmeanzeige, Kindersicherung, Abschaltung nach Inaktivität und Topferkennung gehören bei guten Geräten zur Ausstattung.
- Zusatzfunktionen: Bratsensoren, Garprogramme, WLAN und die Steuerung der Dunstabzugshaube erhöhen den Komfort, aber auch den Preis.
Sinnvoll ist es, zuerst die Pflichtkriterien festzulegen, zum Beispiel Breite und Ausschnitt, und dann innerhalb dieser Grenzen nach Komfort und Preis zu entscheiden. Die Preisklassen im Vergleich unterscheiden sich so:
| Preisklasse | Was die verglichenen Geräte bieten |
|---|
| unter 200 Euro | Vier feste Zonen, Booster, Timer und Kindersicherung, aber keine Flex- oder Bräterzone |
| 300 bis 400 Euro | Meist vier Zonen, teils mit Kombi- oder Brückenzone, Slider-Bedienung oder WLAN |
| 400 bis 600 Euro | Flexible Zonen, Warmhaltestufe, Bratsensor oder Flex Zone mit WLAN, 17 Leistungsstufen bei den Geräten von Bosch und Siemens |
| über 600 Euro | 80 cm Breite mit fünf Zonen oder Vernetzung mit Haubensteuerung und Drehbedienung |
Verbrauch und laufende Kosten
Der Anschlusswert von 7,0 bis 7,4 Kilowatt ist eine Obergrenze, die nur bei voller Last aller Zonen erreicht wird. Im Alltag kocht niemand mit allen Zonen auf höchster Stufe. Der tatsächliche Verbrauch hängt von der Kochmenge, der Dauer und der Topfgröße ab.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Zwei Liter Wasser von 15 auf 90 Grad zu erhitzen, erfordert physikalisch rund 0,17 Kilowattstunden. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 85 Prozent sind das etwa 0,2 Kilowattstunden. Bei 0,35 Euro je Kilowattstunde kostet das gut 7 Cent. Gorenje nennt für diese Erhitzung mit PowerBoost eine Zeit von 5,7 Minuten.
| Annahme | Wert |
|---|
| Verbrauch Kochfeld pro Tag (Annahme für einen Zweipersonenhaushalt) | 0,5 kWh |
| Verbrauch pro Jahr | 0,5 x 365 = rund 183 kWh |
| Strompreis (Annahme) | 0,35 Euro je kWh |
| Kosten pro Jahr | rund 64 Euro |
| Strahlungskochfeld bei 20 Prozent Mehrverbrauch (0,6 kWh pro Tag) | rund 77 Euro pro Jahr |
Die Ersparnis liegt in diesem Beispiel bei etwa 13 Euro im Jahr. Bei häufigem Kochen oder größeren Haushalten fällt sie höher aus. Der Hauptnutzen der Induktion liegt daher weniger in den Stromkosten als in Tempo, Sicherheit und Reinigung.
Aufstellen, Einbauen und Anschließen
Vor dem Kauf wird der vorhandene Ausschnitt in der Arbeitsplatte gemessen. Die Geräte in diesem Vergleich nennen für 60-cm-Kochfelder meist 560 mm Breite und 480 bis 500 mm Tiefe. Gorenje gibt 560 bis 564 mm Breite an. Das 80-cm-Gerät von Siemens benötigt 750 bis 780 mm Breite.
Auch die Stärke der Arbeitsplatte zählt. Amica verlangt über einer Schublade mindestens 12 mm, über einem Backofen mindestens 28 mm. Bei Siemens, Bosch und Neff nennt der Hersteller eine minimale Höhe der Arbeitsplatte von 16 mm. Unter dem Kochfeld ist ein Luftspalt nötig, bei Amica mindestens 1 cm, damit die Elektronik gekühlt wird.
Die Geräte mit 7,0 bis 7,4 Kilowatt werden in der Regel an einen Drehstromanschluss angeschlossen, wie er auch für Herde üblich ist. Bei Bosch, Siemens und Neff ist das 110 cm lange Kabel ohne Stecker ausgeführt und muss von einer Elektrofachkraft angeschlossen werden. Wer bisher ein Cerankochfeld oder einen Herd besitzt, hat den passenden Anschluss meist schon.
Ob der vorhandene Anschluss für ein neues Gerät ausreicht, entscheidet die Elektrofachkraft. Bei manchen Geräten lässt sich die maximale Anschlussleistung in den Einstellungen begrenzen, wenn die Hausinstallation weniger hergibt.
Pflege und Reinigung
Glaskeramik lässt sich leicht reinigen, wenn Verschmutzungen früh entfernt werden. Nach dem Abkühlen genügt meist ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel oder ein Glaskeramikreiniger. Hartnäckige Reste lassen sich mit einem Glasschaber lösen.
- Zucker und Kunststoff, die auf eine noch warme Zone gelangt sind, werden sofort mit dem Schaber entfernt, bevor sie sich festsetzen.
- Scheuermittel und Topfschwämme mit rauer Seite vermeiden, weil sie die Oberfläche zerkratzen.
- Töpfe vor dem Aufsetzen unten abwischen, damit keine Körner oder Schmutz das Glas ritzen.
- Die Bedienfläche trocken halten. Läuft Flüssigkeit über das Bedienfeld, kann das Gerät piepen oder sich abschalten.
Kratzer sind bei Induktionskochfeldern eine häufige Kundenkritik. Beim Siemens EX645LYC1E äußern sich 9 von 13 Kunden, die die Kratzfestigkeit bei Amazon erwähnen, kritisch. Neff nennt für die matte Oberfläche des N 90 weniger sichtbare Fingerabdrücke und Kratzer.
Typische Fehler beim Kauf
- Ausschnitt nicht gemessen: Ein Gerät, das 10 mm zu breit ist, lässt sich nicht einsetzen. Breite, Tiefe und Rundung der Ecken sollten mit den Angaben des Herstellers verglichen werden.
- Kochgeschirr nicht geprüft: Nicht induktionsfähige Töpfe bleiben kalt. Der Magnettest vor der Bestellung verhindert Überraschungen.
- Anschluss nicht geklärt: Wer nur eine Steckdose hat, kann Geräte mit 7 Kilowatt nicht ohne Elektrofachkraft betreiben.
- Modellnummer verwechselt: Geräte derselben Serie unterscheiden sich in Details. Samsung bietet zum Beispiel zwei 60-cm-Modelle, nur eines davon hat eine Flex Zone. Die vollständige Modellnummer ist deshalb entscheidend.
- Nur auf Boost geachtet: Ein starker Booster nützt wenig, wenn die Zonengröße nicht zum Geschirr passt.
- Bedienung unterschätzt: Wer Tastenfelder mit kleinen Symbolen schwer lesbar findet, sollte vor dem Kauf auf Slider oder Drehregler achten.
Fachbegriffe kurz erklärt
| Begriff | Bedeutung |
|---|
| Autark | Das Kochfeld arbeitet ohne Backofen und hat eine eigene Bedienung |
| Anschlusswert | Höchste Gesamtleistung des Geräts in Watt oder Kilowatt |
| Booster | Zeitlich begrenzte Leistungserhöhung einer Zone zum schnellen Erhitzen |
| Flex- oder Brückenzone | Zwei oder mehr Felder, die sich zu einer großen Zone verbinden |
| Topferkennung | Die Zone heizt nur, wenn ein geeigneter Topf aufsteht |
| Restwärmeanzeige | Signal, solange die Glasfläche noch heiß ist |
| Bratsensor | Misst die Temperatur der Pfanne und hält sie auf der gewählten Stufe |
| Haubensteuerung | Das Kochfeld regelt die Dunstabzugshaube automatisch mit |
| Facette | Abgeschrägte Kante des Glases, die den Rahmen ersetzt |
| Ausschnitt | Öffnung in der Arbeitsplatte, in die das Kochfeld eingesetzt wird |
Für wen lohnt sich der Umstieg auf Induktion?
Am deutlichsten ist der Unterschied für alle, die bisher ein Cerankochfeld oder einen Herd mit Strahlungsheizkörpern nutzen. Das Wasser kocht schneller, die Leistung reagiert sofort auf jede Einstellung, und die Reinigung fällt leichter, weil Speisereste weniger stark einbrennen. Für Haushalte mit Kindern oder älteren Personen sprechen zusätzlich die Kindersicherung, die Abschaltung nach Inaktivität und die Topferkennung, die eine Zone ohne Topf gar nicht erst beheizt.
Gegen den Umstieg können drei Punkte sprechen. Erstens sind nicht alle vorhandenen Töpfe geeignet, ein Magnet gibt darüber schnell Auskunft. Zweitens fallen Kosten für den Anschluss durch eine Elektrofachkraft an, wenn bisher kein passender Anschluss vorhanden ist. Drittens vermissen manche Köche die offene Flamme, etwa beim Anrösten in der Pfanne. Ein Bratsensor oder eine Temperaturstufe für Pfannen gleicht das teilweise aus.
Wer sich entscheidet, sollte mit den Pflichtkriterien beginnen: passender Ausschnitt, geeigneter Anschluss und die gewünschte Breite. Danach entscheiden Flex-Zonen, Bedienung und Zusatzfunktionen über den Preisrahmen.
Häufige Fragen zu Induktionskochfelder
Welche Töpfe eignen sich für ein Induktionskochfeld?
Geeignet sind Töpfe und Pfannen mit magnetischem Boden, zum Beispiel aus Gusseisen, emailliertem Stahl und vielen Edelstahlsorten. Aluminium, Kupfer und Glas funktionieren nur mit einer magnetischen Bodenschicht. Haftet ein Magnet fest am Boden, ist der Topf geeignet. Der Boden sollte eben sein und die Zone möglichst ausfüllen, damit das Kochfeld ihn sicher erkennt.
Brauche ich einen Drehstromanschluss?
Geräte mit 7,0 bis 7,4 Kilowatt Anschlusswert werden in der Regel an einen Drehstromanschluss angeschlossen, wie er für Herde üblich ist. Bei Bosch, Siemens und Neff wird das Kabel ohne Stecker geliefert. Ob die Hausinstallation ausreicht, klärt eine Elektrofachkraft. Bei manchen Geräten lässt sich die Anschlussleistung in den Einstellungen begrenzen.
Darf ich das Kochfeld selbst anschließen?
Nein, der Anschluss an das Stromnetz gehört zu den Arbeiten für eine Elektrofachkraft. Die Hersteller weisen bei Bosch, Siemens und Neff ausdrücklich darauf hin, dass das Kabel ohne Stecker geliefert wird und von einer Fachkraft anzuschließen ist. Der mechanische Einbau in den Ausschnitt ist dagegen auch für geübte Heimwerker möglich.
Ist ein Induktionskochfeld laut?
Bei hoher Leistung können leises Summen, Brummen oder Klicken auftreten, vor allem bei dünnen oder billigen Topfböden. Manche Geräte besitzen einen Lüfter, der hörbar ist. Beim günstigsten Gerät im Vergleich äußern sich bei Amazon 8 von 11 Kunden, die die Lautstärke erwähnen, kritisch. Die Geräusche hängen auch vom Geschirr ab.
Lohnt sich eine Flex- oder Brückenzone?
Sie lohnt sich, wenn häufig Bräter, Grillpfannen oder sehr große Töpfe verwendet werden. Das Kochfeld erkennt Größe und Lage des Geschirrs und beheizt nur die nötige Fläche. Wer überwiegend mit kleinen und mittleren runden Töpfen kocht, kommt mit vier festen Zonen aus. Sieben der zehn verglichenen Geräte bieten eine solche Funktion.
Wie breit sollte das Kochfeld sein?
Die Breite richtet sich zuerst nach dem vorhandenen Ausschnitt. 60 cm sind der Standard und reichen für die meisten Haushalte. Ein 80-cm-Gerät bietet fünf Zonen und mehr Platz für mehrere große Töpfe, braucht aber einen deutlich breiteren Ausschnitt von etwa 750 bis 780 mm und meist eine neue Arbeitsplatte oder einen Umbau.
Spart ein Induktionskochfeld wirklich Strom?
Hersteller nennen Einsparungen gegenüber Strahlungsheizkörpern, Bosch durchschnittlich 20 Prozent, Amica bis zu 40 Prozent. Bei einem Haushalt mit 0,5 Kilowattstunden Kochstrom pro Tag sind das nach der Beispielrechnung im Ratgeber etwa 13 Euro im Jahr. Die Hauptvorteile sind kürzere Ankochzeiten, präzise Regelung und die einfache Reinigung.
Ist Induktion für Träger eines Herzschrittmachers geeignet?
Induktionskochfelder erzeugen ein Magnetfeld. Träger von Herzschrittmachern oder anderen aktiven Implantaten sollten vor der Nutzung Rücksprache mit ihrem Arzt halten und die Hinweise in der Bedienungsanleitung des Herstellers beachten. Dort steht, welcher Abstand zum Kochfeld einzuhalten ist. Die Entscheidung trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Passt das Kochfeld in meinen vorhandenen Ausschnitt?
Das lässt sich anhand der Ausschnittmaße prüfen. Die meisten 60-cm-Geräte benötigen 560 mm Breite und 480 bis 500 mm Tiefe, Gorenje nennt 560 bis 564 mm Breite. Wer ein Cerankochfeld ersetzt, misst den vorhandenen Ausschnitt nach und vergleicht ihn mit dem Datenblatt. Ein Rahmen deckt kleine Abweichungen am Rand ab.
Fazit
Für den Alltag genügt ein günstiges Gerät mit vier Zonen, Booster, Timer und Kindersicherung, wenn selten große Töpfe zum Einsatz kommen und eine einfache Bedienung ausreicht. Wer häufig Bräter, Grillpfannen oder mehrere große Töpfe nutzt, ist mit einer Flex- oder Brückenzone besser bedient. Geräte der mittleren Preisklasse zwischen 300 und 600 Euro bieten diese Zonen bereits, teils mit WLAN oder Bratsensor. Die oberste Klasse ab etwa 600 Euro liefert zusätzliche Komfortfunktionen wie Haubensteuerung, Temperaturautomatik oder besonders große Flächen. Ausschnitt und Hausinstallation sind vor der Bestellung zu klären, denn sie begrenzen die Auswahl stärker als der Preis.
Vergleichssieger ist der Siemens iQ700 EX875LVC1E mit der Gesamtnote 1,4. Das beste Verhältnis von Preis und Leistung bietet der Gorenje GI6401BCE (Note 2,7, ca. 150 €).