So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Reinigungsleistung (35 %)
Luftleistung (CADR) in Bezug zur angegebenen Raumgröße, denn sie bestimmt, wie oft die Raumluft pro Stunde gereinigt wird.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Philips PureProtect 3200 Series AC3220/10 | 1,3 | 520 m³/h CADR für bis zu 135 m², der zweithöchste Wert im Vergleich. |
| 2. Bosch Air 6000i | 1,2 | Mit 600 m³/h der höchste CADR-Wert im Vergleich, ausgelegt für bis zu 125 m². |
| 3. Brandson Luftreiniger mit App für 90 m² (306574) | 1,5 | 402 m³/h CADR für bis zu 90 m², deutlich über der Mitte des Vergleichs. |
| 4. Levoit Vital 200S Pro | 1,5 | 416 m³/h CADR bei einer Angabe von 87 m², zweimaliger Luftaustausch pro Stunde. |
| 5. Levoit Core 300S Pro | 2,3 | 240 m³/h CADR für bis zu 50 m², im Mittelfeld des Vergleichs. |
| 6. Xiaomi Smart Air Purifier 4 Compact | 2,5 | 230 m³/h CADR, der Hersteller nennt für den wirksamen Bereich nur 16 bis 27 m². |
| 7. Philips 600i Series AC0650/10 | 3,0 | 170 m³/h CADR, der niedrigste Wert im Vergleich, bei 44 m² Raumangabe. |
| 8. Trotec AirgoClean 171 E | 2,1 | 350 m³/h Luftmenge auf der Höchststufe, aber nur 42 m² Raumangabe. |
| 9. Bosch Air 2000 | 2,9 | 180 m³/h CADR für 37,5 m², unteres Mittelfeld im Vergleich. |
| 10. Rowenta Pure Air PU3030 | 2,0 | 290 m³/h CADR, die Raumangabe von 120 m² steht im Widerspruch zu diesem Wert. |
Lautstärke und Verbrauch (20 %)
Pegel in der leisesten und lautesten Stufe sowie die maximale Leistungsaufnahme in Watt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Philips PureProtect 3200 Series AC3220/10 | 1,4 | Mit 15 bis 47,5 dB(A) sehr leise, bei 36 Watt Höchstleistung für diese Luftleistung sparsam. |
| 2. Bosch Air 6000i | 2,6 | Höchstens 55 dB(A) Schallleistung, die Leistungsaufnahme nennt die Herstellerseite nicht. |
| 3. Brandson Luftreiniger mit App für 90 m² (306574) | 2,5 | 25 bis 55 dB, die Höchstleistung von 48 Watt liegt im oberen Mittelfeld. |
| 4. Levoit Vital 200S Pro | 2,4 | 23 bis 54 dB, die Höchstleistung von 50 Watt ist einer der höheren Werte. |
| 5. Levoit Core 300S Pro | 1,7 | 22 bis 50 dB und nur 23 Watt Nennleistung. |
| 6. Xiaomi Smart Air Purifier 4 Compact | 2,3 | 20 dB im Schlafmodus, maximal 60 dB(A) und 27 Watt. |
| 7. Philips 600i Series AC0650/10 | 1,2 | 19 bis 49 dB(A) und höchstens 12 Watt, die beste Kombination im Vergleich. |
| 8. Trotec AirgoClean 171 E | 2,7 | 33 Watt Höchstleistung, zur Lautstärke nennt das Handbuch keinen Wert. |
| 9. Bosch Air 2000 | 2,1 | 49 dB(A) Schallleistung und 26 Watt, die Angabe ist nicht mit Schalldruckwerten vergleichbar. |
| 10. Rowenta Pure Air PU3030 | 3,4 | Bis 63 dB(A) und 65 Watt Höchstleistung, beides der höchste Wert im Vergleich. |
Filter und Ausstattung (30 %)
Aufbau des Filtersystems, Luftqualitätssensor, App-Steuerung und Angaben zum Filterwechsel.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Philips PureProtect 3200 Series AC3220/10 | 1,3 | Drei Filterschichten, PM2,5- und Allergensensor, App, Sprachsteuerung und Zeitplan. |
| 2. Bosch Air 6000i | 1,4 | Vierfachfilter mit antibakterieller Schicht, Sensoren für Luft, Temperatur und Feuchte, App. |
| 3. Brandson Luftreiniger mit App für 90 m² (306574) | 1,8 | Vierstufiger Filter, PM2,5-Anzeige, App und Alexa, zum Filterintervall fehlt die Angabe. |
| 4. Levoit Vital 200S Pro | 1,7 | Waschbarer Vorfilter, HEPA und Aktivkohle, Sensor, App und Zeitplan, aber kein Wechselintervall. |
| 5. Levoit Core 300S Pro | 1,8 | Dreistufiger HEPA-Filter, Lasersensor und App, ohne Angabe zum Filterwechsel. |
| 6. Xiaomi Smart Air Purifier 4 Compact | 2,0 | Dreifachfilter, PM2,5-Sensor, App und Sprachsteuerung, Filterwechsel nach 6 bis 12 Monaten. |
| 7. Philips 600i Series AC0650/10 | 2,7 | Zweistufiger Filter und App, ein Luftqualitätssensor ist im Datenblatt nicht genannt. |
| 8. Trotec AirgoClean 171 E | 2,6 | Dreifachfilter und PM2,5-Sensor, kürzester Wechselrhythmus mit etwa 6 Monaten, keine App genannt. |
| 9. Bosch Air 2000 | 2,5 | Dreifachfilter mit HEPA H13, smarte Sensoren und LED-Ring, keine App und kein Wechselintervall genannt. |
| 10. Rowenta Pure Air PU3030 | 2,6 | Drei Filter, Partikelsensor, Timer und Wechselangabe, keine App und kein Gewicht genannt. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis der übrigen Teilnoten zum aktuellen Straßenpreis.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Philips PureProtect 3200 Series AC3220/10 | 1,9 | Hohe Luftleistung und volle Ausstattung bei etwa 280 Euro, im oberen Preisdrittel. |
| 2. Bosch Air 6000i | 2,2 | Die höchste Luftleistung kostet etwa 340 Euro, je m³/h liegt das im Mittelfeld. |
| 3. Brandson Luftreiniger mit App für 90 m² (306574) | 1,3 | 402 m³/h und App für etwa 150 Euro, das beste Verhältnis im Vergleich. |
| 4. Levoit Vital 200S Pro | 1,9 | Hohe Luftleistung für etwa 190 Euro, liegt im guten Mittelfeld. |
| 5. Levoit Core 300S Pro | 1,8 | Gute Datenlage für etwa 120 Euro, einer der günstigeren Preise. |
| 6. Xiaomi Smart Air Purifier 4 Compact | 1,4 | Mit etwa 80 Euro das günstigste Gerät, die Daten rechtfertigen den Preis. |
| 7. Philips 600i Series AC0650/10 | 1,9 | Etwa 90 Euro für ein sparsames Gerät mit App, die Luftleistung ist begrenzt. |
| 8. Trotec AirgoClean 171 E | 2,8 | Etwa 200 Euro für 350 m³/h Luftmenge, im oberen Preisbereich ohne App. |
| 9. Bosch Air 2000 | 2,8 | Etwa 140 Euro für 180 m³/h, je m³/h teurer als der Durchschnitt. |
| 10. Rowenta Pure Air PU3030 | 3,0 | Etwa 200 Euro bei hohem Verbrauch und hohem Pegel, schwächstes Verhältnis. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Luftreiniger achten sollten
Wie funktioniert ein Luftreiniger?
Ein Luftreiniger saugt Raumluft mit einem Ventilator an, führt sie durch ein mehrstufiges Filtersystem und gibt die gereinigte Luft wieder ab. Das Gerät erzeugt keine frische Luft und tauscht auch keine Luft mit draußen aus. Es verringert allein die Menge der Schwebeteilchen und, je nach Filter, einiger Gerüche im Raum.
Typisch ist ein Aufbau in drei Schichten. Der Vorfilter hält grobe Teile wie Haare, Fusseln und Hausstaub zurück und schützt den feineren Filter dahinter. Der HEPA-Filter fängt feine Partikel wie Pollen, Schimmelsporen, Tierhaarschuppen und Feinstaub. Eine Aktivkohleschicht bindet Gerüche und einen Teil gasförmiger Stoffe.
Die Reinigung geschieht Stück für Stück. Bei jedem Durchlauf wird nur ein Teil der Luft im Raum gefiltert, deshalb dauert es, bis die Konzentration spürbar sinkt. Entscheidend ist daher, wie viel Luft das Gerät pro Stunde durch den Filter bringt. Diese Größe heißt CADR und wird in Kubikmetern pro Stunde angegeben.
Ein Sensor, den viele Geräte besitzen, misst die Feinstaubbelastung und steuert im Automatikmodus die Lüfterstufe. Das spart Strom und senkt den Pegel, wenn die Luft sauber ist.
Welche Filter und Bauarten gibt es?
Bei Geräten für Wohnräume gibt es zwei übliche Bauformen. Standgeräte als Turm oder Zylinder saugen die Luft häufig seitlich oder unten an und blasen sie nach oben aus. Sie stehen auf dem Boden oder auf einem Sideboard. Kompakte Tischgeräte wie die kleinsten Modelle im Vergleich sind etwa 34 bis 39 cm hoch und für Schlafzimmer oder Arbeitsplätze gedacht.
Wichtiger als die Form ist das Filtersystem. Folgende Bausteine kommen vor:
- Vorfilter: fängt Haare und groben Staub, bei einigen Geräten waschbar.
- HEPA-Filter: Hochleistungsfilter für Schwebeteilchen. Die Klasse H13 scheidet nach der Norm EN 1822 mindestens 99,95 % der am schwersten zu filternden Teilchen ab, H14 mindestens 99,995 %. Hersteller nennen oft auch 99,97 % bei 0,3 Mikrometern.
- Aktivkohlefilter: bindet Gerüche und manche Gase, etwa aus Küche oder Rauch.
- Antibakterielle Schicht: eine Zusatzschicht, die einzelne Geräte als vierte Stufe führen.
Geräte mit Ionisator können Ozon bilden. Achten Sie bei solchen Geräten auf die Angabe, dass sie ozonfrei arbeiten.
Kombigeräte mit Luftbefeuchter oder Ventilator sind nicht Gegenstand dieses Vergleichs, weil sie anders arbeiten und meist deutlich mehr kosten.
CADR und Raumgröße richtig lesen
Der CADR gibt an, wie viele Kubikmeter gereinigte Luft das Gerät pro Stunde abgibt. Er ist die wichtigste Zahl im Datenblatt. Die Raumgrößen in den Produkttiteln beruhen dagegen auf Annahmen der Hersteller und fallen sehr unterschiedlich aus. Levoit rechnet zum Beispiel mit zwei Luftwechseln pro Stunde, Xiaomi ebenfalls. Bei 240 m³/h und einer Deckenhöhe von 2,4 m ergeben sich dann die genannten 50 m².
Wer die Luft gründlicher reinigen will, etwa als Allergiker, sollte mehr Luftwechsel ansetzen. Als Faustformel werden häufig vier bis fünf Luftwechsel pro Stunde genannt. So rechnen Sie: Raumfläche mal Deckenhöhe ergibt das Raumvolumen, dieses mal die Zahl der Luftwechsel ergibt den nötigen CADR.
| Raumfläche (Höhe 2,5 m) | Volumen | CADR bei 4 Luftwechseln | CADR bei 5 Luftwechseln |
|---|
| 15 m² | 37,5 m³ | 150 m³/h | 190 m³/h |
| 20 m² | 50 m³ | 200 m³/h | 250 m³/h |
| 30 m² | 75 m³ | 300 m³/h | 380 m³/h |
| 40 m² | 100 m³ | 400 m³/h | 500 m³/h |
| 50 m² | 125 m³ | 500 m³/h | 630 m³/h |
Prüfen Sie außerdem, ob das Gerät den CADR-Wert auf der höchsten Stufe erreicht. Auf dieser Stufe ist es am lautesten. Wer das Gerät nachts leise betreiben will, sollte deshalb einen CADR wählen, der auch auf einer mittleren Stufe genügt.
Lautstärke: Schlafzimmer und Wohnzimmer
Die Lautstärke geben alle Hersteller in Dezibel an, aber nicht nach demselben Verfahren. Philips nennt den Schalldruckpegel, gemessen nach IEC 60704 in 1,5 m Abstand. Bosch gibt den Schallleistungspegel an. Er beschreibt, wie viel Schall das Gerät abstrahlt, und liegt üblicherweise höher als der Schalldruck, den Sie im Raum hören. Beide Werte lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.
Dezibel steigen logarithmisch. Eine Zunahme um 10 dB wird ungefähr als doppelt so laut empfunden. Ein Gerät mit 19 dB in der Schlafstufe und eines mit 25 dB liegen für das Ohr also dicht beieinander, ein Gerät mit 55 oder 60 dB auf der höchsten Stufe klingt dagegen deutlich nach Staubsauger im Nebenraum.
Für das Schlafzimmer sind die Werte der leisesten Stufe wichtig. Im Vergleich nennen die Hersteller für die Schlafstufe 15 bis 25 dB. Achten Sie darauf, dass sich die Anzeige im Schlafmodus abschalten lässt, da helle LEDs im dunklen Raum stören. Im Wohnzimmer zählt eher der Pegel auf mittlerer Stufe, denn auf der höchsten Stufe läuft ein Gerät selten länger als einige Minuten, etwa nach dem Staubsaugen.
Verbrauch und laufende Kosten
Luftreiniger sind keine großen Stromverbraucher, laufen aber oft lange. Die Herstellerangaben zur Leistung gelten für die höchste Stufe. Auf niedrigen Stufen und im Automatikmodus verbraucht ein Gerät deutlich weniger. Die folgende Rechnung ist deshalb eine Obergrenze. Sie nimmt einen Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde als Beispielwert an und rechnet mit der Höchstleistung in Watt.
| Höchstleistung | 8 Stunden täglich | 24 Stunden täglich |
|---|
| 12 W | 35 kWh, etwa 12 Euro im Jahr | 105 kWh, etwa 37 Euro im Jahr |
| 26 W | 76 kWh, etwa 27 Euro im Jahr | 228 kWh, etwa 80 Euro im Jahr |
| 36 W | 105 kWh, etwa 37 Euro im Jahr | 315 kWh, etwa 110 Euro im Jahr |
| 65 W | 190 kWh, etwa 66 Euro im Jahr | 569 kWh, etwa 199 Euro im Jahr |
Dazu kommen die Filter. Ein Ersatzfilter kostet je nach Modell etwa 20 bis 60 Euro und wird nach 6 bis 12 Monaten fällig. Über fünf Jahre können die Filterkosten den Kaufpreis eines günstigen Geräts übersteigen. Erkundigen Sie sich deshalb vor dem Kauf nach dem Preis des Ersatzfilters und danach, ob er sich im Handel gut beschaffen lässt.
Im Standby nehmen die Geräte laut Datenblatt weniger als 1 bis 2 Watt auf. Ein Gerät mit WLAN-Anbindung benötigt im Bereitschaftsbetrieb meist etwas mehr.
Aufstellen und Anschließen
Ein Luftreiniger braucht eine Steckdose und freien Raum um das Gerät. Das Handbuch eines Geräts im Vergleich verlangt einen Mindestabstand von 30 cm nach oben, hinten, zu den Seiten und nach vorn. Stellen Sie das Gerät deshalb nicht in eine Nische und nicht hinter Vorhänge, sonst fehlt Luft und die Leistung sinkt.
Der beste Platz liegt in der Nähe der Stelle, an der Sie sich länger aufhalten. Im Schlafzimmer steht das Gerät idealerweise zwei bis drei Meter vom Bett entfernt, damit der Luftstrom nicht direkt auf Sie trifft. Der Sensor sollte nicht direkt an einer Heizung, einer Küche oder einem Fenster stehen, weil dort die Messwerte stark schwanken.
- Stellen Sie das Gerät auf eine ebene, feste Fläche.
- Halten Sie Fenster und Türen während der Reinigung geschlossen. Gelüftet wird davor oder danach.
- Nutzen Sie ein Gerät pro Raum. Von einem Zimmer aus lässt sich eine Wohnung mit mehreren geschlossenen Türen nicht reinigen.
Wer die App nutzen will, braucht ein WLAN mit 2,4 GHz. Der Philips AC3220/10 und das Brandson-Gerät im Vergleich arbeiten nach Herstellerangabe in diesem Band. Ohne WLAN laufen alle Geräte weiterhin über die Tasten am Gerät.
Pflege und Filterwechsel
Ein verstopfter Filter senkt die Luftleistung und erhöht die Lautstärke. Die meisten Geräte zeigen den Wechsel mit einer Leuchte oder in der App an. Die Hersteller im Vergleich nennen Intervalle von etwa sechs bis zwölf Monaten, bei hoher Belastung auch kürzer. Die Angaben beruhen auf durchschnittlicher Nutzung. Wer ein Gerät den ganzen Tag laufen lässt oder in einer Wohnung mit Haustieren oder Rauch betreibt, wechselt früher.
Zur Pflege gehört außerdem Folgendes:
- Reinigen Sie den Vorfilter regelmäßig mit dem Staubsauger oder, wenn er waschbar ist, unter Wasser. Er muss vor dem Einsetzen vollständig trocken sein.
- Wischen Sie das Gehäuse und die Ansaugöffnung mit einem trockenen Tuch ab.
- Reinigen Sie den Sensor nach Anleitung. Das Handbuch eines Geräts im Vergleich nennt dafür einen Rhythmus von etwa sechs Monaten.
- Waschen oder saugen Sie den HEPA-Filter nicht, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt. Dabei wird das Filtervlies beschädigt.
Verwenden Sie bevorzugt Originalfilter. Filter von Fremdanbietern passen nicht immer exakt, und die Filterklasse ist dort schwerer zu prüfen.
Typische Fehler beim Kauf
Der häufigste Fehler ist, nur auf die Raumgröße im Titel zu achten. Diese Zahl ist nicht genormt. Prüfen Sie den CADR-Wert und rechnen Sie nach der Tabelle oben selbst. Ein zweiter Fehler ist ein Gerät, das für den Raum gerade so reicht. Es muss dann dauerhaft auf der lauten Stufe laufen. Ein Gerät mit Reserve arbeitet leiser.
Weitere Stolperstellen:
- Filterkosten übersehen: Fragen Sie nach dem Preis des Ersatzfilters, bevor Sie kaufen.
- Unterschiedliche Messverfahren vergleichen: Schalldruck und Schallleistung sind verschiedene Größen, auch CADR-Werte nach unterschiedlichen Normen weichen voneinander ab.
- Ionisator ohne Ozonangabe: Verzichten Sie im Zweifel darauf.
- Zu viel Funktion für ältere Nutzer: Eine App ist bequem, aber nicht nötig. Ein Gerät mit gut lesbarer Anzeige und einer Taste für die Stufe genügt häufig.
- Falsche Erwartungen: Ein Luftreiniger entfernt weder Kohlendioxid noch Feuchtigkeit und ersetzt das Lüften nicht.
Achten Sie schließlich auf unklare Modellnamen. Manche Anbieter verkaufen mehrere Geräte mit ähnlichem Namen, die sich in Leistung und Ausstattung stark unterscheiden. Vergleichen Sie die Modellnummer mit dem Datenblatt.
Was ein Luftreiniger leistet und was nicht
Ein Luftreiniger mit HEPA-Filter verringert Pollen, Hausstaub, Tierhaarschuppen, Schimmelsporen und Feinstaub in der Raumluft. Für Allergiker kann das die Belastung in dem Raum senken, in dem das Gerät läuft, etwa im Schlafzimmer. Es ersetzt aber weder eine Behandlung noch die Reinigung der Wohnung.
Nicht entfernt werden Kohlendioxid, das sich in geschlossenen Räumen anreichert, und Feuchtigkeit. Dafür ist weiterhin regelmäßiges Stoßlüften nötig. Gerüche und gasförmige Stoffe nimmt nur die Aktivkohle auf, und deren Menge ist begrenzt. Bei starkem Geruch, etwa nach dem Braten, ist die Schicht schnell gesättigt.
Hersteller nennen teils auch Wirkungen gegen Viren und Bakterien. Ein HEPA-Filter hält die Teilchen zurück, an denen Viren in der Luft haften. Wie stark das Infektionsrisiko im Alltag sinkt, geben die Datenblätter nicht an, und es hängt von der Luftleistung und der Raumgröße ab. Bewerten Sie solche Aussagen deshalb vorsichtig.
Fachbegriffe kurz erklärt
- CADR: Clean Air Delivery Rate, die Menge gereinigter Luft pro Stunde in m³/h.
- Luftwechsel: Wie oft das gesamte Raumvolumen pro Stunde durch den Filter läuft.
- HEPA: High Efficiency Particulate Air, ein Filter für feine Schwebeteilchen. Die Klassen H13 und H14 sind in der Norm EN 1822 festgelegt.
- PM2,5: Feinstaub mit einem Durchmesser unter 2,5 Mikrometern. Er dringt tief in die Atemwege ein.
- VOC: Flüchtige organische Verbindungen, zum Beispiel aus Reinigern, Farben oder Möbeln. Sie werden von Aktivkohle nur teilweise gebunden.
- dB(A): Dezibel, bewertet nach dem Gehör des Menschen.
- Schallleistung und Schalldruck: Die Schallleistung beschreibt die abgestrahlte Energie des Geräts, der Schalldruck den Pegel an einem bestimmten Messpunkt.
- Ionisator: Eine Funktion, die Ionen in die Luft abgibt. Sie kann Ozon erzeugen.
Häufige Fragen zu Luftreiniger
Welche Raumgröße darf ich für einen Luftreiniger ansetzen?
Die Angabe in m² auf der Verpackung beruht auf Annahmen des Herstellers, häufig auf zwei Luftwechseln pro Stunde. Für eine gründliche Reinigung rechnen Sie selbst: Raumvolumen mal vier bis fünf ergibt den CADR in m³/h. Ein Raum von 20 m² mit 2,5 m Höhe braucht danach etwa 200 bis 250 m³/h. Ein Gerät mit mehr Leistung läuft auf niedriger Stufe leiser.
Wie viel Strom verbraucht ein Luftreiniger?
Die Hersteller im Vergleich nennen eine Höchstleistung zwischen 12 und 65 Watt. Bei 12 Watt und 24 Stunden täglich ergeben sich etwa 105 kWh im Jahr, bei 36 Watt etwa 315 kWh. Bei 35 Cent je kWh sind das etwa 37 und 110 Euro. Auf niedrigen Stufen und im Automatikmodus liegt der Verbrauch deutlich niedriger.
Wie oft muss der Filter gewechselt werden?
Die Hersteller nennen im Vergleich meist 12 Monate, einzelne 6 bis 12 Monate oder etwa 6 Monate. Die Angabe gilt für durchschnittliche Nutzung. Bei Dauerbetrieb, Haustieren oder Rauch wird früher gewechselt. Viele Geräte zeigen den Zeitpunkt mit einer Leuchte oder in der App an. Der Vorfilter wird zwischendurch gereinigt.
Hilft ein Luftreiniger bei Pollenallergie?
Ein HEPA-Filter hält Pollen zurück und kann die Zahl der Pollen in einem geschlossenen Raum senken. Besonders im Schlafzimmer ist das sinnvoll, wenn das Gerät nachts läuft. Eine Behandlung ersetzt er nicht. Pollen gelangen über Kleidung und Haare in die Wohnung, deshalb hilft es zusätzlich, die Kleidung nicht im Schlafzimmer zu wechseln.
Ersetzt ein Luftreiniger das Lüften?
Nein. Ein Luftreiniger filtert Schwebeteilchen, entfernt aber weder Kohlendioxid noch überschüssige Feuchtigkeit. Beides sinkt nur durch Lüften. Lüften Sie weiterhin mehrmals täglich kurz und kräftig. Stellen Sie das Gerät währenddessen am besten aus oder lassen Sie es in der Phase mit geschlossenem Fenster wieder laufen.
Wie laut ist ein Luftreiniger im Schlafzimmer?
In der Schlafstufe nennen die Hersteller im Vergleich Werte von 15 bis 25 dB. Das liegt unter dem Pegel eines leisen Raums am Tag. Die Angaben stammen aus Messungen unter Laborbedingungen und gelten für die leiseste Stufe. Auf der höchsten Stufe steigen sie bis auf 47,5 bis 63 dB(A). Schalten Sie nachts das Display ab, wenn das Gerät es erlaubt.
Brauche ich eine App?
Nein. Alle Geräte lassen sich am Gerät bedienen. Die App bietet Zeitpläne, Filterstatus und Fernbedienung per Smartphone. Wer sie nutzen will, braucht ein WLAN mit 2,4 GHz. Bei einigen Geräten im Vergleich ist die App-Steuerung nicht genannt. Für ältere Nutzer ist eine gut lesbare Anzeige am Gerät oft wichtiger als die App.
Was ist der Unterschied zwischen HEPA H13 und H14?
Beide Klassen sind in der Norm EN 1822 festgelegt. H13 scheidet mindestens 99,95 % der am schwersten abscheidbaren Teilchen ab, H14 mindestens 99,995 %. Für Wohnräume genügt H13 in der Regel. H14 findet sich eher in Reinräumen und Praxen. Viele Hersteller geben stattdessen 99,97 % bei 0,3 Mikrometern an.
Wo stelle ich den Luftreiniger am besten auf?
Wählen Sie einen Platz mit freiem Raum rundum. Ein Handbuch im Vergleich verlangt 30 cm Abstand nach allen Seiten. Im Schlafzimmer stehen Geräte am besten zwei bis drei Meter vom Bett entfernt. Meiden Sie Nischen, Vorhänge und die Nähe von Heizung oder Küche. Halten Sie die Tür und die Fenster während des Betriebs geschlossen.