So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Kühlleistung (30 %)
Bauart und Temperaturbereich bestimmen, ob eine Box nur kühlt oder auch einfriert und wie sie bei Hitze arbeitet.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Alpicool Y20T 20 l Kompressor-Kühlbox | 1,6 | Kompressor mit einstellbarem Bereich von -20 bis +20 °C, damit ist auch Einfrieren möglich. |
| 2. Dometic CFX2 28 | 1,3 | Kompressor mit variabler Drehzahl und Bereich von +20 bis -22 °C, der größte Bereich im Vergleich. |
| 3. Dometic CFX2 37 | 1,3 | Kompressor mit variabler Drehzahl und Bereich von +20 bis -22 °C, identisch zur kleineren CFX2 28. |
| 4. VEVOR 25 l Kompressor-Kühlbox mit zwei Zonen | 1,6 | -20 bis +20 °C, laut Händler bei 25 °C Umgebung in etwa 1,5 Stunden auf -20 °C. |
| 5. EUHOMY ZBD-35 35 l Kompressor-Kühlbox | 1,6 | Kompressor mit variabler Frequenz und Bereich von -20 bis +20 °C. |
| 6. Mobicool MCF32 | 2,0 | Kompressor mit Bereich von +20 bis -10 °C, Einfrieren geht, aber nicht so tief wie bei -20-Geräten. |
| 7. Arebos 25 l thermoelektrische Kühlbox | 3,4 | Thermoelektrisch, kühlt bis 20 °C unter Umgebung, kein Gefrieren möglich. |
| 8. MEDION MD 370030 thermoelektrische Kühlbox | 3,4 | Thermoelektrisch, kühlt bis 20 °C unter Umgebung, bei 30 °C Außentemperatur also nur auf etwa 10 °C. |
| 9. Mobicool Q40 AC/DC | 3,5 | Thermoelektrisch, laut Amazon-Seite bis 18 °C unter Umgebung, damit knapp unter den 20 °C der anderen. |
| 10. AEG Automotive KK 28 (10697) | 3,4 | Thermoelektrisch, bis 20 °C unter Umgebung, kein Gefrieren möglich. |
Stromverbrauch (20 %)
Jahresverbrauch, Energieklasse und Leistungsaufnahme entscheiden über die Belastung der Fahrzeugbatterie.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Alpicool Y20T 20 l Kompressor-Kühlbox | 1,4 | 37 kWh pro Jahr laut Amazon-Datenblatt, der niedrigste Verbrauchswert im Vergleich, dazu Eco-Modus. |
| 2. Dometic CFX2 28 | 1,6 | Energieklasse B, variable Drehzahl und höchstens 8,6 A bei 12 V, ein kWh-Wert wird nicht genannt. |
| 3. Dometic CFX2 37 | 1,6 | Energieklasse B, variable Drehzahl und höchstens 8,7 A bei 12 V, ein kWh-Wert wird nicht genannt. |
| 4. VEVOR 25 l Kompressor-Kühlbox mit zwei Zonen | 2,0 | Unter 41 W im Eco-Modus und 46 W im Max-Modus laut Händler, ein Jahreswert fehlt. |
| 5. EUHOMY ZBD-35 35 l Kompressor-Kühlbox | 3,4 | 145 kWh pro Jahr laut Amazon-Tabelle, der höchste genannte Wert im Vergleich. |
| 6. Mobicool MCF32 | 2,4 | Energieklasse D laut Händler, schwächer als die Klasse B der Dometic CFX2. |
| 7. Arebos 25 l thermoelektrische Kühlbox | 2,8 | 76 kWh pro Jahr laut Amazon, Eco-Modus mit 8 W, im Max-Betrieb 40 bis 58 W. |
| 8. MEDION MD 370030 thermoelektrische Kühlbox | 3,0 | Keine Verbrauchsangabe, thermoelektrische Bauart mit Dauerbetrieb, immerhin Eco- und Max-Modus. |
| 9. Mobicool Q40 AC/DC | 3,1 | 96 kWh pro Jahr laut Amazon, der Eco-Modus mit 8 W läuft nur an 230 V. |
| 10. AEG Automotive KK 28 (10697) | 3,3 | Keine Angabe zu Leistung und Verbrauch, ein Eco-Modus wird nicht genannt. |
Ausstattung (20 %)
Batterieschutz, Eco-Modus, App, Anzeige und Zusatzfunktionen erleichtern den Alltag und schützen die Batterie.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Alpicool Y20T 20 l Kompressor-Kühlbox | 2,2 | Dreistufiger Batterieschutz sowie Eco und Max, aber keine App und keine getrennten Zonen genannt. |
| 2. Dometic CFX2 28 | 1,3 | App per Bluetooth, USB-Anschluss, dreistufiger Batterieschutz, Innenlicht und herausnehmbarer Korb. |
| 3. Dometic CFX2 37 | 1,3 | App per Bluetooth, USB-Anschluss, dreistufiger Batterieschutz und Innenlicht wie bei der CFX2 28. |
| 4. VEVOR 25 l Kompressor-Kühlbox mit zwei Zonen | 1,7 | Zwei Zonen, Bluetooth-Steuerung, Touchfeld, Eco und Max sowie Netz- und Kfz-Adapter. |
| 5. EUHOMY ZBD-35 35 l Kompressor-Kühlbox | 1,6 | Zwei Zonen, App, dreistufiger Batterieschutz, Rollen, zwei Körbe und LCD-Feld. |
| 6. Mobicool MCF32 | 2,1 | Digitalanzeige, Innenlicht, Niederspannungsschutz und abnehmbarer Deckel, eine App wird nicht genannt. |
| 7. Arebos 25 l thermoelektrische Kühlbox | 3,0 | Warmhalten bei etwa 50 °C, Eco-Modus und Kontrollleuchte, sonst wenig Ausstattung. |
| 8. MEDION MD 370030 thermoelektrische Kühlbox | 2,6 | Warmhalten bis 55 °C, Eco und Max, USB 5 V und eingebauter Batterieschutz. |
| 9. Mobicool Q40 AC/DC | 2,8 | Eco-Modus, Rollen, ausziehbarer Griff, geteilter Deckel und Kabelfach, aber kein Batterieschutz genannt. |
| 10. AEG Automotive KK 28 (10697) | 3,6 | Nur doppelte Belüftung und Kabelfach genannt, weder Eco-Modus noch Batterieschutz noch USB. |
Gewicht und Transport (15 %)
Gewicht, Maße, Griffe und Rollen bestimmen, wie leicht sich die Box ins Auto und zum Stellplatz bringen lässt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Alpicool Y20T 20 l Kompressor-Kühlbox | 1,9 | 8,6 kg bei flacher Bauform, 49 von 59 Nennungen der Kompaktheit sind positiv. |
| 2. Dometic CFX2 28 | 2,3 | 13,3 kg bei 60 cm Tiefe, dafür klappbare Griffe und abnehmbarer Deckel. |
| 3. Dometic CFX2 37 | 2,8 | 15,6 kg und 67,8 cm Tiefe, damit das längste und eines der schwersten Geräte im Vergleich. |
| 4. VEVOR 25 l Kompressor-Kühlbox mit zwei Zonen | 2,7 | Rund 12,4 kg und 62 cm Länge, Rollen oder Teleskopgriff werden nicht genannt. |
| 5. EUHOMY ZBD-35 35 l Kompressor-Kühlbox | 2,4 | 15 kg, dank Rollen fahrbar, alle 11 Nennungen der Reisetauglichkeit sind positiv. |
| 6. Mobicool MCF32 | 2,5 | 11,4 kg bei 58 cm Länge, abnehmbarer Deckel, Rollen werden nicht genannt. |
| 7. Arebos 25 l thermoelektrische Kühlbox | 1,5 | Nur 4,6 kg und 44 cm breit, alle 11 Nennungen der Handlichkeit sind positiv. |
| 8. MEDION MD 370030 thermoelektrische Kühlbox | 1,6 | 5,1 kg und kompakte Maße, 13 von 14 Nennungen der Handhabung sind positiv. |
| 9. Mobicool Q40 AC/DC | 2,0 | Etwa 9,6 kg, aber Rollen und ausziehbarer Griff erleichtern den Transport. |
| 10. AEG Automotive KK 28 (10697) | 1,8 | 6 kg bei 42 x 43 x 30 cm, leicht und kompakt. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis der übrigen Teilnoten zum aktuellen Straßenpreis innerhalb der zehn Geräte.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Alpicool Y20T 20 l Kompressor-Kühlbox | 1,3 | Etwa 127 Euro für ein Kompressorgerät mit dem niedrigsten Verbrauch, das beste Verhältnis im Vergleich. |
| 2. Dometic CFX2 28 | 2,5 | Rund 500 Euro, mehr als das Dreifache der günstigen Kompressorgeräte, bei besten Einzelnoten. |
| 3. Dometic CFX2 37 | 2,9 | Rund 690 Euro für 37 Liter, der höchste Preis im Vergleich bei sonst gleicher Technik wie die CFX2 28. |
| 4. VEVOR 25 l Kompressor-Kühlbox mit zwei Zonen | 1,9 | Etwa 188 Euro für zwei Zonen und App, gut, aber teurer als Alpicool bei weniger Inhalt. |
| 5. EUHOMY ZBD-35 35 l Kompressor-Kühlbox | 2,0 | Etwa 185 Euro für 35 Liter mit App und Rollen, gutes Verhältnis, getrübt durch den hohen Verbrauchswert. |
| 6. Mobicool MCF32 | 2,8 | Etwa 308 Euro, das Doppelte der günstigen Kompressorgeräte bei schwächerem Temperaturbereich. |
| 7. Arebos 25 l thermoelektrische Kühlbox | 1,4 | Etwa 61 Euro, der niedrigste Preis im Vergleich, bei 4,4 Sternen aus 427 Rezensionen. |
| 8. MEDION MD 370030 thermoelektrische Kühlbox | 1,5 | Etwa 68 Euro mit USB, Batterieschutz und Warmhaltefunktion, gutes Verhältnis in der Einsteigerklasse. |
| 9. Mobicool Q40 AC/DC | 3,2 | Etwa 168 Euro für ein thermoelektrisches Gerät, mehr als Alpicool mit Kompressor. |
| 10. AEG Automotive KK 28 (10697) | 2,9 | Etwa 142 Euro bei dünner Ausstattung, mehr als doppelt so viel wie Medion und Arebos. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Elektrische Kühlboxen achten sollten
Thermoelektrisch oder Kompressor: die zwei Bauarten
Elektrische Kühlboxen mit 12-Volt-Anschluss arbeiten nach einem von zwei Prinzipien. Die thermoelektrische Box nutzt ein Peltier-Element. Fließt Strom durch dieses Bauteil, wird eine Seite kalt und die andere warm, ein Lüfter führt die Wärme nach außen ab. Solche Geräte haben keinen Kompressor, sind leicht und günstig. Ihre Kühlleistung hängt jedoch von der Umgebung ab: Die Hersteller geben nur einen Abstand zur Außentemperatur an, bei den verglichenen Modellen 18 bis 20 Grad.
Die Kompressorbox arbeitet wie ein Haushaltskühlschrank. Ein Verdichter pumpt ein Kältemittel durch einen Kreislauf, bei den verglichenen Geräten R600a. Das Gerät kühlt auf die eingestellte Temperatur herunter und schaltet danach ab oder drosselt die Drehzahl. Dadurch sind auch Temperaturen bis -22 °C möglich, und der Stromverbrauch im Dauerbetrieb fällt in der Regel niedriger aus. Dafür kosten Kompressorboxen mehr und wiegen mehr.
| Merkmal | Thermoelektrisch | Kompressor |
|---|
| Preis im Vergleich | 60 bis 170 Euro | 130 bis 690 Euro |
| Kühlung | 18 bis 20 Grad unter Umgebung | +20 bis -10 oder -22 °C |
| Einfrieren | nicht möglich | möglich |
| Gewicht | 4,6 bis 9,6 kg | 8,6 bis 15,6 kg |
| Betrieb | läuft durchgehend | schaltet ab oder drosselt |
Welche Größe passt zu Ihnen?
Die Größe wird in Litern angegeben, doch viele Käufer können sich darunter wenig vorstellen. Hilfreicher ist die Zahl der Dosen: In die Dometic CFX2 28 mit 28 Litern passen laut Hersteller 42 Dosen zu 0,33 Litern oder vier 1,5-Liter-Flaschen, in die CFX2 37 mit 37 Litern 48 Dosen. Die Mobicool Q40 mit 39 Litern nimmt bis zu 53 Dosen auf.
Achten Sie auf den Unterschied zwischen Brutto- und Nutzinhalt. Die Medion MD 370030 wird mit 35 Litern beworben, netto bleiben davon 30 Liter. Für zwei Personen und ein Wochenende genügen meist 25 bis 35 Liter. Größere Boxen sind schwerer: Die Spanne im Vergleich reicht von 4,6 kg bei 25 Litern bis 15,6 kg bei 37 Litern.
Messen Sie vorab den Stellplatz im Fahrzeug. Die Boxen im Vergleich sind zwischen 32 und 68 cm tief, die Kompressorgeräte teils über 60 cm lang. Prüfen Sie außerdem, ob Flaschen stehend hineinpassen, denn die Innenhöhe ist oft geringer als gedacht.
Auch die Form zählt. Flache, lange Boxen wie der Alpicool mit 59,8 x 32 x 32 cm passen leichter in eine Kofferraumecke, höhere Boxen wie der Euhomy mit 43,3 cm Höhe nehmen stehende Flaschen besser auf. Ab etwa 10 kg Gewicht erleichtern Rollen den Transport, wie sie beim Euhomy mit 15 kg und bei der Mobicool Q40 mit rund 9,6 kg vorhanden sind. Ohne Rollen sollten Sie auf klappbare Griffe achten.
Kühlleistung und Temperaturbereich richtig lesen
Bei thermoelektrischen Boxen gilt immer der Abstand zur Umgebung. Wer 20 Grad Unterschied zugesichert bekommt und bei 30 °C Außentemperatur fährt, erreicht rechnerisch etwa 10 °C im Innenraum. Bei 35 °C sind es rund 15 °C. Ein in der Sonne geparktes Auto heizt sich zudem stark auf, die Box muss dann gegen noch höhere Temperaturen anarbeiten.
Als Faustregel für verderbliche Lebensmittel gelten höchstens 7 Grad, empfindliche Ware wie Hackfleisch oder Fisch sollte kälter liegen. Das schaffen thermoelektrische Boxen an heißen Tagen nur eingeschränkt. Kompressorboxen halten die eingestellte Temperatur dagegen unabhängig von der Außentemperatur.
Zusätzlich beeinflusst die Dämmung, wie lange die Kälte bei ausgeschalteter Box erhalten bleibt. Die Dometic-Geräte nennen dafür Polyurethanschaum. Ein dichter Deckel und möglichst wenig Luftaustausch beim Öffnen sind für die Haltezeit wichtiger als ein paar Liter mehr Inhalt.
Achten Sie bei Kompressorgeräten auf den unteren Wert des Bereichs. Die Dometic-Modelle stellen bis -22 °C ein, Alpicool, VEVOR und Euhomy bis -20 °C, die Mobicool MCF32 bis -10 °C. Für Eis und Tiefkühlware sind -18 °C üblich, die MCF32 reicht dafür nach den vorliegenden Angaben nicht aus.
Stromverbrauch und laufende Kosten mit Rechenbeispiel
Der Verbrauch hängt von der Bauart ab. Die Arebos nennt 40 bis 48 W an 12 V, im Eco-Modus 8 W. Der VEVOR gibt 46 W im Max-Modus an. Kompressorgeräte ziehen beim Anlaufen mehr, die Dometic CFX2 28 nennt höchstens 8,6 A bei 12 V, rechnerisch rund 100 W. Im Mittel liegt die Aufnahme deutlich darunter, weil der Kompressor taktet.
Das folgende Beispiel zeigt die Größenordnung. Es setzt eine mittlere Leistung von 25 W (Kompressor) und 50 W (Thermoelektrik) sowie 0,35 Euro je kWh bei Netzbetrieb an. Diese Werte sind Annahmen, keine Herstellerangaben.
| Mittlere Leistung | kWh pro Tag | kWh pro Woche | Kosten pro Woche |
|---|
| 25 W | 0,6 | 4,2 | 1,47 Euro |
| 50 W | 1,2 | 8,4 | 2,94 Euro |
Die Jahresangaben aus den Amazon-Datenblättern reichen von 37 kWh (Alpicool) über 76 kWh (Arebos) und 96 kWh (Mobicool Q40) bis 145 kWh (Euhomy). Die Messbedingungen sind nicht bekannt, die Werte taugen deshalb nur für einen groben Vergleich. Einige Hersteller nennen stattdessen eine Energieklasse nach Verordnung (EU) 2019/2016, bei den Dometic-Geräten ist es Klasse B.
Anschließen: Zigarettenanzünder, 24 Volt und Steckdose
Alle zehn Geräte im Vergleich laufen an 12 V über den Zigarettenanzünder oder eine Bordsteckdose und zusätzlich an 230 V über eine normale Haushaltssteckdose. Die Kompressorgeräte von Alpicool, VEVOR, Euhomy, Mobicool MCF32 und Dometic sind für 12 und 24 V ausgelegt, laufen also auch im Lkw. Die Medion bietet zusätzlich einen USB-Anschluss mit 5 V.
Die 12-Volt-Steckdose im Fahrzeug ist häufig mit 10 oder 15 Ampere abgesichert, die genaue Angabe steht in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs. Eine Box mit 8,6 A Stromaufnahme belastet sie bereits spürbar. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Steckdose und Kabel die Stromaufnahme verkraften.
Der Netzbetrieb eignet sich zum Vorkühlen zu Hause und auf dem Campingplatz. Bei den Kompressorgeräten gehört meist ein Netzkabel zum Lieferumfang, beim VEVOR liegen laut Händler sowohl ein Netz- als auch ein Kfz-Adapter bei.
Auf längeren Fahrten läuft die Box am besten über den Zigarettenanzünder bei laufendem Motor. Viele Fahrzeuge schalten diese Steckdose bei ausgeschalteter Zündung ab, bei anderen bleibt sie dauerhaft unter Strom. Klären Sie das vor dem ersten Einsatz, sonst erwärmt sich die Box nach der ersten Pause oder entlädt die Batterie unbemerkt.
Die Autobatterie schützen
Eine Kühlbox, die bei abgestelltem Motor weiterläuft, entlädt die Starterbatterie. Deshalb besitzen viele Geräte einen Batterieschutz. Er schaltet die Box ab, sobald die Spannung unter eine Grenze fällt. Dometic, Alpicool und Euhomy bieten drei Stufen, meist niedrig, mittel und hoch. Je höher die Stufe, desto früher schaltet die Box ab und desto sicherer springt das Auto an.
Ein Rechenbeispiel: Eine Starterbatterie mit 60 Amperestunden speichert bei 12 V rund 720 Wattstunden. Bei Blei-Batterien sollte nur etwa die Hälfte genutzt werden, also rund 360 Wattstunden. Bei einer mittleren Leistung von 25 W reicht das für etwa 14 Stunden, bei 50 W für gut 7 Stunden. Dabei ist weder Alter noch Kälte der Batterie berücksichtigt.
Für längere Standzeiten sind eine zweite Batterie im Fahrzeug oder eine Powerstation sinnvoller. Verwenden Sie kurze Kabel mit ausreichendem Querschnitt. Lange Verlängerungen verursachen Spannungsabfall, dann greift der Batterieschutz früher ein, als es nötig wäre.
Aufstellen und richtig befüllen
Eine Kühlbox braucht Luft. Die Lüftungsöffnungen dürfen nicht durch Decken, Taschen oder die Fahrzeugwand verdeckt sein, den nötigen Abstand nennt die Betriebsanleitung. Stellen Sie die Box möglichst in den Schatten und nicht direkt hinter die Heckscheibe. Kompressorgeräte müssen annähernd waagerecht stehen, der Hersteller Alpicool nennt eine kurzzeitig zulässige Schräglage von 45 Grad.
Sichern Sie die Box im Fahrzeug mit einem Spanngurt oder einer Antirutschmatte, damit sie bei Bremsmanövern nicht verrutscht. Ein voll beladener Kasten mit 15 kg kann sonst zum Geschoss werden.
Kühlen Sie die Box vor der Abfahrt zu Hause auf Temperatur. Das spart im Auto Strom, denn die Batterie muss dann nur noch die Temperatur halten, nicht erst herunterkühlen. Legen Sie nur vorgekühlte Ware hinein und füllen Sie den Innenraum gleichmäßig, damit die Luft zirkulieren kann. Öffnen Sie den Deckel so selten und so kurz wie möglich.
Pflege, Reinigung und Lagerung
Ziehen Sie vor jeder Reinigung den Netzstecker und das 12-Volt-Kabel. Wischen Sie den Innenraum mit einem weichen Tuch und mildem Spülmittel aus, kratzende Schwämme und Scheuermittel beschädigen die Oberfläche. Mehrere Modelle besitzen einen Ablassstopfen, die Dometic CFX2 28 etwa, damit Kondenswasser und Schmelzwasser sich ohne Auskippen entfernen lassen.
Lassen Sie die Box nach der Reinigung mit geöffnetem Deckel trocknen, sonst bildet sich Geruch. Das gilt besonders vor der Einlagerung im Winter. Lagern Sie das Gerät trocken und frostfrei, bei Kompressorgeräten aufrecht.
Prüfen Sie regelmäßig die Dichtung am Deckel auf Risse und Schmutz, denn eine undichte Dichtung erhöht den Stromverbrauch. Reinigen Sie bei Kompressorgeräten gelegentlich die Lüftungsschlitze mit einem Pinsel oder Staubsauger. Die Stecker und Kabel sollten frei von Knicken sein.
Typische Fehler beim Kauf
Viele Käufer ärgern sich erst nach dem Kauf über Dinge, die sich vorher klären lassen. Die häufigsten Fehler:
- Zu kleine Box: Wer mehr als zwei Personen versorgt, kommt mit 20 Litern nicht weit.
- Thermoelektrik für Tiefkühlware: Gefrieren ist mit einem Peltier-Element nicht möglich.
- Nur Liter vergleichen: Maße, Nutzinhalt und Gewicht entscheiden, ob die Box ins Fahrzeug passt.
- Verbrauch ignorieren: Bei Dauerbetrieb ohne Landstrom entscheidet der Verbrauch über die Standzeit.
- Batterieschutz übersehen: Ohne ihn kann eine vergessene Box die Starterbatterie leeren.
- Varianten verwechseln: Bei Dometic gibt es mehrere CFX2-Größen, Bewertungsseiten bei Amazon mischen sie. Auch bei Alpicool teilen sich 15 und 20 Liter dieselben Rezensionen.
- Nur auf den Preis achten: Eine Box für 60 Euro kühlt nur relativ zur Umgebung.
Fachbegriffe kurz erklärt
- Peltier-Element: Halbleiterbauteil, das bei Stromfluss auf einer Seite kühlt und auf der anderen heizt.
- Kompressor: Verdichter im Kältekreislauf, wie im Haushaltskühlschrank.
- R600a und R134a: Kältemittel, die in Kompressorgeräten zum Einsatz kommen. Die Dometic CFX2 nutzt R600a.
- Batterieschutz: Abschaltung bei zu niedriger Spannung, meist in drei Stufen einstellbar.
- Eco-Modus: Betriebsart mit geringerer Leistung, die zum Halten der Temperatur über Nacht gedacht ist.
- Max-Modus: Betriebsart mit voller Leistung zum schnellen Herunterkühlen.
- Zwei Zonen: Zwei Fächer mit getrennter Temperatureinstellung, etwa für Kühl- und Tiefkühlware.
- Nutzinhalt: Das tatsächlich nutzbare Volumen, kleiner als der Bruttoinhalt.
- Klimaklasse: Der Umgebungsbereich, in dem die Leistung zugesichert wird. Dometic nennt für die CFX2 16 bis 43 °C.
- Energieklasse: Buchstabe von A bis G nach EU-Verordnung, nur bei einigen Herstellern angegeben.
Häufige Fragen zu Elektrische Kühlboxen
Kann eine Kühlbox die Autobatterie leeren?
Ja, wenn sie bei abgestelltem Motor weiterläuft. Eine Starterbatterie mit 60 Amperestunden liefert rund 360 Wattstunden nutzbar, bei einer mittleren Aufnahme von 25 W also etwa 14 Stunden, bei 50 W gut 7 Stunden. Ein eingebauter Batterieschutz schaltet die Box rechtzeitig ab. Für längere Standzeiten empfiehlt sich eine zweite Batterie oder eine Powerstation.
Wie kalt wird eine thermoelektrische Kühlbox bei 30 Grad Außentemperatur?
Die Hersteller nennen einen Abstand von 18 bis 20 Grad zur Umgebung. Bei 30 °C Außentemperatur ergeben sich damit rechnerisch etwa 10 bis 12 °C im Innenraum, bei 35 °C rund 15 °C. Das reicht für Getränke, für empfindliche Lebensmittel wie Hackfleisch oder Fisch ist es zu warm. Kompressorgeräte halten die eingestellte Temperatur unabhängig davon.
Kann ich in einer Kühlbox Lebensmittel einfrieren?
Nur mit einem Kompressorgerät. Die Dometic CFX2 28 und 37 stellen bis -22 °C ein, Alpicool, VEVOR und Euhomy bis -20 °C, die Mobicool MCF32 bis -10 °C. Thermoelektrische Boxen können dagegen nur bis zu 20 Grad unter die Umgebungstemperatur kühlen und frieren nichts ein. Frieren Sie Ware möglichst vor der Fahrt zu Hause ein und legen Sie sie gefroren hinein.
Was kostet der Betrieb einer Kühlbox am Stromnetz?
Bei einer angenommenen mittleren Leistung von 25 W fallen pro Woche etwa 4,2 kWh an, bei einem Strompreis von 0,35 Euro sind das rund 1,47 Euro. Bei 50 W sind es 8,4 kWh und etwa 2,94 Euro. Die Jahresangaben aus den Datenblättern liegen zwischen 37 kWh (Alpicool) und 145 kWh (Euhomy), bei 0,35 Euro je kWh also zwischen 13 und 51 Euro.
Welche Größe brauche ich für zwei Personen?
Für zwei Personen und ein Wochenende genügen meist 25 bis 35 Liter. Eine Box mit 28 Litern nimmt laut Dometic 42 Dosen zu 0,33 Litern oder vier 1,5-Liter-Flaschen auf. Planen Sie für Lebensmittel zusätzlich Platz ein. Wer eine ganze Woche unterwegs ist oder Familien versorgt, sollte 35 bis 40 Liter wählen und das höhere Gewicht von bis zu 15 kg einplanen.
Kann ich die Kühlbox auch zu Hause an der Steckdose betreiben?
Ja, alle zehn verglichenen Geräte besitzen neben dem 12-Volt-Anschluss einen Netzanschluss mit 230 V. Das ist praktisch zum Vorkühlen vor der Fahrt und auf dem Campingplatz. Die Kompressorgeräte sind für 100 bis 240 V ausgelegt. Kühlen Sie die Box vor der Abfahrt auf Temperatur, dann muss die Fahrzeugbatterie später nur noch die Temperatur halten.
Warum sind Kompressorboxen so viel teurer?
Sie enthalten einen echten Kältekreislauf mit Verdichter, Verdampfer und Kältemittel, dazu meist eine Elektronik mit Batterieschutz und Display. Im Vergleich liegen die Kompressorboxen zwischen 130 und 690 Euro, die thermoelektrischen zwischen 60 und 170 Euro. Dafür erreichen sie tiefere Temperaturen, arbeiten bei Hitze zuverlässiger und brauchen im Dauerbetrieb in der Regel weniger Strom.
Muss ich die Box vorkühlen?
Ja, das empfiehlt sich bei jeder Bauart. Schalten Sie die Box einige Stunden vor der Abfahrt zu Hause am Netz ein und füllen Sie sie nur mit bereits gekühlter Ware. Das spart unterwegs Strom, denn das Herunterkühlen ist der energieintensivste Teil. Bei Kompressorgeräten mit Max-Modus lässt sich die Vorkühlzeit verkürzen, der VEVOR erreicht laut Händler bei 25 °C in etwa 1,5 Stunden -20 °C.
Wie reinige ich die Kühlbox richtig?
Ziehen Sie zuerst Netz- und Fahrzeugstecker. Wischen Sie den Innenraum mit einem weichen Tuch und mildem Spülmittel aus, vermeiden Sie Scheuermittel. Schmelzwasser lässt sich bei vielen Modellen über einen Ablassstopfen entfernen. Lassen Sie die Box mit geöffnetem Deckel trocknen, damit kein Geruch entsteht, und prüfen Sie die Deckeldichtung auf Risse. Die Lüftungsschlitze können Sie mit einem Pinsel säubern.