So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Akkulaufzeit (25 %)
Bewertet wird die vom Hersteller genannte Spielzeit bei mittlerer Lautstärke, denn sie bestimmt, wie oft nachgeladen werden muss.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. JBL Charge 6 | 1,4 | Bis zu 28 Stunden Spielzeit sind der zweitbeste Wert der zehn Geräte. |
| 2. JBL Flip 7 | 2,1 | Bis zu 16 Stunden, mit Playtime Boost zwei Stunden mehr, liegen im oberen Mittelfeld. |
| 3. Marshall Emberton III | 1,2 | Über 32 Stunden Spielzeit sind der beste Wert im Feld, eine Schnellladung von 20 Minuten bringt 6 Stunden. |
| 4. Anker Soundcore Select 4 Go v2 | 1,8 | Bis zu 20 Stunden Spielzeit sind für ein Gerät dieser Größe ein überdurchschnittlicher Wert. |
| 5. Bose SoundLink Max | 1,8 | Bis zu 20 Stunden Spielzeit bei einer Ladezeit von 5 Stunden. |
| 6. Sony SRS-XB100 | 2,1 | Bis zu 16 Stunden Spielzeit liegen im oberen Mittelfeld der zehn Geräte. |
| 7. Sony ULT Field 1 | 2,9 | Bis zu 12 Stunden Spielzeit liegen im unteren Mittelfeld. |
| 8. Teufel Rockster Go 2 | 2,2 | 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke, im Eco-Modus 28 Stunden. |
| 9. Bose SoundLink Flex (2. Gen.) | 2,9 | Bis zu 12 Stunden Spielzeit bei 4 Stunden Ladezeit liegen im unteren Mittelfeld. |
| 10. Sonos Roam 2 | 3,4 | Bis zu 10 Stunden Spielzeit sind der niedrigste Wert der zehn Geräte. |
Mobilität und Robustheit (20 %)
Gewicht, Maße und Schutzart entscheiden, wie gut sich ein Gerät mitnehmen lässt und ob Sand, Spritzwasser oder ein Sturz in den Pool zum Problem werden.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. JBL Charge 6 | 2,6 | Mit 960 Gramm ist er schwer, dafür gelten IP68 und Stoßfestigkeit bis 1 Meter Fallhöhe. |
| 2. JBL Flip 7 | 1,8 | 560 Gramm, IP68 und Stoßfestigkeit bei kompakter Zylinderform. |
| 3. Marshall Emberton III | 2,1 | 670 Gramm und IP67 liegen im Mittelfeld der tragbaren Geräte. |
| 4. Anker Soundcore Select 4 Go v2 | 1,3 | 265 Gramm, flache Bauform und IP67 machen es zum leichtesten Gerät im Vergleich. |
| 5. Bose SoundLink Max | 3,6 | 2,22 Kilogramm und 26,5 Zentimeter Breite machen ihn zum schwersten Gerät, IP67 und Tragegriff gleichen das teilweise aus. |
| 6. Sony SRS-XB100 | 1,3 | 274 Gramm, kompakte Form, IP67 und ein mitgelieferter Gurt. |
| 7. Sony ULT Field 1 | 2,1 | 650 Gramm und IP67 bei länglicher Form. |
| 8. Teufel Rockster Go 2 | 2,3 | 735 Gramm und IP67 bei kompakten Maßen von 21 x 11 x 6 Zentimetern. |
| 9. Bose SoundLink Flex (2. Gen.) | 2,0 | 590 Gramm, flache Bauform und IP67. |
| 10. Sonos Roam 2 | 1,7 | 430 Gramm, schlanke Form und IP67. |
Klangleistung laut Datenblatt (25 %)
Herangezogen werden Leistungsangabe, Frequenzbereich, Bauart und Stereo-Auslegung, soweit der Hersteller sie nennt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. JBL Charge 6 | 1,5 | Mit 40 Watt RMS und einem Frequenzbereich ab 56 Hertz die höchste Leistungsangabe im Vergleich. |
| 2. JBL Flip 7 | 1,8 | 35 Watt RMS in zwei Wegen und ein Frequenzbereich ab 60 Hertz. |
| 3. Marshall Emberton III | 1,9 | Stereo-Auslegung mit zwei 2-Zoll-Treibern und zwei Passivmembranen, Frequenzbereich ab 65 Hertz. |
| 4. Anker Soundcore Select 4 Go v2 | 3,4 | 5 Watt RMS und ein Frequenzbereich erst ab 90 Hertz sind die schwächsten Klangdaten. |
| 5. Bose SoundLink Max | 1,3 | Echter Stereo-Aufbau mit Hochleistungslautsprechern und dem größten Gehäuse im Vergleich. |
| 6. Sony SRS-XB100 | 3,2 | Ein einzelner Breitbandtreiber mit Passivradiator, keine Leistungsangabe des Herstellers. |
| 7. Sony ULT Field 1 | 2,2 | 10 Watt RMS laut Sony, Frequenzbereich ab 20 Hertz. |
| 8. Teufel Rockster Go 2 | 2,4 | 8 Watt RMS aus zwei Aluminium-Breitbandtreibern und Passivmembran, Frequenzbereich ab 60 Hertz. |
| 9. Bose SoundLink Flex (2. Gen.) | 2,3 | Hochleistungslautsprecher und abgeschirmte Treiber, aber keine Leistungsangabe. |
| 10. Sonos Roam 2 | 2,8 | Kompaktes Gehäuse ohne Angabe zu Leistung und Frequenzbereich. |
Ausstattung und Anschlüsse (15 %)
Gezählt wird, was den Alltag erleichtert: Bluetooth-Version, Kopplung mehrerer Lautsprecher, App, Freisprechen und zusätzliche Anschlüsse.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. JBL Charge 6 | 1,4 | Powerbank-Funktion, Auracast, Bluetooth 5.4 und App sind an Bord. |
| 2. JBL Flip 7 | 1,7 | Bluetooth 5.4, LE Audio, Auracast und App-Steuerung sind vorhanden. |
| 3. Marshall Emberton III | 1,8 | Bluetooth 5.3 LE, Multipoint, Auracast, App und Freisprechen sind vorhanden, ein Stereo-Paar ist nicht möglich. |
| 4. Anker Soundcore Select 4 Go v2 | 2,6 | Bluetooth 5.4, Stereo-Pairing und App sind vorhanden, Auracast und Powerbank werden nicht genannt. |
| 5. Bose SoundLink Max | 1,3 | AUX-Eingang, USB-C zum Laden anderer Geräte, Multipoint, aptX Adaptive, App und Stereo- oder Partymodus. |
| 6. Sony SRS-XB100 | 3,0 | Bluetooth 5.3, Stereo-Pairing und Freisprechen sind vorhanden, eine App wird nicht genannt. |
| 7. Sony ULT Field 1 | 2,4 | Bluetooth 5.3, Stereo-Pairing, App und Freisprechen sind vorhanden. |
| 8. Teufel Rockster Go 2 | 2,3 | App mit Equalizer, Stereo-Paar, Dynamore und Google Fast Pair, aber keine Bluetooth-Version genannt. |
| 9. Bose SoundLink Flex (2. Gen.) | 2,0 | Bluetooth 5.3 mit Multipoint, Stereo- und Partymodus, Mikrofon und App. |
| 10. Sonos Roam 2 | 1,5 | WLAN, Bluetooth 5.2, AirPlay 2, Sprachassistenten, Multiroom, App und induktives Laden. |
Preis-Leistung (15 %)
Das Verhältnis aus den übrigen Teilnoten und dem aktuellen Straßenpreis.
| Produkt | Note | Begründung |
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| 1. JBL Charge 6 | 1,9 | Bei rund 130 Euro stehen starke Daten bei Leistung und Akku gegenüber, das ergibt ein gutes Verhältnis. |
| 2. JBL Flip 7 | 1,7 | Rund 100 Euro bei sehr guter Ausstattung und solider Laufzeit. |
| 3. Marshall Emberton III | 1,9 | Rund 120 Euro für die längste Laufzeit im Vergleich sind ein gutes Verhältnis. |
| 4. Anker Soundcore Select 4 Go v2 | 1,2 | Bei rund 20 Euro ist das Verhältnis aus Laufzeit, Schutz und Gewicht das beste im Vergleich. |
| 5. Bose SoundLink Max | 2,9 | Rund 300 Euro sind der höchste Preis im Vergleich, die Ausstattung ist dafür die vollständigste. |
| 6. Sony SRS-XB100 | 1,3 | Bei rund 40 Euro stehen Laufzeit und Schutzart gut da, das ergibt ein sehr gutes Verhältnis. |
| 7. Sony ULT Field 1 | 1,6 | Rund 60 Euro für diese Daten sind ein gutes Verhältnis. |
| 8. Teufel Rockster Go 2 | 2,2 | Rund 110 Euro für Daten im Mittelfeld ergeben ein durchschnittliches Verhältnis. |
| 9. Bose SoundLink Flex (2. Gen.) | 2,6 | Rund 120 Euro für Mittelfeld-Daten ergeben ein eher schwaches Verhältnis. |
| 10. Sonos Roam 2 | 3,2 | Rund 180 Euro bei kurzer Laufzeit und ohne Leistungsangabe ergeben das schwächste Verhältnis. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Bluetooth-Lautsprecher achten sollten
Bauarten und Größenklassen
Tragbare Bluetooth-Lautsprecher lassen sich in drei Größenklassen einteilen. Kleine Modelle bis etwa 300 Gramm, im Vergleich vertreten durch den Anker Soundcore Select 4 Go v2 und den Sony SRS-XB100, passen in die Jackentasche, kosten 20 bis 40 Euro und liefern einen Klang, der für Küche, Bad und Rucksack genügt. Mittelgroße Geräte zwischen 400 und 800 Gramm, etwa der JBL Flip 7, der Marshall Emberton III oder der Bose SoundLink Flex, bringen mehr Leistung und Schutz mit und kosten im Vergleich 60 bis 180 Euro. Große Geräte wie der JBL Charge 6 oder der Bose SoundLink Max wiegen knapp 1 bis über 2 Kilogramm, haben Tragegurt oder Griff und beschallen auch einen Garten.
Eine Sonderform ist der Lautsprecher mit WLAN, der Bluetooth als zweiten Weg nutzt. Der Sonos Roam 2 gehört dazu. Zu Hause hängt er im WLAN und spielt über Apps und Sprachassistenten, unterwegs verbindet er sich per Bluetooth.
| Klasse | Gewicht im Vergleich | Preis im Vergleich | Typische Einsatzorte |
|---|
| Klein | 265 bis 274 g | 20 bis 40 Euro | Rucksack, Bad, Fahrrad |
| Mittel | 430 bis 735 g | 60 bis 180 Euro | Balkon, Reise, Küche |
| Groß | 960 g bis 2,22 kg | 130 bis 300 Euro | Garten, Terrasse, Feier |
Leistung in Watt richtig lesen
Die Wattangabe wirkt wie ein klares Maß, ist ohne Zusatz aber kaum vergleichbar. Hersteller geben entweder die dauerhaft abgegebene Leistung (RMS) oder eine kurzzeitige Spitzenleistung (Peak) an. Beim Marshall Emberton III nennt heise 20 Watt RMS und 76 Watt Peak, Marshall selbst führt zwei Treiber mit je 10 Watt und einen Verstärker mit 2 x 38 Watt auf. Beim JBL Flip 7 steht bei einem Händler 25 Watt, bei heise 35 Watt. Bose nennt für seine Lautsprecher gar keine Wattzahl. Die Angaben taugen daher nur als grobe Orientierung, am ehesten innerhalb einer Marke.
Aussagekräftiger sind Bauart und Größe. Ein Gehäuse mit zwei Treibern und Passivmembran, wie beim Teufel Rockster Go 2, erzeugt mehr Bass als ein einzelner Treiber in einem Würfel von 7,6 Zentimetern Kantenlänge. Der Frequenzbereich zeigt, wie tief ein Gerät herunterreicht: Der Anker Select 4 Go v2 beginnt bei 90 Hertz, der JBL Charge 6 bei 56 Hertz. Je kleiner die Zahl, desto tiefer der Bass. Für Hintergrundmusik in Küche oder Bad genügen kleine Geräte mit 5 bis 10 Watt, für eine Terrasse mit mehreren Gästen sind größere Gehäuse sinnvoll.
Stereo bedeutet getrennte Kanäle für links und rechts. In einem einzelnen kompakten Gehäuse bleibt der Abstand zwischen den Treibern klein, zwei Geräte als Stereo-Paar erzeugen einen deutlich breiteren Raumeindruck.
Akkulaufzeit, Ladezeit und Stromkosten
Die Spielzeit steht auf jedem Datenblatt und gilt bei mittlerer Lautstärke. Im Vergleich reicht sie von 10 Stunden beim Sonos Roam 2 bis über 32 Stunden beim Marshall Emberton III. Bei hoher Lautstärke und niedrigen Temperaturen sinkt sie. Der Teufel Rockster Go 2 zeigt, wie stark die Messbedingungen die Zahl verändern: 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke, 28 Stunden im Eco-Modus.
Rechenbeispiel: Der JBL Flip 7 hat laut heise einen Akku mit 4.800 Milliamperestunden. Bei der üblichen Nennspannung von 3,7 Volt sind das rund 17,8 Wattstunden. Bei einem Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde kostet eine volle Ladung etwa 0,6 Cent, mit Ladeverlusten bleibt sie unter einem Cent. 100 Ladungen kosten damit weniger als einen Euro. Die laufenden Kosten fallen also kaum ins Gewicht. Wichtiger ist die Lebensdauer des Akkus, denn Lithium-Akkus verlieren nach einigen hundert Ladezyklen spürbar an Kapazität, und bei kompakten Modellen lässt er sich nicht selbst tauschen.
Die Ladezeit liegt laut Hersteller zwischen 2 Stunden beim Marshall Emberton III, 2,5 Stunden beim JBL Flip 7, 4 Stunden beim Bose SoundLink Flex und 5 Stunden beim Bose SoundLink Max. Bei JBL, Sony und Teufel gehört kein Netzteil zum Lieferumfang. Sie brauchen ein USB-C-Netzteil, JBL nennt für den Flip 7 eine unterstützte Ladeleistung von 7,5 bis 15 Watt.
Schutzart: Was IP67 und IP68 bedeuten
Die Schutzart beschreibt in zwei Ziffern den Schutz gegen Staub und Wasser. Alle zehn Geräte im Vergleich tragen IP67 oder IP68, sind also staubdicht und gegen Untertauchen geschützt.
| Code | Staub | Wasser |
|---|
| IPX4 | keine Angabe | Spritzwasser aus allen Richtungen |
| IP67 | staubdicht | zeitweiliges Untertauchen, üblich sind 1 Meter Tiefe für 30 Minuten |
| IP68 | staubdicht | dauerhaftes Untertauchen, die Bedingungen legt der Hersteller fest |
Marshall nennt für den Emberton III ausdrücklich bis zu 30 Minuten in 1 Meter Tiefe. Der Schutz gilt für sauberes Süßwasser und neue Dichtungen. Nach Kontakt mit Meerwasser, Chlorwasser oder Sand sollten Sie das Gerät mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen. Bose weist beim SoundLink Max darauf hin, dass er im nassen Zustand nicht verwendet werden sollte, auch wenn er einen versehentlichen Sturz ins Wasser übersteht. Trocknen Sie die Ladebuchse, bevor Sie ein Kabel einstecken.
Bluetooth-Version, Codecs und Reichweite
Im Vergleich liegen die Bluetooth-Versionen zwischen 5.2 beim Sonos Roam 2 und 5.4 bei mehreren Modellen. Eine neuere Version arbeitet in der Regel stabiler und sparsamer, entscheidend ist aber die ältere der beiden Seiten, also Lautsprecher oder Smartphone. Reichweitenangaben streuen stark: Bose nennt für den SoundLink Max 9 Meter, Marshall für den Emberton III bis zu 100 Meter im freien Feld. Solche Werte gelten ohne Wände und Störquellen, in der Wohnung sind es meist wenige Räume.
Der Codec bestimmt, wie das Signal komprimiert wird. SBC beherrschen alle Geräte, AAC wird von Apple-Geräten genutzt und laut den Quellen vom Sony SRS-XB100, vom Sony ULT Field 1 und vom Marshall Emberton III unterstützt. Der Bose SoundLink Max beherrscht zusätzlich aptX und aptX Adaptive für kompatible Android-Geräte. Bei kleinen Lautsprechern ist der Unterschied zwischen den Codecs meist gering.
Multipoint hält die Verbindung zu zwei Quellgeräten gleichzeitig, etwa Smartphone und Tablet. Marshall Emberton III, Bose SoundLink Flex und Bose SoundLink Max bieten das. LE Audio ist ein neuer Bluetooth-Standard, auf dem die Funktion Auracast aufbaut.
Mehrere Lautsprecher koppeln
Drei Verfahren sind verbreitet. Beim Stereo-Paar übernimmt ein Gerät den linken, das andere den rechten Kanal. Teufel, Sony, Anker und Bose bieten das, Voraussetzung sind zwei gleiche Modelle. Im Partymodus spielen beide Geräte denselben Ton, um einen größeren Bereich zu beschallen. Bei Bose lassen sich Stereo- und Partymodus am Flex und am Max per Shortcut-Taste schalten.
Auracast sendet den Ton an beliebig viele kompatible Empfänger. JBL setzt das bei Flip 7 und Charge 6 ein, verbindet damit aber ausdrücklich Auracast-fähige JBL-Lautsprecher. Marshall nennt beim Emberton III die Auracast-Fähigkeit über LE Audio, ein Stereo-Paar mit zwei Emberton III ist laut Händlerangabe nicht möglich.
Klären Sie vor dem Kauf, welche Geräte miteinander arbeiten. Eine Kopplung über Markengrenzen hinweg ist in der Regel nicht vorgesehen. Wer später ein zweites Gerät ergänzen möchte, sollte das Modell deshalb in der Wunschfarbe und mit gleicher Modellnummer nachkaufen können.
Aufstellen, Anschließen und Bedienen
Die Aufstellung beeinflusst den Klang stark. Stellen Sie das Gerät frei und möglichst auf Ohrhöhe auf. Direkt an einer Wand oder in einer Ecke wird der Bass verstärkt und wirkt schnell dröhnend. Geräte mit Rundum-Abstrahlung wie der Marshall Emberton III oder der Sony SRS-XB100 stehen am besten in der Raummitte, Stereo-Geräte mit Frontabstrahlung zeigen zum Hörer.
Zum Koppeln aktivieren Sie Bluetooth am Smartphone und versetzen den Lautsprecher in den Kopplungsmodus, meist durch langes Drücken der Bluetooth-Taste. Mit Google Fast Pair, das unter anderem Teufel Rockster Go 2, Sony SRS-XB100 und Bose SoundLink Max unterstützen, erscheint bei Android-Geräten ein Fenster zum Koppeln mit einem Fingertipp.
Am Fernseher entsteht bei Bluetooth eine kleine Verzögerung, die bei Videos als Lippenasynchronität auffallen kann. Für diesen Zweck bietet sich ein Gerät mit AUX-Eingang an, im Vergleich laut Datenblatt der Bose SoundLink Max. Das Kabel gehört nicht zum Lieferumfang. Eine App ermöglicht bei den meisten Modellen einen Equalizer und Firmware-Updates. Marshall sichert für den Emberton III mindestens zwei Jahre Software- und Firmware-Updates zu.
Pflege und Lagerung
Spülen Sie das Gerät nach Kontakt mit Salzwasser, Chlor oder Sand unter klarem Wasser ab und lassen Sie es vollständig trocknen, bevor Sie es laden. Verwenden Sie keine Reinigungsmittel, ein feuchtes Tuch und eine weiche Bürste für das Gitter reichen aus. Stechen Sie nicht mit spitzen Gegenständen in Membranen und Dichtungen.
Der Akku mag weder Hitze noch Dauerfrost. Lassen Sie den Lautsprecher nicht im Sommer im Auto oder in der prallen Sonne liegen. Bei längerer Lagerung sollte der Akku etwa zur Hälfte geladen sein, laden Sie ihn alle paar Monate nach. Eine vollständige Tiefentladung schadet dem Akku dauerhaft.
Spielen Sie Firmware-Updates über die App des Herstellers ein, sofern eine verfügbar ist. Auf Neuware gilt in Deutschland eine gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, die Hersteller teils durch eigene Garantien ergänzen. Bewahren Sie den Kaufbeleg auf.
Typische Fehler beim Kauf
- Nur auf Watt achten: Die Zahlen sind kaum vergleichbar, wie das Beispiel Flip 7 mit 25 und 35 Watt zeigt. Bauart, Frequenzbereich und Größe sagen mehr.
- Laufzeit überschätzen: Herstellerangaben gelten bei mittlerer Lautstärke. Planen Sie für laute Feiern deutlich weniger ein.
- IP67 mit unbegrenzter Wasserfestigkeit gleichsetzen: Der Schutz ist an Tiefe und Dauer gebunden.
- Lieferumfang übersehen: Bei mehreren Modellen im Vergleich fehlen Netzteil und Audiokabel.
- Variante verwechseln: Den Anker Soundcore Select 4 Go gibt es laut heise mit Bluetooth 5.3 und mit 5.4. Prüfen Sie die Modellnummer.
- Preise nicht vergleichen: Die Händlerpreise streuen, beim JBL Flip 7 reichen sie bei heise von 89,90 bis 124,95 Euro, beim Sony ULT Field 1 von 59 bis 90 Euro.
- Kopplung über Marken hinweg erwarten: Stereo-Paare und Auracast arbeiten meist nur innerhalb einer Marke.
Fachbegriffe kurz erklärt
| Begriff | Bedeutung |
|---|
| RMS | Dauerhaft abgegebene Leistung eines Verstärkers in Watt |
| Peak | Kurzzeitige Spitzenleistung, deutlich höher als RMS |
| Passivmembran | Membran ohne eigenen Antrieb, die mit dem Luftdruck im Gehäuse schwingt und den Bass verstärkt |
| Frequenzbereich | Spanne der wiedergegebenen Töne in Hertz, ein kleiner Anfangswert bedeutet tieferen Bass |
| Multipoint | Gleichzeitige Verbindung mit zwei Quellgeräten |
| Auracast | Übertragung eines Tons an mehrere kompatible Empfänger auf Basis von LE Audio |
| Codec | Verfahren zur Komprimierung des Tons bei Bluetooth, zum Beispiel SBC, AAC oder aptX |
| Stereo-Pairing | Zwei gleiche Lautsprecher übernehmen linken und rechten Kanal |
| Latenz | Zeitliche Verzögerung zwischen Bild und Ton |
Häufige Fragen zu Bluetooth-Lautsprecher
Was bedeutet IP67 bei einem Bluetooth-Lautsprecher?
IP67 steht für vollständigen Schutz gegen Staub und für zeitweiliges Untertauchen. Üblich sind Prüfbedingungen von 1 Meter Tiefe und 30 Minuten Dauer, Marshall nennt genau diese Werte für den Emberton III. Bei IP68 darf das Gerät dauerhaft untertauchen, die genauen Bedingungen legt der Hersteller fest. Alle zehn Geräte dieses Vergleichs sind nach IP67 oder IP68 geschützt.
Wie lange hält der Akku wirklich?
Die Herstellerangaben gelten bei mittlerer Lautstärke und reichen im Vergleich von 10 bis über 32 Stunden. Bei hoher Lautstärke sinkt die Laufzeit spürbar. Teufel nennt für den Rockster Go 2 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke und 28 Stunden im Eco-Modus. Planen Sie bei lauter Nutzung mit deutlich weniger als den Herstellerwerten.
Kann ich zwei Lautsprecher verschiedener Marken koppeln?
In der Regel nicht. Stereo-Paar und Partymodus funktionieren meist nur mit Geräten derselben Marke, oft sogar nur mit gleichen Modellen. JBL beschreibt Auracast für Auracast-fähige JBL-Lautsprecher. Prüfen Sie vor dem Kauf in der Beschreibung, welche Geräte sich verbinden lassen, und kaufen Sie ein zweites Gerät möglichst aus derselben Reihe.
Lässt sich ein Bluetooth-Lautsprecher am Fernseher nutzen?
Das geht, wenn der Fernseher Bluetooth-Ton ausgibt. Rechnen Sie mit einer kleinen Verzögerung, die bei Sprache auffallen kann. Besser geeignet ist ein Gerät mit AUX-Eingang, im Vergleich laut Datenblatt der Bose SoundLink Max, für das Sie ein Audiokabel benötigen. Für regelmäßiges Fernsehen ist eine Soundbar die passendere Lösung.
Was kostet das Aufladen?
Sehr wenig. Der JBL Flip 7 hat laut heise einen Akku mit 4.800 Milliamperestunden, das sind bei 3,7 Volt rund 17,8 Wattstunden. Bei einem Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde kostet eine volle Ladung etwa 0,6 Cent. Für hundert Ladungen zahlen Sie weniger als einen Euro. Die Kosten für den Akku entstehen vor allem durch seinen Verschleiß.
Muss ich ein Netzteil dazukaufen?
Bei mehreren Modellen ja. Laut den Quellen liegt bei JBL Flip 7, JBL Charge 6, Sony SRS-XB100, Sony ULT Field 1 und Teufel Rockster Go 2 kein Netzteil bei, Marshall liefert beim Emberton III nur ein USB-C-Kabel. Ein USB-C-Netzteil mit 5 bis 15 Watt, wie es für viele Smartphones vorhanden ist, genügt in der Regel.
Wie wichtig ist die Bluetooth-Version?
Die Version bestimmt Stabilität, Energiebedarf und Zusatzfunktionen. Funktionen wie Auracast setzen LE Audio voraus, das neuere Geräte mitbringen. Im Vergleich liegen die Versionen zwischen 5.2 und 5.4. Für Musik vom Smartphone in der Wohnung ist der Unterschied zwischen diesen Versionen gering, relevant wird er für neue Funktionen und bei Verbindungen über größere Entfernungen.
Darf ich den Lautsprecher in die Dusche oder an den Pool mitnehmen?
Mit IP67 oder IP68 ja, solange Sie den Lautsprecher nicht dauerhaft unter Wasser halten. Spülen Sie ihn nach Meerwasser, Chlorwasser oder Sand mit klarem Wasser ab und trocknen Sie ihn. Bose rät beim SoundLink Max ausdrücklich davon ab, ihn im nassen Zustand zu benutzen, auch wenn ein Sturz ins Wasser unschädlich ist.
Worin unterscheiden sich Stereo-Paar, Partymodus und Auracast?
Beim Stereo-Paar spielen zwei gleiche Geräte links und rechts, das ergibt einen breiteren Raumklang. Im Partymodus spielen beide denselben Ton, um mehr Fläche zu beschallen. Auracast sendet an beliebig viele kompatible Empfänger und setzt LE Audio voraus. Bose bietet Stereo- und Partymodus, JBL und Marshall nennen Auracast, Teufel, Sony und Anker das Stereo-Paar.
Fazit
Wer vor allem auf Gewicht und Preis achtet, findet unter 70 Euro kleine und robuste Geräte mit 12 bis 20 Stunden Spielzeit, die für Küche, Bad, Rucksack und Fahrradtour genügen. Im Bereich von 100 bis 130 Euro stehen mittelgroße und große Modelle mit mehr Leistung, App-Steuerung und Funktionen zum Koppeln, einige davon mit Spielzeiten von 28 Stunden und mehr. Die teuersten Geräte ab 180 Euro lohnen sich bei besonderen Anforderungen, etwa für einen vollständigen Stereo-Aufbau mit AUX-Eingang in Haus und Garten oder für die Einbindung in ein WLAN-Netz mit Sprachsteuerung. Prüfen Sie vor dem Kauf Gewicht, Schutzart, Lieferumfang und die genaue Modellnummer. Die Händlerpreise unterscheiden sich teils um mehr als 30 Euro.
Vergleichssieger ist der JBL Charge 6 mit der Gesamtnote 1,7. Das beste Verhältnis von Preis und Leistung bietet der Anker Soundcore Select 4 Go v2 (Note 2,1, ca. 20 €).