Blutdruckmessgeräte Vergleich 2026

Stand: Oktober 2026 | 10 Produkte im Vergleich | Bewertet nach 5 Kriterien

Wer den Blutdruck regelmäßig zu Hause kontrolliert, bringt der Ärztin oder dem Arzt verlässlichere Werte mit als aus einer einzelnen Messung in der Praxis. Dieser Vergleich stellt zehn Oberarm-Blutdruckmessgeräte gegenüber, die im Oktober 2026 bei Amazon und Otto gelistet sind. Die Preise reichen von rund 30 bis 100 Euro. Verglichen wurden Manschettengröße, Speicher, Herzrhythmus-Erkennung, angegebene klinische Validierung, Anbindung an eine App und Ausstattung. Handgelenkgeräte sind nicht Teil des Vergleichs. Die Angaben stammen von Herstellerseiten, Händlerseiten und Preisvergleichen.

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Blutdruckmessgeräte

Unsere Empfehlungen

VERGLEICHS-SIEGERBlutdruckmessgerä.1,5SEHR GUTdeutsche-deals.com10/2026

Omron X7 Smart AFib

Beste Gesamtnote im Vergleich. Geeignet für: Für Paare, die Werte per App auswerten und auf Vorhofflimmern hinweisen lassen möchten und den höheren Preis akzeptieren.

1,5sehr gut ca. 90 €

PREIS-LEISTUNGS-SIEGERBlutdruckmessgerä.1,8GUTdeutsche-deals.com10/2026

Omron X3 Comfort AFib

Bestes Verhältnis von Preis und Leistung. Geeignet für: Für alle, die ein validiertes Gerät mit Vorhofflimmer-Hinweis ohne Smartphone nutzen möchten.

1,8gut ca. 50 €

Das Wichtigste in Kürze

Blutdruckmessgeräte im Vergleich: alle 10 Produkte

Produkt1.VERGLEICHS-SIEGERBlutdruckmessgerä.1,5SEHR GUTdeutsche-deals.com10/2026Omron X7 Smart AFib2.Braun ExactFit 5 Connect BUA63503.PREIS-LEISTUNGS-SIEGERBlutdruckmessgerä.1,8GUTdeutsche-deals.com10/2026Omron X3 Comfort AFib4.Braun ExactFit 3 BUA61505.Beurer BM 356.Medisana BU 535 Voice7.Withings BPM Connect8.Medisana BU 5129.Beurer BM 5810.Boso medicus smart
Gesamtnote1,5sehr gut1,7gut1,8gut2,1gut2,3gut2,3gut2,3gut2,5gut2,5gut2,6befriedigend
Preis (ca.)90 €60 €50 €40 €30 €30 €100 €30 €40 €50 €
Kundenbewertung4,5 von 5
2.718 Bewertungen
4,5 von 5
6.492 Bewertungen
4,5 von 5
1.368 Bewertungen
4,5 von 5
4.540 Bewertungen
4,5 von 5
10.249 Bewertungen
4,4 von 5
2.818 Bewertungen
4,5 von 5
69 Bewertungen
4,5 von 5
403 Bewertungen
4,2 von 5
3.837 Bewertungen
k. A.
Manschettenumfang22 bis 42 cm22 bis 42 cm (2 Manschetten)22 bis 42 cm22 bis 42 cm (2 Manschetten)22 bis 36 cm22 bis 36 cm22 bis 42 cm22 bis 36 cm22 bis 30 cm22 bis 32 cm
Speicherplätze2 x 100 + Gastmodus2 x 602 x 60 + Gastmodus2 x 402 x 602 x 120Verlauf in der App2 x 902 x 60k. A.
Herzrhythmus-ErkennungAFib-Screening bei jeder MessungUnregelmäßiger HerzschlagAFib-Screening bei jeder Messungk. A.Arrhythmie-ErkennungAnzeige (IHB-Funktion)k. A.Arrhythmie-AnzeigeArrhythmie-ErkennungArrhythmie-Erkennung
Klinische ValidierungJa (Diabetes, Schwangerschaft)Ja (ESH-Protokoll)Ja (Diabetes, Schwangerschaft)Ja (ESH-Protokoll)k. A.k. A.k. A.k. A.k. A.Ja (Siegel Hochdruckliga)
App und AnbindungBluetooth, OMRON connectBluetooth, Healthy Heart AppKeinek. A.Scan & Save (App)k. A.WLAN und Bluetooth, Appk. A.USB und Scan & Savek. A.
Farbige Einstufungk. A.Farbcodiert (WHO)k. A.Farbcodiert (WHO)Risikoindikator, FarbskalaAmpel-FarbskalaFarbcodierung am DisplayWHO-AmpelskalaRisikoindikator, Farbskalak. A.
Stromversorgung4 AA-Batterien4 AA-Batterien4 AA-Batterien4 AA-BatterienBatterien, ca. 300 Messungen4 AA-BatterienAkku, bis zu 2 Monate4 AA-BatterienBatterie, Netzteil möglichBatterie, 1 x AA im Lieferumfang
Gewicht440 g (Gerät)k. A.k. A.500 g391 g (ohne Verpackung)230 g250 g300 g680 g (ohne Verpackung)k. A.
Im LieferumfangAufbewahrungstasche2 Manschetten, BeutelEtui, Batterien2 Manschetten, TascheTasche, BlutdruckpassAufbewahrungsbeutelk. A.k. A.AufbewahrungstascheEtui, Batterie, Blutdruckpass
Stärken
  • AFib-Screening bei jeder Messung
  • Manschette für 22 bis 42 cm
  • 2 x 100 Speicherplätze plus Gastmodus
  • Validierung auch für Diabetes, Schwangerschaft
  • Zwei Manschetten für 22 bis 42 cm
  • Bluetooth und Healthy Heart App
  • Genauigkeit nach ESH-Protokoll angegeben
  • XL-Display mit farbiger Einstufung
  • AFib-Screening bei jeder Messung
  • Manschette für 22 bis 42 cm
  • Erkennt Körperbewegungen bei der Messung
  • Klinisch validiert laut Omron
  • Zwei Manschetten für 22 bis 42 cm
  • Genauigkeit nach ESH-Protokoll angegeben
  • Farbige WHO-Einstufung
  • Unter 45 Euro mit zwei Manschetten
  • Sehr günstig bei breiter Ausstattung
  • Durchschnittswerte für Morgen und Abend
  • Risikoindikator mit farbiger Skala
  • Über 1.100 Bewertungen bei Otto
  • Sprachausgabe in sechs Sprachen
  • Je 120 Speicherplätze für zwei Nutzer
  • Große Ziffern, Ampel-Farbskala
  • Sehr leicht mit etwa 230 g
  • Automatische Übertragung per WLAN und Bluetooth
  • Akku, bis zu zwei Monate Laufzeit
  • Manschette für 22 bis 42 cm
  • Leicht mit 250 g
  • Große Ziffern, WHO-Ampelskala
  • Je 90 Speicherplätze für zwei Nutzer
  • Durchschnitt aller gespeicherten Werte
  • 403 Bewertungen bei Otto
  • Beleuchtetes Display, Sensor-Touch-Tasten
  • Übertragung per USB und Scan & Save
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Arrhythmie-Erkennung und Risikoindikator
  • Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • Arrhythmie-Erkennung
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Etui und Blutdruckpass im Lieferumfang
Schwächen
  • Mit 90 Euro eines der teuersten Geräte
  • Keine farbige Einstufung angegeben
  • Rund 20 Euro teurer als ExactFit 3
  • Keine App oder Datenübertragung
  • Nur 2 x 40 Speicherplätze
  • Keine Herzrhythmus-Erkennung angegeben
  • Manschette nur für 22 bis 36 cm
  • Keine Validierung angegeben
  • Manschette nur für 22 bis 36 cm
  • Keine Validierung angegeben
  • Mit 100 Euro das teuerste Gerät
  • Keine Herzrhythmus-Erkennung angegeben
  • Keine Validierung angegeben
  • Manschette nur für 22 bis 36 cm
  • Manschette nur für 22 bis 30 cm
  • Keine Validierung angegeben
  • Halbautomatisch, Aufpumpen von Hand
  • Keine Angaben zu Speicher und Daten
Zum Angebot

Preise: ungefährer Straßenpreis, Stand Oktober 2026. Den aktuellen Preis sehen Sie beim Händler.

Die 10 Blutdruckmessgeräte im Einzelnen

1.

Omron X7 Smart AFib Vergleichssieger

Gesamtnote 1,5 (sehr gut)Preis ca. 90 € 4,5 von 5 (2.718 Bewertungen bei Amazon)

Das X7 Smart AFib von Omron kostet bei Otto rund 90 Euro und bietet dafür den größten Umfang im Vergleich. Bei jeder Messung prüft es auf mögliches Vorhofflimmern, das Ergebnis ersetzt keine ärztliche Diagnose. Die Intelli Wrap Manschette deckt 22 bis 42 cm ab, es gibt also keine zweite Manschette zu wechseln. Zwei Nutzer speichern je 100 Messwerte, dazu kommt ein Gastmodus. Omron nennt eine klinische Validierung, auch für Typ-2-Diabetes und für die Schwangerschaft. Die Werte lassen sich per Bluetooth an die App OMRON Connect übertragen. Das Gerät wiegt 440 g und läuft mit vier AA-Batterien. Bei Otto steht es mit 5,0 Sternen aus 39 Bewertungen, eine vergleichsweise kleine Zahl. Eine farbige Einstufung der Werte nennt der Hersteller auf seiner Seite nicht.

Stärken

  • AFib-Screening bei jeder Messung
  • Manschette für 22 bis 42 cm
  • 2 x 100 Speicherplätze plus Gastmodus
  • Validierung auch für Diabetes, Schwangerschaft

Schwächen

  • Mit 90 Euro eines der teuersten Geräte
  • Keine farbige Einstufung angegeben

Geeignet für: Für Paare, die Werte per App auswerten und auf Vorhofflimmern hinweisen lassen möchten und den höheren Preis akzeptieren.

VERGLEICHS-SIEGERBlutdruckmessgerä.1,5SEHR GUTdeutsche-deals.com10/2026
2.

Braun ExactFit 5 Connect BUA6350

Gesamtnote 1,7 (gut)Preis ca. 60 € 4,5 von 5 (6.492 Bewertungen bei Amazon)

Das ExactFit 5 Connect von Braun liegt bei Otto bei rund 60 Euro. Im Lieferumfang stecken zwei Manschetten, S/M und L/XL, zusammen für 22 bis 42 cm. Laut Händlerangabe ist die Genauigkeit nach dem Protokoll der Europäischen Gesellschaft für Bluthochdruck nachgewiesen. Das Gerät zeigt unregelmäßigen Herzschlag an, stuft Werte farbig nach WHO ein und überträgt per Bluetooth an die App Braun Healthy Heart. Zwei Nutzer speichern je 60 Messwerte, außerdem lässt sich der Durchschnitt der letzten drei Messungen abrufen. Das XL-Display ist gut ablesbar, betrieben wird das Gerät mit vier AA-Batterien. Bei Otto kommt es auf 4,5 Sterne aus 205 Bewertungen. Das Gewicht ist auf den geprüften Seiten nicht angegeben.

Stärken

  • Zwei Manschetten für 22 bis 42 cm
  • Bluetooth und Healthy Heart App
  • Genauigkeit nach ESH-Protokoll angegeben
  • XL-Display mit farbiger Einstufung

Schwächen

  • Rund 20 Euro teurer als ExactFit 3

Geeignet für: Für Haushalte mit unterschiedlichen Armumfängen, die Messwerte auf dem Smartphone verfolgen möchten.

1,7gut
3.

Omron X3 Comfort AFib Preis-Leistungs-Sieger

Gesamtnote 1,8 (gut)Preis ca. 50 € 4,5 von 5 (1.368 Bewertungen bei Amazon)

Das X3 Comfort AFib kostet bei Otto rund 50 Euro und gehört damit zur mittleren Preisklasse. Es teilt sich mit dem X7 die Intelli Wrap Manschette für 22 bis 42 cm, das AFib-Screening bei jeder Messung und die klinische Validierung, die Omron auch für Schwangerschaft und Typ-2-Diabetes angibt. Es speichert 2 x 60 Messwerte plus Gastmodus und weist auf Körperbewegungen während der Messung hin. Eine App-Anbindung fehlt, laut Omron ist das Gerät nicht vernetzt. Die Werte müssen Sie also selbst notieren. Zum Lieferumfang gehören vier AA-Batterien und ein Etui. Bei Otto liegt die Bewertung bei 4,5 Sternen aus 24 Bewertungen. Zum Gewicht und zu einer farbigen Einstufung der Werte macht die Herstellerseite keine Angaben.

Stärken

  • AFib-Screening bei jeder Messung
  • Manschette für 22 bis 42 cm
  • Erkennt Körperbewegungen bei der Messung
  • Klinisch validiert laut Omron

Schwächen

  • Keine App oder Datenübertragung

Geeignet für: Für alle, die ein validiertes Gerät mit Vorhofflimmer-Hinweis ohne Smartphone nutzen möchten.

PREIS-LEISTUNGS-SIEGERBlutdruckmessgerä.1,8GUTdeutsche-deals.com10/2026
4.

Braun ExactFit 3 BUA6150

Gesamtnote 2,1 (gut)Preis ca. 40 € 4,5 von 5 (4.540 Bewertungen bei Amazon)

Das ExactFit 3 von Braun kostet bei Otto rund 40 Euro und liefert wie das größere Modell zwei Manschetten mit, für 22 bis 32 cm und für 32 bis 42 cm. Braun gibt eine nachgewiesene Genauigkeit nach dem ESH-Protokoll an, die Druckgenauigkeit liegt bei plus/minus 3 mmHg. Die Werte werden farbig nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation eingestuft. Zwei Nutzer speichern je 40 Messwerte, auf Wunsch zeigt das Gerät den Durchschnitt der letzten drei Messungen. Eine Herzrhythmus-Erkennung nennt die Händlerseite nicht. Das Gerät wiegt 500 g und läuft mit vier AA-Batterien, im Lieferumfang liegen eine Aufbewahrungstasche und eine Kurzanleitung. Bei Otto steht es bei 4,5 Sternen aus 146 Bewertungen.

Stärken

  • Zwei Manschetten für 22 bis 42 cm
  • Genauigkeit nach ESH-Protokoll angegeben
  • Farbige WHO-Einstufung
  • Unter 45 Euro mit zwei Manschetten

Schwächen

  • Nur 2 x 40 Speicherplätze
  • Keine Herzrhythmus-Erkennung angegeben

Geeignet für: Für alle, die zwei Manschettengrößen zum kleinen Preis suchen und auf Zusatzfunktionen verzichten können.

2,1gut
5.

Beurer BM 35

Gesamtnote 2,3 (gut)Preis ca. 30 € 4,5 von 5 (10.249 Bewertungen bei Amazon)

Das BM 35 von Beurer kostet rund 30 Euro und gehört zu den günstigsten Geräten im Vergleich. Die Ausstattung ist trotzdem breit: Arrhythmie-Erkennung, ein Risikoindikator mit farbiger Skala und die Durchschnittsberechnung aller gespeicherten Werte sowie von Morgen- und Abendblutdruck der letzten sieben Tage. Zwei Nutzer speichern je 60 Messwerte. Die Manschette ist für 22 bis 36 cm ausgelegt, eine XL-Manschette für 30 bis 42 cm gibt es als Zubehör. Mit Scan & Save lassen sich Werte per Smartphone-Kamera in die App übertragen. Das Gerät wiegt 391 g, ein Batteriesatz reicht laut Beurer für etwa 300 Messungen. Eine klinische Validierung nennt die Herstellerseite nicht. Bei Otto stehen 4,5 Sterne aus 1.199 Bewertungen, die höchste Zahl in diesem Vergleich.

Stärken

  • Sehr günstig bei breiter Ausstattung
  • Durchschnittswerte für Morgen und Abend
  • Risikoindikator mit farbiger Skala
  • Über 1.100 Bewertungen bei Otto

Schwächen

  • Manschette nur für 22 bis 36 cm
  • Keine Validierung angegeben

Geeignet für: Für preisbewusste Käufer mit normalem Oberarmumfang, die ein einfaches Gerät mit Durchschnittsanzeige suchen.

2,3gut
6.

Medisana BU 535 Voice

Gesamtnote 2,3 (gut)Preis ca. 30 € 4,4 von 5 (2.818 Bewertungen bei Amazon)

Das BU 535 Voice von Medisana kostet bei Otto rund 30 Euro und ist auf gute Ablesbarkeit ausgelegt: große Ziffern und eine Sprachausgabe, die Werte auf Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Italienisch oder Türkisch ansagt. Die Messwerte werden mit einer Ampel-Farbskala eingestuft, unregelmäßiger Herzschlag wird angezeigt. Zwei Nutzer haben je 120 Speicherplätze, das ist der größte Speicher je Nutzer im Vergleich. Auf Wunsch berechnet das Gerät den Durchschnitt der letzten drei Messwerte. Die Manschette passt für 22 bis 36 cm, größere Oberarme brauchen eine Zusatzmanschette für 30 bis 42 cm. Das Gerät wiegt etwa 230 g und läuft mit vier AA-Batterien. Bei Otto sind es 4,5 Sterne aus 138 Bewertungen. Eine klinische Validierung nennt Medisana nicht.

Stärken

  • Sprachausgabe in sechs Sprachen
  • Je 120 Speicherplätze für zwei Nutzer
  • Große Ziffern, Ampel-Farbskala
  • Sehr leicht mit etwa 230 g

Schwächen

  • Manschette nur für 22 bis 36 cm
  • Keine Validierung angegeben

Geeignet für: Für ältere Nutzer mit schwächerem Sehvermögen, die sich Messwerte ansagen lassen möchten.

2,3gut
7.

Withings BPM Connect

Gesamtnote 2,3 (gut)Preis ca. 100 € 4,5 von 5 (69 Bewertungen bei Otto)

Das BPM Connect von Withings ist mit rund 100 Euro das teuerste Gerät im Vergleich. Es überträgt Messwerte automatisch per WLAN oder auf Wunsch per Bluetooth an die kostenlose App Health Mate, dafür muss das Smartphone nicht eingeschaltet in der Nähe liegen. Ein LED-Matrix-Display zeigt die Werte mit Farbcodierung an. Der Akku wird per Micro-USB geladen und hält laut Händlerangabe bis zu zwei Monate. Die Manschette passt für 22 bis 42 cm, das Gerät wiegt 250 g. Angaben zu Herzrhythmus-Erkennung, klinischer Validierung und Zubehör fanden sich auf den geprüften Seiten nicht. Bei Otto kommt es auf 4,5 Sterne aus 69 Bewertungen. Der Verlauf liegt in der App, ein Speicher im Gerät selbst wird nur allgemein mit Ja angegeben.

Stärken

  • Automatische Übertragung per WLAN und Bluetooth
  • Akku, bis zu zwei Monate Laufzeit
  • Manschette für 22 bis 42 cm
  • Leicht mit 250 g

Schwächen

  • Mit 100 Euro das teuerste Gerät
  • Keine Herzrhythmus-Erkennung angegeben

Geeignet für: Für technikaffine Nutzer, die Werte automatisch in einer App sammeln und mit der Ärztin oder dem Arzt teilen möchten.

2,3gut
8.

Medisana BU 512

Gesamtnote 2,5 (gut)Preis ca. 30 € 4,5 von 5 (403 Bewertungen bei Otto)

Das BU 512 von Medisana kostet bei Otto rund 30 Euro und beschränkt sich auf die Grundfunktionen. Es zeigt Systole, Diastole, Puls, Datum und Uhrzeit auf einem Display mit großen Ziffern, stuft die Werte mit einer WHO-Ampelskala ein und weist auf unregelmäßigen Herzschlag hin. Zwei Nutzer haben je 90 Speicherplätze, auf Wunsch berechnet das Gerät den Durchschnitt aller gespeicherten Messungen. Die Manschette passt für 22 bis 36 cm, eine größere für 32 bis 42 cm ist als Sonderzubehör erhältlich. Das Gerät wiegt etwa 300 g und läuft mit vier AA-Batterien. Eine Validierung, eine App und Angaben zum Zubehör im Lieferumfang nennt die Herstellerseite nicht. Bei Otto kommt das BU 512 auf 4,5 Sterne aus 403 Bewertungen, nach dem Beurer BM 35 die zweithöchste Zahl im Vergleich.

Stärken

  • Große Ziffern, WHO-Ampelskala
  • Je 90 Speicherplätze für zwei Nutzer
  • Durchschnitt aller gespeicherten Werte
  • 403 Bewertungen bei Otto

Schwächen

  • Keine Validierung angegeben
  • Manschette nur für 22 bis 36 cm

Geeignet für: Für Nutzer, die ein schlichtes, günstiges Gerät ohne App und ohne Zusatzfunktionen suchen.

2,5gut
9.

Beurer BM 58

Gesamtnote 2,5 (gut)Preis ca. 40 € 4,2 von 5 (3.837 Bewertungen bei Amazon)

Das BM 58 von Beurer kostet rund 40 Euro und fällt durch das beleuchtete Schwarzdisplay mit Sensor-Touch-Tasten auf. Es erkennt Unregelmäßigkeiten im Herzschlag und zeigt die Werte mit einem Risikoindikator auf einer farbigen Skala. Zwei Nutzer speichern je 60 Messwerte, die Daten lassen sich per USB-Kabel oder über Scan & Save in die App HealthManager Pro übernehmen. Die mitgelieferte Manschette passt für 22 bis 30 cm, für kräftigere Oberarme bietet Beurer eine XL-Manschette für 30 bis 42 cm als Zubehör an. Beurer gibt 5 Jahre Garantie. Zu einer klinischen Validierung enthält die Herstellerseite keine Angabe. Bei Otto kommt das Gerät auf 4,5 Sterne aus 219 Bewertungen.

Stärken

  • Beleuchtetes Display, Sensor-Touch-Tasten
  • Übertragung per USB und Scan & Save
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Arrhythmie-Erkennung und Risikoindikator

Schwächen

  • Manschette nur für 22 bis 30 cm
  • Keine Validierung angegeben

Geeignet für: Für Nutzer mit schlankem bis mittlerem Oberarm, die Werte am Computer oder in der App sammeln möchten.

2,5gut
10.

Boso medicus smart

Gesamtnote 2,6 (befriedigend)Preis ca. 50 €

Das medicus smart von Boso kostet bei Otto rund 50 Euro und ist laut Händlerseite ein halbautomatisches Gerät: Die Manschette wird von Hand aufgepumpt, die Memomatic unterstützt dabei ein schonendes Aufpumpen. Boso verweist auf das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga, die Messgenauigkeit wurde 2005 klinisch validiert. Das Gerät zeigt Herzrhythmusstörungen an. Die Standardmanschette passt für 22 bis 32 cm, optional gibt es eine XL-Manschette für 32 bis 48 cm. Etui, Batterie und Blutdruckpass liegen bei, die Garantie beträgt 3 Jahre. Zu Speicher, App und Gewicht enthalten die geprüften Seiten keine Angaben. Bei Otto liegen nur zwei Bewertungen vor, daher wird hier keine Kundenbewertung ausgewiesen.

Stärken

  • Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • Arrhythmie-Erkennung
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Etui und Blutdruckpass im Lieferumfang

Schwächen

  • Halbautomatisch, Aufpumpen von Hand
  • Keine Angaben zu Speicher und Daten

Geeignet für: Für Nutzer, die Wert auf ein Gerät mit Hochdruckliga-Siegel legen und das Aufpumpen von Hand gewohnt sind.

2,6befriedigend

Teilnoten im Überblick

Die beste Teilnote je Kriterium ist grün markiert.

ProduktMessung und Validierung (30 %)Manschette und Passform (25 %)Speicher und Datenübertragung (20 %)Handhabung und Ausstattung (10 %)Preis-Leistung (15 %)Gesamt
1. Omron X7 Smart AFib1,31,51,21,62,31,5
2. Braun ExactFit 5 Connect BUA63501,81,31,71,91,81,7
3. Omron X3 Comfort AFib1,51,52,42,41,41,8
4. Braun ExactFit 3 BUA61502,31,32,92,31,72,1
5. Beurer BM 352,62,52,22,11,52,3
6. Medisana BU 535 Voice2,92,52,31,51,62,3
7. Withings BPM Connect3,41,51,41,93,22,3
8. Medisana BU 5122,92,52,52,21,82,5
9. Beurer BM 582,63,42,01,72,22,5
10. Boso medicus smart1,92,83,62,62,52,6

So haben wir bewertet

Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.

Messung und Validierung (30 %)

Herzrhythmus-Erkennung, angegebene klinische Validierung und farbige Einstufung der Werte.

ProduktNoteBegründung
1. Omron X7 Smart AFib1,3Prüft bei jeder Messung auf mögliches Vorhofflimmern, erkennt Körperbewegungen und nennt eine Validierung auch für Diabetes und Schwangerschaft.
2. Braun ExactFit 5 Connect BUA63501,8Zeigt unregelmäßigen Herzschlag an, stuft farbig nach WHO ein und nennt eine nachgewiesene Genauigkeit nach ESH-Protokoll, aber kein AFib-Screening.
3. Omron X3 Comfort AFib1,5AFib-Screening bei jeder Messung, Erkennung von Körperbewegungen und Validierung auch für Diabetes und Schwangerschaft, jedoch keine farbige Einstufung.
4. Braun ExactFit 3 BUA61502,3Nachgewiesene Genauigkeit nach ESH-Protokoll und farbige WHO-Einstufung, eine Herzrhythmus-Erkennung ist nicht angegeben.
5. Beurer BM 352,6Arrhythmie-Erkennung und Risikoindikator mit Farbskala, eine klinische Validierung ist auf der Herstellerseite nicht angegeben.
6. Medisana BU 535 Voice2,9Ampel-Farbskala und Anzeige von unregelmäßigem Herzschlag, eine klinische Validierung nennt Medisana nicht.
7. Withings BPM Connect3,4Farbcodierung am LED-Display, aber keine Angabe zu Herzrhythmus-Erkennung oder klinischer Validierung auf den geprüften Seiten.
8. Medisana BU 5122,9WHO-Ampelskala und Arrhythmie-Anzeige, eine klinische Validierung nennt Medisana nicht.
9. Beurer BM 582,6Arrhythmie-Erkennung und Risikoindikator mit Farbskala, eine klinische Validierung nennt die Herstellerseite nicht.
10. Boso medicus smart1,9Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga (Validierung 2005) und Arrhythmie-Erkennung, eine farbige Einstufung ist nicht angegeben.

Manschette und Passform (25 %)

Manschettenumfang und Zahl der mitgelieferten Manschetten, denn nur eine passende Manschette liefert richtige Werte.

ProduktNoteBegründung
1. Omron X7 Smart AFib1,5Eine Intelli Wrap Manschette deckt 22 bis 42 cm ab, eine zweite Manschette ist nicht nötig.
2. Braun ExactFit 5 Connect BUA63501,3Zwei Manschetten, S/M und L/XL, decken zusammen 22 bis 42 cm ab, das ist die beste Lösung im Feld.
3. Omron X3 Comfort AFib1,5Die Intelli Wrap Manschette deckt 22 bis 42 cm ab, wie beim X7.
4. Braun ExactFit 3 BUA61501,3Zwei Manschetten, 22 bis 32 cm und 32 bis 42 cm, im Lieferumfang, wie beim ExactFit 5 Connect.
5. Beurer BM 352,5Eine Manschette für 22 bis 36 cm, eine XL-Manschette für 30 bis 42 cm gibt es nur als Zubehör.
6. Medisana BU 535 Voice2,5Eine Manschette für 22 bis 36 cm, eine Zusatzmanschette für 30 bis 42 cm ist separat erhältlich.
7. Withings BPM Connect1,5Eine Manschette für 22 bis 42 cm, wie bei den Omron-Geräten.
8. Medisana BU 5122,5Eine Manschette für 22 bis 36 cm, eine größere für 32 bis 42 cm gibt es als Sonderzubehör.
9. Beurer BM 583,4Die mitgelieferte Manschette passt nur für 22 bis 30 cm, das ist der engste Bereich im Feld.
10. Boso medicus smart2,8Eine Standardmanschette für 22 bis 32 cm, eine XL-Manschette für 32 bis 48 cm ist optional.

Speicher und Datenübertragung (20 %)

Speicherplätze, Nutzerprofile und Übertragung per App, Bluetooth oder USB.

ProduktNoteBegründung
1. Omron X7 Smart AFib1,22 x 100 Speicherplätze plus Gastmodus und Bluetooth-Übertragung an die App OMRON Connect, das ist der beste Wert im Feld.
2. Braun ExactFit 5 Connect BUA63501,72 x 60 Speicherplätze und Bluetooth-Übertragung an die Braun Healthy Heart App.
3. Omron X3 Comfort AFib2,42 x 60 Speicherplätze und Gastmodus, aber keine App und keine Datenübertragung.
4. Braun ExactFit 3 BUA61502,9Nur 2 x 40 Speicherplätze und keine bestätigte Anbindung an eine App.
5. Beurer BM 352,22 x 60 Speicherplätze und Scan & Save zur Übernahme der Werte in die App, aber keine Bluetooth-Verbindung.
6. Medisana BU 535 Voice2,32 x 120 Speicherplätze sind der größte Speicher je Nutzer im Feld, eine App-Anbindung ist nicht angegeben.
7. Withings BPM Connect1,4Automatische Übertragung per WLAN oder Bluetooth an die Health Mate App, der Verlauf wird dort gespeichert.
8. Medisana BU 5122,52 x 90 Speicherplätze und Durchschnitt aller Werte, aber keine App-Anbindung.
9. Beurer BM 582,02 x 60 Speicherplätze, Übertragung per USB-Kabel an den PC oder per Scan & Save in die App.
10. Boso medicus smart3,6Zu Speicherplätzen, Nutzerprofilen und Übertragung gibt die Händlerseite keine Angaben.

Handhabung und Ausstattung (10 %)

Anzeige, Gewicht, Stromversorgung und Zubehör im Lieferumfang.

ProduktNoteBegründung
1. Omron X7 Smart AFib1,6Dual-Screen-Vergleich mit früheren Werten und Aufbewahrungstasche, eine farbige Einstufung ist nicht angegeben.
2. Braun ExactFit 5 Connect BUA63501,9XL-Display und Aufbewahrungsbeutel, das Gewicht ist nicht angegeben.
3. Omron X3 Comfort AFib2,4Etui und Batterien liegen bei, zu Anzeige und Gewicht macht die Herstellerseite keine Angaben.
4. Braun ExactFit 3 BUA61502,3Aufbewahrungstasche und Batteriestandsanzeige, mit 500 g eines der schwereren Geräte.
5. Beurer BM 352,1Tasche und Blutdruckpass liegen bei, 391 g Gewicht, 5 Jahre Garantie.
6. Medisana BU 535 Voice1,5Sprachausgabe in sechs Sprachen, große Ziffern, nur 230 g Gewicht und Aufbewahrungsbeutel.
7. Withings BPM Connect1,9LED-Matrix-Display, Akku mit Micro-USB-Ladung und 250 g Gewicht, Angaben zum Zubehör fehlen.
8. Medisana BU 5122,2Große Ziffern und 300 g Gewicht, Angaben zum Zubehör im Lieferumfang fehlen.
9. Beurer BM 581,7Beleuchtetes Schwarzdisplay mit Sensor-Touch-Tasten, Aufbewahrungstasche und 5 Jahre Garantie.
10. Boso medicus smart2,6Halbautomatische Messung mit Aufpumphilfe, Etui und Blutdruckpass, das Gewicht ist nicht angegeben.

Preis-Leistung (15 %)

Verhältnis aus den übrigen Teilnoten und dem aktuellen Straßenpreis.

ProduktNoteBegründung
1. Omron X7 Smart AFib2,3Rund 90 Euro gehören zu den höchsten Preisen im Feld, die Ausstattung rechtfertigt das nur zum Teil.
2. Braun ExactFit 5 Connect BUA63501,8Für rund 60 Euro gibt es zwei Manschetten, App und Herzschlag-Hinweis, das passt zum Funktionsumfang.
3. Omron X3 Comfort AFib1,4Rund 50 Euro für AFib-Screening, Validierung und große Manschette, das beste Verhältnis im Feld.
4. Braun ExactFit 3 BUA61501,7Unter 45 Euro für zwei Manschetten und nachgewiesene Genauigkeit, ein günstiger Einstieg.
5. Beurer BM 351,5Rund 30 Euro für Arrhythmie-Erkennung, Durchschnittswerte und Risikoindikator, dazu über 1.100 Bewertungen.
6. Medisana BU 535 Voice1,6Rund 30 Euro für großen Speicher, Sprachausgabe und leichtes Gerät, die Validierung fehlt.
7. Withings BPM Connect3,2Rund 100 Euro sind der höchste Preis im Feld, auf den geprüften Seiten fehlen dafür Herzrhythmus-Erkennung und Validierungsangabe.
8. Medisana BU 5121,8Rund 30 Euro für ein schlichtes Gerät mit Herzschlag-Hinweis und über 400 Bewertungen.
9. Beurer BM 582,2Rund 40 Euro, die enge Manschette schränkt den Nutzen im Vergleich zu ähnlich teuren Geräten ein.
10. Boso medicus smart2,5Rund 50 Euro für ein validiertes, aber sehr einfach ausgestattetes Gerät ohne bekannte Speicherdaten.

Kaufberatung: Worauf Sie bei Blutdruckmessgeräte achten sollten

Welche Bauarten gibt es?

Für die Messung zu Hause gibt es Geräte für den Oberarm, für das Handgelenk und für den Finger. In diesem Vergleich geht es ausschließlich um Oberarmgeräte. Sie gelten als Standard für die Selbstmessung, und die Deutsche Hochdruckliga rät für die Messung zu Hause in der Regel zu diesem Typ. Handgelenkgeräte reagieren empfindlicher auf die Haltung des Arms, schon eine Handlage unterhalb der Herzhöhe verfälscht den Wert.

Alle zehn verglichenen Geräte messen nach dem oszillometrischen Verfahren. Die Manschette wird aufgepumpt und wieder entlastet, ein Sensor erfasst dabei die Druckschwankungen, die der Puls in der Manschette erzeugt, und das Gerät berechnet daraus Systole und Diastole. Der Unterschied liegt in der Bedienung: Vollautomatische Geräte pumpen die Manschette selbst auf, halbautomatische Geräte wie das Boso medicus smart verlangen das Aufpumpen von Hand.

Für ältere Nutzer ist die vollautomatische Messung mit einer einzigen Taste meist die bequemere Lösung. Das halbautomatische Prinzip ist deutlich seltener geworden und spielt vor allem bei Zweitgeräten für unterwegs eine Rolle.

Die richtige Manschette

Die Manschette ist der wichtigste Teil des Geräts. Eine zu kleine Manschette zeigt zu hohe Werte an, eine zu große zu niedrige. Messen Sie deshalb vor dem Kauf den Umfang Ihres Oberarms, am besten in der Mitte zwischen Schulter und Ellenbogen mit einem weichen Maßband, das locker anliegt.

Die Hersteller geben den passenden Umfang in Zentimetern an. Alle zehn Geräte im Vergleich beginnen bei 22 cm, sie unterscheiden sich im oberen Bereich. Die Tabelle zeigt, welche Geräte bei welchem Umfang mit der mitgelieferten Manschette auskommen.

OberarmumfangPassende Geräte mit mitgelieferter Manschette
22 bis 30 cmAlle zehn Geräte
über 30 bis 32 cmAlle außer Beurer BM 58
über 32 bis 36 cmAlle außer Beurer BM 58 und Boso medicus smart
über 36 bis 42 cmOmron X7 Smart AFib, Omron X3 Comfort AFib, Braun ExactFit 3, Braun ExactFit 5 Connect, Withings BPM Connect

Beurer, Medisana und Boso bieten größere Manschetten als Zubehör an, etwa für 30 bis 42 cm oder 32 bis 48 cm. Das erhöht den Gesamtpreis. Bei Braun liegen zwei Manschetten bereits im Lieferumfang, bei Omron und Withings deckt eine Manschette 22 bis 42 cm ab.

Messgenauigkeit und klinische Validierung

Ob ein Gerät richtig misst, zeigt eine Validierungsstudie. Dabei werden die Werte des Geräts mit denen eines geschulten Prüfers verglichen, der mit Stethoskop misst. Verbreitet sind das Internationale Protokoll der Europäischen Gesellschaft für Bluthochdruck (ESH-IP) und die Norm ISO 81060-2. Nach dieser Norm darf die mittlere Abweichung höchstens 5 mmHg betragen, die Standardabweichung höchstens 8 mmHg.

Hersteller nennen die Prüfung unterschiedlich genau. Omron gibt für die Modelle X7 Smart AFib und X3 Comfort AFib eine klinische Validierung an, auch für Typ-2-Diabetes und für die Schwangerschaft. Bei Braun ist laut Händlerangabe die Genauigkeit nach dem ESH-Protokoll nachgewiesen. Boso verweist auf das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga. Bei Beurer, Medisana und Withings fand sich auf den geprüften Seiten keine solche Angabe. Das bedeutet nicht, dass keine Prüfung existiert, es bedeutet nur, dass der Anbieter sie dort nicht nennt.

Achten Sie beim Kauf auf das genaue Protokoll. Die Angabe „klinisch geprüft“ ohne Nennung eines Protokolls ist wenig aussagekräftig. Die Deutsche Hochdruckliga veröffentlicht außerdem eine Liste geprüfter Geräte, in der Sie das Modell nachschlagen können.

Herzrhythmus-Erkennung und Vorhofflimmern

Viele Geräte weisen auf einen unregelmäßigen Herzschlag hin. Das geschieht während der Messung, wenn der Abstand zwischen den Pulswellen stark schwankt. Beim Beurer BM 35, Beurer BM 58, Medisana BU 535 Voice, Medisana BU 512, Braun ExactFit 5 Connect und Boso medicus smart ist eine solche Anzeige angegeben.

Einen Schritt weiter gehen die Omron-Modelle X7 Smart AFib und X3 Comfort AFib. Sie prüfen bei jeder Messung auf mögliches Vorhofflimmern. Das ist eine häufige Herzrhythmusstörung, die mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden ist und oft ohne Beschwerden verläuft.

Wichtig ist die Einordnung: Ein Hinweis des Geräts ist keine Diagnose und ersetzt kein EKG. Auch Bewegung, Sprechen oder eine falsch angelegte Manschette können einen Hinweis auslösen. Erscheint der Hinweis wiederholt, sprechen Sie beim nächsten Termin mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber und bringen Sie Ihre gespeicherten Werte mit.

Speicher, Nutzerprofile und App

Die meisten Geräte speichern Werte für zwei Nutzer getrennt. Die Zahl der Speicherplätze reicht im Vergleich von 2 x 40 beim Braun ExactFit 3 bis 2 x 120 beim Medisana BU 535 Voice. Das Omron X7 Smart AFib und das Omron X3 Comfort AFib bieten zusätzlich einen Gastmodus, dessen Werte nicht in die Nutzerspeicher gelangen.

Für die Weitergabe an die Arztpraxis gibt es drei Wege. Der erste ist der Blutdruckpass oder ein Heft, in das Sie die Werte von Hand eintragen. Der zweite ist die Übertragung per Bluetooth oder WLAN in eine App, wie beim Omron X7 Smart AFib, beim Braun ExactFit 5 Connect und beim Withings BPM Connect. Der dritte ist ein Kabel oder eine Kamera: Beurer überträgt Werte des BM 58 per USB und liest die Anzeige aller Beurer-Geräte mit der Funktion Scan & Save über die Smartphone-Kamera aus.

Wer kein Smartphone nutzen möchte, braucht keine App. Alle Geräte messen und zeigen die Werte unabhängig davon an. Prüfen Sie bei App-Geräten, welche Daten die Anwendung speichert, denn Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert.

Anzeige, Stromversorgung und laufende Kosten

Gut lesbare Ziffern sind für ältere Nutzer ein echtes Kaufkriterium. Das Medisana BU 535 Voice hat besonders große Ziffern und eine Sprachausgabe. Das Beurer BM 58 hat ein beleuchtetes Display, das Withings BPM Connect eine LED-Matrix mit Farbcodierung. Eine farbige Einstufung der Werte nach der Skala der Weltgesundheitsorganisation zeigen unter anderem die Braun-Modelle und die Medisana-Geräte.

Bis auf das Withings BPM Connect, das einen per Micro-USB geladenen Akku nutzt, arbeiten alle Geräte mit Batterien. Meist sind es vier Batterien der Größe AA. Beurer gibt für das BM 35 etwa 300 Messungen pro Batteriesatz an, für das BM 58 etwa 250.

Ein Rechenbeispiel für das BM 35: Wer sieben Tage lang morgens und abends je zwei Messungen macht, kommt auf 28 Messungen, das ist knapp ein Zehntel eines Batteriesatzes. Wer dauerhaft zweimal täglich misst, kommt auf 730 Messungen im Jahr, bei 300 Messungen pro Satz sind das rund 2,4 Sätze. Wenn ein Vierersatz Alkaline-Batterien 4 Euro kostet, ergeben sich etwa 10 Euro im Jahr. Das Beurer BM 58 lässt sich außerdem mit einem Netzteil betreiben, ob es im Lieferumfang liegt, nennt die Herstellerseite nicht.

So messen Sie richtig

Auch das beste Gerät liefert falsche Werte, wenn die Bedingungen nicht stimmen. Diese Hinweise gelten für fast alle Oberarmgeräte, die genaue Anleitung steht im Handbuch Ihres Geräts.

  • Vor der Messung fünf Minuten ruhig sitzen, Rücken angelehnt, beide Füße flach auf dem Boden, Beine nicht überkreuzt.
  • Mindestens 30 Minuten vorher kein Kaffee, keine Zigarette und keine körperliche Anstrengung. Die Blase sollte nicht voll sein.
  • Die Manschette direkt auf die Haut legen, nicht über dicke Kleidung, und eng, aber nicht schnürend anlegen.
  • Den Arm auf einem Tisch ablegen, sodass die Manschette etwa in Herzhöhe liegt. Während der Messung nicht sprechen und sich nicht bewegen.
  • Bei der ersten Anwendung beide Arme messen. Weichen die Werte deutlich voneinander ab, sprechen Sie dies beim Arzttermin an.

Häufig empfohlen wird, vor einem Arzttermin sieben Tage lang jeweils morgens und abends zwei Messungen im Abstand von etwa einer Minute durchzuführen und die Werte zu notieren. Wie lange und wie oft Sie dauerhaft messen, legen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.

Blutdruckwerte einordnen

Die Angaben in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) bestehen aus zwei Zahlen: dem oberen, systolischen Wert beim Herzschlag und dem unteren, diastolischen Wert in der Pause dazwischen. Die folgende Tabelle zeigt die Klassen der Europäischen Gesellschaft für Bluthochdruck für Messungen in der Arztpraxis. Liegen die beiden Werte in unterschiedlichen Klassen, gilt die höhere.

KlasseSystolisch (mmHg)Diastolisch (mmHg)
Optimalunter 120unter 80
Normal120 bis 12980 bis 84
Hochnormal130 bis 13985 bis 89
Bluthochdruck Grad 1140 bis 15990 bis 99
Bluthochdruck Grad 2160 bis 179100 bis 109
Bluthochdruck Grad 3ab 180ab 110

Für die Selbstmessung zu Hause gilt ein etwas niedrigerer Grenzwert, in den deutschen Leitlinien 135/85 mmHg. Die Einordnung Ihrer Werte und alle weiteren Schritte gehören in ärztliche Hände. Ein einzelner hoher Wert ist noch kein Grund zur Sorge, entscheidend sind wiederholte Messungen unter gleichen Bedingungen.

Typische Fehler beim Kauf

  • Falsche Manschettengröße: Wer den Armumfang nicht misst, kauft häufig eine Manschette, die an der Grenze des Bereichs sitzt oder gar nicht passt. Das Beurer BM 58 endet bei 30 cm, das Boso medicus smart bei 32 cm.
  • Handgelenk statt Oberarm: Günstige Handgelenkgeräte sind verlockend, für verlässliche Werte zu Hause empfehlen Fachgesellschaften aber in der Regel den Oberarm.
  • Nur auf den Preis schauen: Die Preise der verglichenen Geräte liegen zwischen 30 und 100 Euro. Wichtiger als der Preis sind passende Manschette und ein Prüfnachweis.
  • Unklare Validierung: Fehlt die Angabe eines Protokolls, ist die Genauigkeit schwer einzuschätzen. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller oder in der Apotheke nach.
  • App ohne Bedarf: Eine App-Anbindung nützt nur, wenn Sie sie nutzen werden. Ohne Smartphone sind Geräte mit Speicher und Blutdruckpass die einfachere Wahl.
  • Zubehör vergessen: Größere Manschetten oder ein Netzteil kosten extra. Rechnen Sie das in den Preis ein.

Wichtige Fachbegriffe

  • Systole: der obere Blutdruckwert, der Druck beim Herzschlag.
  • Diastole: der untere Blutdruckwert, der Druck in der Entspannungsphase des Herzens.
  • mmHg: Millimeter Quecksilbersäule, die übliche Einheit für den Blutdruck.
  • Oszillometrisch: Messverfahren, das Druckschwankungen in der Manschette auswertet.
  • Arrhythmie: unregelmäßiger Herzschlag, den manche Geräte anzeigen.
  • Vorhofflimmern (AFib): eine Herzrhythmusstörung, auf die einige Omron-Geräte hinweisen.
  • Validierung: Prüfung der Messgenauigkeit eines Geräts nach einem festgelegten Protokoll.
  • Gastmodus: Speicherplatz für weitere Personen, deren Werte nicht dauerhaft gespeichert werden.

Häufige Fragen zu Blutdruckmessgeräte

Welches Blutdruckmessgerät eignet sich für Senioren?

Gut geeignet sind vollautomatische Oberarmgeräte mit großen Ziffern, einfacher Bedienung und passender Manschette. Im Vergleich hebt sich das Medisana BU 535 Voice mit großen Ziffern und Sprachausgabe hervor. Wer eine Validierung wünscht, findet sie bei den Omron- und Braun-Modellen. Wichtiger als jede Zusatzfunktion ist die richtige Manschettengröße.

Wie oft sollte ich meinen Blutdruck messen?

Das hängt von Ihrer Situation ab und sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt klären. Häufig empfohlen wird, vor einem Termin sieben Tage lang morgens und abends je zwei Messungen im Abstand von etwa einer Minute vorzunehmen und alle Werte zu notieren. Messen Sie stets unter gleichen Bedingungen, am besten zur gleichen Uhrzeit.

Oberarm oder Handgelenk, was ist besser?

Für die Messung zu Hause gelten Oberarmgeräte als Standard, und die Deutsche Hochdruckliga rät in der Regel zu diesem Typ. Handgelenkgeräte sind kleiner und leichter, reagieren aber empfindlicher auf die Armhaltung. Wenn der Oberarm sehr kräftig ist, kann eine Manschette für größere Umfänge die Lösung sein, bevor Sie zum Handgelenk wechseln.

Was bedeutet klinisch validiert?

Das Gerät wurde in einer Studie mit einem Referenzverfahren verglichen. Maßgeblich sind Protokolle wie das ESH-Protokoll oder die Norm ISO 81060-2. Achten Sie darauf, dass das Protokoll genannt wird, denn die bloße Angabe „klinisch geprüft“ sagt wenig. Eine Validierung gilt immer für das genannte Modell, nicht für die ganze Marke.

Wie finde ich die richtige Manschettengröße?

Messen Sie den Umfang Ihres Oberarms in der Mitte zwischen Schulter und Ellenbogen mit einem weichen Maßband. Vergleichen Sie den Wert mit dem Bereich, den der Hersteller angibt. Liegen Sie knapp an der Grenze, wählen Sie ein Gerät mit zwei Manschetten, wie die beiden Braun-Modelle, oder eines mit einem weiten Bereich von 22 bis 42 cm.

Ersetzt die Vorhofflimmern-Erkennung ein EKG?

Nein. Die Funktion der Omron-Modelle X7 Smart AFib und X3 Comfort AFib liefert einen Hinweis auf mögliches Vorhofflimmern, aber keine Diagnose. Ein EKG und die ärztliche Beurteilung bleiben notwendig. Erscheint der Hinweis mehrfach, nehmen Sie Ihre Werte zum nächsten Arzttermin mit und sprechen Sie darüber.

Warum weichen die Werte zu Hause von denen in der Praxis ab?

Die Umgebung wirkt sich auf den Blutdruck aus. In der Praxis messen manche Menschen höhere Werte als zu Hause, weil die Situation sie aufregt. Dazu kommen Unterschiede bei Manschette, Armhaltung und Tageszeit. Deshalb sind mehrere Messungen unter ruhigen Bedingungen aussagekräftiger. Bringen Sie Ihr Gerät einmal zum Arzttermin mit und lassen Sie die Werte vergleichen.

Muss ich eine App nutzen?

Nein. Messung und Anzeige funktionieren bei allen Geräten im Vergleich ohne App. Eine App ist eine Ergänzung, mit der sich Werte als Verlauf darstellen und an die Praxis weitergeben lassen. Wer lieber auf Papier dokumentiert, nutzt den Blutdruckpass oder ein Heft. Beim Withings BPM Connect liegt der Verlauf in der App.

Wie genau sind günstige Geräte?

Der Preis allein sagt wenig über die Genauigkeit. Entscheidend sind die Validierung des Modells und die passende Manschette. Unter den Geräten für rund 30 Euro nennt auf den geprüften Seiten keines eine Validierung, deshalb lässt sich ihre Genauigkeit nur schwer einschätzen. Wenn Ihnen das wichtig ist, wählen Sie ein Gerät mit genanntem Prüfnachweis.

Fazit

Welches Gerät passt, hängt vor allem vom Oberarmumfang und von den eigenen Ansprüchen ab. Wer größten Wert auf Funktionen legt, findet bei den teureren Modellen mit Vorhofflimmer-Hinweis, App und großem Speicher das breiteste Angebot. Für Haushalte mit unterschiedlichen Armumfängen sind Geräte mit zwei Manschetten im mittleren Preisbereich eine sinnvolle Lösung. Wer ein einfaches Gerät ohne Smartphone sucht, kommt mit den günstigen Modellen für rund 30 Euro aus, sollte aber beachten, dass dort oft nur eine Manschette bis 36 cm im Lieferumfang liegt und eine Validierung nicht genannt wird. Ältere Nutzer profitieren von großen Ziffern und Sprachausgabe. Unabhängig vom Modell gilt: Die Einordnung der Werte gehört zur Ärztin oder zum Arzt.

Vergleichssieger ist der Omron X7 Smart AFib mit der Gesamtnote 1,5. Das beste Verhältnis von Preis und Leistung bietet der Omron X3 Comfort AFib (Note 1,8, ca. 50 €).