So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Bedienung und Display (30 %)
Größe von Innen- und Außendisplay sowie Bauform, weil Lesbarkeit und Tastenführung im Alltag am meisten zählen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset GL795 | 1,7 | Innendisplay mit 2,8 Zoll und Außendisplay mit 1,77 Zoll, dazu eine Klappe gegen versehentliche Eingaben. |
| 2. Beafon SL645 LTE | 1,7 | 2,8 Zoll innen und 1,77 Zoll außen entsprechen dem Standard guter Klapphandys, dazu ein UKW-Radio. |
| 3. Doro Leva L30 | 1,6 | 2,8 Zoll innen und ein 1,4 Zoll großes Außendisplay mit Farbanzeige, dazu Benachrichtigungs-LED. |
| 4. Olympia Vitus 4G | 1,4 | Mit 2,88 Zoll innen und 1,7 Zoll außen hat es das größte Innendisplay der zehn Geräte. |
| 5. Doro Leva E30 | 1,7 | 2,8 Zoll innen und 1,77 Zoll außen, dazu eine Benachrichtigungs-LED und ein UKW-Radio. |
| 6. Emporia Joy LTE | 2,0 | 2,8 Zoll innen, das Außendisplay misst nur 1,1 Zoll bei 128 mal 36 Pixeln. |
| 7. Gigaset GL30 | 2,9 | 2,2 Zoll Farbdisplay ohne Außenanzeige: kleiner als bei den meisten Klapphandys der Gruppe. |
| 8. Maxcom Comfort MM828 4G | 2,3 | Innendisplay mit 2,4 Zoll, Angaben zu einem Außendisplay liegen aus geöffneten Quellen nicht vor. |
| 9. Maxcom Comfort MM445 4G | 2,4 | 2,8 Zoll in Barrenform ohne Außendisplay und ohne Klappe, die Tasten liegen offen. |
| 10. Emporia Simplicity LTE | 3,1 | Mit 2,0 Zoll das kleinste Display der Gruppe, ohne Außendisplay und ohne Klappe. |
Notruf und Sicherheit (25 %)
Notruffunktion, Hörgerätekompatibilität, Ladeschale und Schutzklasse, soweit die Quellen sie nennen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset GL795 | 1,7 | SOS-Taste, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation sind vorhanden, eine IP-Schutzklasse nennt die Datenbank nicht. |
| 2. Beafon SL645 LTE | 1,9 | Notruffunktion, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation sind angegeben, IP-Schutz ist es nicht. |
| 3. Doro Leva L30 | 1,3 | Notruffunktion, GPS und Galileo, IP54, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation: die umfassendste Absicherung der Gruppe. |
| 4. Olympia Vitus 4G | 1,9 | SOS-Taste, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation sind angegeben, IP-Schutz nicht. |
| 5. Doro Leva E30 | 1,5 | Notruffunktion, IP54, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation sind angegeben. |
| 6. Emporia Joy LTE | 1,5 | Notruffunktion, IP54, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation sind angegeben. |
| 7. Gigaset GL30 | 1,7 | SOS-Taste auf der Rückseite ruft bis zu fünf Kontakte an, dazu Hörgerätekompatibilität und Ladeschale. |
| 8. Maxcom Comfort MM828 4G | 3,0 | SOS-Taste ist laut Händler vorhanden, zu Hörgerätekompatibilität und Ladeschale gibt es keine Angabe. |
| 9. Maxcom Comfort MM445 4G | 3,3 | SOS-Taste steht im Otto-Titel, die technische Datenbank nennt sie nur optional, keine Angaben zu Hörgerät und Ladeschale. |
| 10. Emporia Simplicity LTE | 1,5 | Notruffunktion, IP54, Hörgerätekompatibilität und Tischladestation sind angegeben. |
Akku und Handlichkeit (15 %)
Akkukapazität im Verhältnis zum Gewicht, weil ein leichtes Gerät mit langer Laufzeit den Alltag erleichtert.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset GL795 | 1,8 | 1.400 mAh bei 142 g: der Akku ist größer als bei den meisten Klapphandys, das Gerät aber schwerer als der Durchschnitt. |
| 2. Beafon SL645 LTE | 1,5 | 1.550 mAh bei nur 120 g: nach dem Maxcom MM445 die zweitgrößte Akkukapazität der Gruppe. |
| 3. Doro Leva L30 | 2,7 | 1.150 mAh bei 142,7 g gehören zu den schwächeren Werten bei Akku und Gewicht. |
| 4. Olympia Vitus 4G | 3,2 | Die Akkukapazität ist nicht angegeben, bei 146,7 g ist es das schwerste Gerät der Gruppe. |
| 5. Doro Leva E30 | 2,6 | 1.150 mAh bei 137,8 g: kleiner Akku und vergleichsweise hohes Gewicht. |
| 6. Emporia Joy LTE | 1,9 | 1.300 mAh bei 115 g liegen im oberen Mittelfeld. |
| 7. Gigaset GL30 | 1,9 | 1.400 mAh und laut Hersteller bis zu 13 Tage Standby, das Gewicht ist nicht angegeben. |
| 8. Maxcom Comfort MM828 4G | 2,1 | 1.200 mAh bei nur 99,8 g: sehr leicht, der Akku ist durchschnittlich groß. |
| 9. Maxcom Comfort MM445 4G | 1,3 | 1.700 mAh bei 110 g: die größte Akkukapazität der Gruppe bei geringem Gewicht. |
| 10. Emporia Simplicity LTE | 2,0 | 1.200 mAh bei nur 90 g: das leichteste Gerät im Vergleich. |
Ausstattung (15 %)
Kamera, Speicherkarte, Bluetooth, SIM-Aufnahme und Zusatzfunktionen wie GPS oder Staubschutz.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset GL795 | 1,8 | Kamera mit 2 MP, microSD bis 128 GB und Bluetooth 5.0 liegen vorn, GPS oder Staubschutz fehlen. |
| 2. Beafon SL645 LTE | 2,0 | 1,3 MP, microSD bis 64 GB und USB-C liegen im Mittelfeld, Bluetooth ohne Versionsangabe. |
| 3. Doro Leva L30 | 1,3 | 2 MP, GPS, IP54 und microSD bis 128 GB: die breiteste Ausstattung im Vergleich. |
| 4. Olympia Vitus 4G | 2,4 | 0,3 MP, UKW-Radio, microSD bis 64 GB und Bluetooth 5.0 bilden eine einfache Grundausstattung. |
| 5. Doro Leva E30 | 1,9 | Kamera mit 0,3 MP, aber microSD bis 128 GB, Bluetooth 5.0 und IP54. |
| 6. Emporia Joy LTE | 2,1 | 2 MP, IP54 und Bluetooth 5.0, der microSD-Slot nimmt laut Datenbank nur Karten bis 2 GB. |
| 7. Gigaset GL30 | 3,0 | 0,3 MP und Bluetooth 5.0, zu SIM-Format und Speicherkarte nennt der Hersteller nichts. |
| 8. Maxcom Comfort MM828 4G | 2,8 | Kamera mit 0,08 MP und microSD bis 16 GB sind die schwächsten Werte, dafür Dual-SIM und Bluetooth 5.0. |
| 9. Maxcom Comfort MM445 4G | 2,7 | 0,08 MP Kamera, microSD bis 32 GB, Dual-SIM und Bluetooth mit A2DP, keine Besonderheiten. |
| 10. Emporia Simplicity LTE | 3,4 | Keine Angabe zur Kamera und zum Speicherkartenplatz, nur Bluetooth 5.0 und IP54 sind belegt. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis aus den übrigen Teilnoten und dem aktuellen Preis bei Otto.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset GL795 | 1,5 | Rund 60 Euro für die vollständige Ausstattung eines Klapphandys sind das beste Verhältnis der zehn Geräte. |
| 2. Beafon SL645 LTE | 1,8 | Rund 80 Euro sind für diese Ausstattung angemessen, das Gigaset GL795 bietet mehr für weniger. |
| 3. Doro Leva L30 | 2,3 | Mit rund 120 Euro bei Otto das teuerste Gerät, die Ausstattung rechtfertigt einen Teil des Aufpreises. |
| 4. Olympia Vitus 4G | 1,7 | Rund 50 Euro für ein Klapphandy mit großem Display sind ein sehr gutes Verhältnis. |
| 5. Doro Leva E30 | 2,6 | Rund 110 Euro bei Otto sind für 0,3 MP Kamera und 1.150 mAh viel, Preisvergleiche liegen darunter. |
| 6. Emporia Joy LTE | 2,7 | Rund 100 Euro bei Otto sind für die Ausstattung hoch, Preisvergleiche liegen etwa 15 Euro darunter. |
| 7. Gigaset GL30 | 1,8 | Mit rund 40 Euro das günstigste Gerät und für den Preis gut ausgestattet. |
| 8. Maxcom Comfort MM828 4G | 2,4 | Rund 60 Euro sind angemessen, doch fehlende Angaben und die kleinste Kamera schmälern den Wert. |
| 9. Maxcom Comfort MM445 4G | 2,7 | Rund 70 Euro sind für diese schlicht ausgestattete Barrenform und die offene Notruffrage nicht günstig. |
| 10. Emporia Simplicity LTE | 3,1 | Rund 90 Euro bei Otto für 2,0 Zoll Display und lückenhafte Ausstattung sind das schwächste Verhältnis. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Seniorenhandys achten sollten
Worauf es bei einem Seniorenhandy ankommt
Ein Seniorenhandy ist ein Tastentelefon, das auf wenige Funktionen und gute Bedienbarkeit ausgelegt ist. Statt eines Touchscreens gibt es große, beleuchtete Tasten, ein kontrastreiches Display und meist eine eigene Notruftaste. Apps wie WhatsApp oder ein Navigationsprogramm lassen sich auf Geräten mit eigenem Betriebssystem nicht installieren. Dafür starten diese Telefone schnell, und der Akku hält oft mehrere Tage.
Für die Auswahl lohnt sich eine feste Reihenfolge. Zuerst klären Sie das Netz: Das Gerät muss 4G unterstützen und Telefongespräche über VoLTE führen können. Danach folgen Bauform und Displaygröße, weil sie über die tägliche Bedienung entscheiden. Erst dann kommen Notruffunktion, Akku, Kamera und Zusatzfunktionen. Der Preis ist das letzte Kriterium, denn die Spanne im Vergleich reicht nur von rund 40 bis rund 120 Euro. Ein zu knapper Kauf rächt sich eher als ein Aufpreis von 20 Euro.
Die hier verglichenen Geräte sind ausnahmslos Handys mit 4G. Smartphones mit Seniorenmodus gehören nicht dazu, weil sie eine andere Zielgruppe und eine andere Preisklasse haben.
4G, VoLTE und die Abschaltung von 2G und 3G
Mobiltelefone nutzen je nach Alter verschiedene Funkstandards. In Deutschland haben die Netzbetreiber das 3G-Netz (UMTS) im Jahr 2021 abgeschaltet. Für das 2G-Netz (GSM) sind Abschaltungen in den kommenden Jahren angekündigt. Ein Handy, das nur 2G beherrscht, verliert damit irgendwann den Anschluss. Deshalb enthält dieser Vergleich ausschließlich 4G-fähige Geräte.
| Standard | Bezeichnung | Stand in Deutschland |
|---|
| 2G | GSM | Noch in Betrieb, Abschaltung angekündigt |
| 3G | UMTS | Seit 2021 abgeschaltet |
| 4G | LTE | Hauptnetz für Telefonie und Daten |
Beim Telefonieren über 4G kommt der Begriff VoLTE ins Spiel. Er steht für Voice over LTE, also Sprachtelefonie im LTE-Netz. Ohne VoLTE müsste ein Gerät für Gespräche auf 2G oder 3G zurückfallen. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob das Modell VoLTE beherrscht und ob Ihr Mobilfunkanbieter es dafür freigegeben hat. Beim Gigaset GL30 nennt der Hersteller VoLTE ausdrücklich. Bei den übrigen Geräten dieses Vergleichs steht die Angabe in den ausgewerteten Quellen nicht, sie ist beim Händler oder Hersteller zu erfragen.
Wichtig ist außerdem das Frequenzband 20. Es liegt bei 800 MHz und trägt besonders gut in Gebäuden und auf dem Land. Alle Geräte mit Bandangabe in diesem Vergleich unterstützen Band 20.
Klapphandy oder Barrenform
Seniorenhandys gibt es in zwei Bauformen. Das Klapphandy hat eine Klappe, die Tasten und Display schützt. Das Barrentelefon, auch Candybar genannt, hat keine Klappe und ist immer sofort einsatzbereit.
| Merkmal | Klapphandy | Barrenform |
|---|
| Tastensperre | Klappe schützt vor Fehleingaben | Tastensperre per Tastenfolge |
| Gespräch beenden | Zuklappen genügt | Auflegetaste drücken |
| Außendisplay | Meist vorhanden | Nicht nötig |
| Gewicht | Im Vergleich 99,8 bis 146,7 g | Im Vergleich 90 bis 110 g |
| Größe des Displays | Innen 2,4 bis 2,88 Zoll | 2,0 bis 2,8 Zoll |
Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik ist die Klappe oft bequemer, weil sie Annehmen und Beenden eines Gesprächs mit einer einzigen Bewegung erledigt. Wer das Gerät häufig in der Hosentasche trägt, profitiert von der Klappe zusätzlich, weil keine Taste versehentlich gedrückt wird. Die Barrenform ist leichter und dünner. Das Emporia Simplicity LTE wiegt mit 90 g am wenigsten, das Maxcom Comfort MM445 4G bietet mit 2,8 Zoll das größte Display unter den Barrentelefonen.
Display, Tasten und Lesbarkeit
Das Display entscheidet, wie angenehm sich ein Handy täglich nutzen lässt. Im Vergleich liegt die Spanne zwischen 2,0 Zoll beim Emporia Simplicity LTE und 2,88 Zoll beim Olympia Vitus 4G. Eine Diagonale von 2,8 Zoll ermöglicht deutlich größere Schrift als eine von 2,0 Zoll. Die Auflösung der meisten Modelle liegt bei 320 mal 240 Pixeln, das genügt für große Schrift und einfache Menüs.
Bei Klapphandys kommt ein Außendisplay hinzu. Es zeigt Uhrzeit, Anrufer und Nachrichten, ohne dass die Klappe geöffnet werden muss. Hier sind die Unterschiede groß: Das Außendisplay des Emporia Joy LTE misst nur 1,1 Zoll bei 128 mal 36 Pixeln, das des Gigaset GL795 und des Beafon SL645 LTE jeweils 1,77 Zoll.
Achten Sie außerdem auf folgende Punkte:
- Tastengröße und Abstand: Große Tasten mit fühlbarem Druckpunkt verringern Tippfehler.
- Beleuchtung: Beleuchtete Tasten helfen in dunklen Räumen.
- Kontrast: Ein helles Display mit dunkler Schrift ist im Freien besser lesbar.
- Schriftgröße: Gute Geräte erlauben es, die Schrift in den Einstellungen zu vergrößern.
Probieren Sie, wenn möglich, die Tasten im Fachhandel aus. Ein Gerät, das auf dem Papier alles bietet, kann in der Hand zu klein wirken.
Notruftaste, Ortung und Hörgerätekompatibilität
Viele Seniorenhandys haben eine Notruftaste, meist auf der Geräterückseite. Beim Gigaset GL30 ruft sie laut Hersteller nacheinander bis zu fünf hinterlegte Kontakte an, bis jemand das Gespräch annimmt. Solche Tasten rufen in der Regel Angehörige oder Nachbarn an, nicht die Rettungsleitstelle. Die europaweite Notrufnummer 112 lässt sich unabhängig davon jederzeit wählen. Legen Sie deshalb zuerst fest, wer die Notrufkontakte sind, und besprechen Sie mit ihnen, was bei einem Anruf zu tun ist.
Ein zweites Merkmal ist die Hörgerätekompatibilität, kurz HAC. Sie sorgt dafür, dass ein Hörgerät beim Telefonieren möglichst wenig Brummen oder Pfeifen aufnimmt. Alle Geräte im Vergleich mit entsprechender Angabe führen diese Eigenschaft auf. Beim Maxcom Comfort MM828 4G und MM445 4G fehlen dazu Angaben in den geöffneten Quellen.
Das Doro Leva L30 ist laut Geizhals das einzige Gerät mit GPS und Galileo. Eine Ortung ist für Angehörige hilfreich, die im Notfall den Aufenthaltsort kennen wollen. Ob und wie die Ortung mit der Notruffunktion zusammenarbeitet, klärt das Handbuch des Herstellers.
Die Schutzklasse IP54 bedeutet: gegen Staub in schädlicher Menge geschützt und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Das Gerät ist damit für den Alltag robust, aber nicht für Untertauchen oder Strahlwasser gedacht.
Akku, Ladeschale und Alltagsnutzung
Der Akku gehört zu den Stärken von Tastenhandys. Das Gigaset GL30 hält laut Hersteller bis zu 13 Tage im Standby und bis zu neun Stunden im Gespräch. Das größte Akkupaket im Vergleich steckt im Maxcom Comfort MM445 4G mit 1.700 mAh, das kleinste mit 1.150 mAh im Doro Leva E30 und Doro Leva L30. Die Kapazität allein sagt wenig, wenn das Gerät viel Strom für Display und Funk braucht. Als Faustregel gilt: Ein Telefon, das selten genutzt wird, kommt mit einem Ladevorgang pro Woche aus.
Praktisch ist die Ladeschale. Sie macht das Laden einfacher, weil das Handy nur hineingestellt werden muss und kein Kabel in die kleine Buchse zu stecken ist. Die meisten Geräte im Vergleich liefern eine Tischladestation mit.
Rechenbeispiel zu den Stromkosten: Ein Akku mit 1.400 mAh und 3,7 Volt Nennspannung speichert etwa 5,2 Wattstunden, das sind rund 0,005 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde kostet eine Ladung etwa 0,2 Cent. Bei einer Ladung pro Woche summiert sich das auf rund 10 Cent im Jahr. Die laufenden Kosten des Telefons entstehen also fast vollständig durch den Mobilfunktarif.
Bei wechselbaren Akkus lässt sich ein verbrauchter Akku später ersetzen. Das verlängert die Lebensdauer des Geräts erheblich. Acht der zehn Geräte nennen einen wechselbaren Akku, bei den beiden Maxcom-Modellen fehlt die Angabe. Beim Olympia Vitus 4G ist der Akku wechselbar, seine Kapazität fehlt in den Quellen.
Laufende Kosten: Prepaid oder Vertrag
Ein Seniorenhandy braucht eine SIM-Karte und einen Tarif. Für Wenigtelefonierer eignen sich Prepaid-Tarife ohne Grundgebühr oder mit kleiner Monatsgebühr. Bei Vertragstarifen fallen meist eine feste Gebühr und eine Mindestlaufzeit an. Die Preise der Anbieter ändern sich häufig, deshalb dient die folgende Rechnung nur als Beispiel mit angenommenen Beträgen.
| Beispiel | Kosten je Abrechnungszeitraum | Kosten im Jahr |
|---|
| Prepaid mit 4,99 Euro alle vier Wochen | 4,99 Euro | 64,87 Euro (13 Zeiträume) |
| Tarif mit 9,99 Euro im Monat | 9,99 Euro | 119,88 Euro |
Rechnen Sie die Anschaffung dazu: Ein Gerät für 40 Euro und ein Tarif für 64,87 Euro im Jahr ergeben im ersten Jahr rund 105 Euro. Bei einem Gerät für 120 Euro und demselben Tarif sind es rund 185 Euro. Über drei Jahre verteilt, verschiebt sich der Unterschied zwischen den Geräten kaum noch, weil der Tarif den Hauptteil der Kosten ausmacht.
Ein Datenvolumen brauchen Sie bei diesen Geräten kaum. Sprachminuten und SMS stehen im Vordergrund. Achten Sie darauf, dass der Tarif VoLTE unterstützt, sonst funktionieren Gespräche auf 4G-Handys unter Umständen nicht.
SIM-Karte einlegen und Gerät einrichten
Die meisten Geräte im Vergleich nehmen eine Nano-SIM auf, das ist die kleinste Bauform mit 12,3 mal 8,8 Millimetern. Das Gigaset GL795, das Beafon SL645 LTE, das Emporia Simplicity LTE und die Doro-Modelle haben einen einzelnen Nano-SIM-Einschub. Das Maxcom Comfort MM828 4G und MM445 4G nehmen zwei Nano-SIM-Karten auf. Ältere SIM-Karten im Mini-Format von 25 mal 15 Millimetern passen nicht, der Anbieter schickt auf Anfrage kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr einen Ersatz.
Die Einrichtung läuft in der Regel in diesen Schritten ab:
- Rückseite öffnen und den Akku herausnehmen.
- SIM-Karte mit den Kontakten nach unten in den Schacht schieben und, falls vorhanden, die Speicherkarte einsetzen.
- Akku einsetzen, Rückseite schließen und das Gerät einige Stunden laden.
- Das Gerät einschalten, die PIN eingeben und Datum, Uhrzeit und Sprache einstellen.
- Notrufkontakte, Kurzwahlnummern und gegebenenfalls Lautstärke und Schriftgröße einstellen.
Lassen Sie sich beim ersten Mal von einer vertrauten Person helfen. Prüfen Sie nach dem Einrichten, ob die SOS-Taste wirklich die gewünschten Nummern anruft, und lassen Sie die Kontakte einmal anrufen.
Typische Fehler beim Kauf
Beim Kauf eines Seniorenhandys treten immer wieder dieselben Fehler auf. Wer sie kennt, spart Geld und Ärger.
- Gerät nur mit 2G gekauft: Sehr günstige Modelle unterstützen nur 2G und verlieren mit der Abschaltung ihre Funktion.
- VoLTE nicht geprüft: Ohne VoLTE-Freigabe des Anbieters kann ein 4G-Handy nicht telefonieren.
- Zu kleines Display gewählt: Das schwächste Display im Vergleich misst 2,0 Zoll, die Spitze liegt bei 2,88 Zoll.
- Notruftaste nicht eingerichtet: Die Taste ruft nur Kontakte an, die vorher gespeichert wurden.
- Hörgerät nicht bedacht: Wer ein Hörgerät trägt, sollte auf die Angabe HAC achten.
- Nur nach dem Preis entschieden: Die Preise in den Händlerlisten unterscheiden sich um bis zu rund 30 Euro für dasselbe Gerät.
Vergleichen Sie daher mehrere Händler. Bei Doro Leva E30, Doro Leva L30 und Emporia Joy LTE lag der Preis bei Otto deutlich über den Angaben in Preisvergleichsportalen. Ein Blick auf mehrere Händler lohnt sich auch beim Maxcom MM445 4G und beim MM828 4G, weil Angaben zu Hörgerät und Ladeschale fehlen. Fragen Sie vor dem Kauf nach, ob eine Ladeschale mitgeliefert wird.
Fachbegriffe kurz erklärt
- 4G oder LTE: Mobilfunkstandard der vierten Generation, in Deutschland das Hauptnetz.
- VoLTE: Sprachtelefonie im LTE-Netz, nötig, wenn 2G und 3G wegfallen.
- Band 20: Frequenz bei 800 MHz mit guter Reichweite, besonders in Gebäuden.
- HAC: Hearing Aid Compatibility, also Verträglichkeit mit Hörgeräten.
- IP54: Schutzklasse gegen Staub und Spritzwasser.
- Nano-SIM: Kleinste SIM-Bauform mit 12,3 mal 8,8 Millimetern.
- Dual-SIM: Zwei SIM-Karten im selben Gerät.
- MP: Megapixel, Maß für die Auflösung der Kamera. 0,3 MP entsprechen etwa 640 mal 480 Bildpunkten.
- mAh: Milliamperestunden, Maß für die Akkukapazität.
- Candybar: Englischer Ausdruck für die Barrenform ohne Klappe.
- SAR-Wert: Maß für die Aufnahme von Funkwellen im Körper, der EU-Grenzwert liegt bei 2 Watt pro Kilogramm.
Häufige Fragen zu Seniorenhandys
Warum enthält der Vergleich nur Geräte mit 4G?
Das 3G-Netz wurde in Deutschland 2021 abgeschaltet, für 2G sind Abschaltungen angekündigt. Ein Handy ohne 4G könnte deshalb in einigen Jahren keine Gespräche mehr führen. Geräte mit 4G sind auf die kommenden Jahre besser vorbereitet, sofern Gerät und Tarif VoLTE unterstützen.
Was bedeutet VoLTE und brauche ich es?
VoLTE steht für Voice over LTE und bedeutet, dass Gespräche über das 4G-Netz geführt werden. Ohne diese Technik fällt ein Handy für Telefonate auf 2G oder 3G zurück, wo diese Netze wegfallen. Prüfen Sie beim Kauf, ob das Modell VoLTE unterstützt und ob Ihr Anbieter es freigegeben hat.
Ersetzt die Notruftaste den Anruf bei 112?
Nein. Die Taste ruft bei den hier verglichenen Geräten in der Regel die zuvor gespeicherten Kontakte an, nicht die Rettungsleitstelle. Beim Gigaset GL30 sind das laut Hersteller bis zu fünf Kontakte nacheinander. Die Nummer 112 lässt sich unabhängig davon jederzeit wählen und bleibt der schnellste Weg zu professioneller Hilfe.
Klapphandy oder Barrentelefon, was ist besser?
Das hängt von den Gewohnheiten ab. Ein Klapphandy schützt die Tasten vor Fehleingaben und beendet Gespräche beim Zuklappen. Ein Barrentelefon ist leichter und braucht keinen Griff zum Aufklappen. Im Vergleich wiegen Klapphandys 99,8 bis 146,7 g, Barrentelefone 90 bis 110 g.
Was bedeutet hörgerätekompatibel?
Die Abkürzung HAC steht für Hearing Aid Compatibility. Das Telefon ist so gebaut, dass es ein Hörgerät beim Telefonieren möglichst wenig stört, etwa durch Brummen. Wer ein Hörgerät trägt, sollte auf diese Angabe achten. Beim Maxcom Comfort MM828 4G und MM445 4G fehlt sie in den ausgewerteten Quellen.
Wie lange hält der Akku eines Seniorenhandys?
Das hängt vom Gerät und von der Nutzung ab. Der Hersteller des Gigaset GL30 nennt bis zu 13 Tage Standby und bis zu neun Stunden Gesprächszeit. Wer das Telefon selten benutzt, lädt es meist einmal pro Woche. Mit einer Ladeschale ist das Laden einfach, weil das Gerät nur hineingestellt wird.
Kann ich WhatsApp auf einem Seniorenhandy nutzen?
Nein. Die Geräte in diesem Vergleich haben ein eigenes, einfaches Betriebssystem ohne App-Store. Anrufe, SMS und die Kamera funktionieren, Messenger-Apps lassen sich nicht installieren. Wer WhatsApp nutzen möchte, braucht ein Smartphone. Smartphones mit Seniorenmodus sind nicht Teil dieses Vergleichs.
Welche SIM-Karte passt in die Geräte?
Die meisten Modelle benötigen eine Nano-SIM mit 12,3 mal 8,8 Millimetern. Das Maxcom Comfort MM828 4G und MM445 4G nehmen sogar zwei Nano-SIM-Karten auf. Ältere SIM-Karten im Mini-Format passen nicht. Ihr Anbieter schickt auf Anfrage eine neue Karte, oft kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr.
Was bedeutet IP54 bei einem Handy?
IP54 beschreibt die Schutzklasse des Gehäuses. Die erste Ziffer 5 steht für Schutz gegen Staub in schädlicher Menge, die zweite Ziffer 4 für Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Das Gerät übersteht also Regentropfen oder einen Spritzer in der Küche, nicht aber das Untertauchen. IP54 führen Doro Leva E30, Leva L30, Emporia Joy LTE und Simplicity LTE auf.