So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Wägeleistung (25 %)
Tragkraft, Anzeigeschritt und Plattform bestimmen, wie zuverlässig und für wen die Waage geeignet ist.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Withings Body Smart | 1,3 | Gewichtsbereich bis 200 kg bei einem Anzeigeschritt von 50 Gramm, feinste Teilung im Vergleich. |
| 2. Withings Body Comp | 1,3 | Gewichtsbereich 5 bis 200 kg in 50-Gramm-Schritten, wie bei der Body Smart. |
| 3. Renpho Elis 1C A033 | 1,9 | Tragkraft 180 bis 200 kg je nach Quelle bei 100 Gramm Anzeigeschritt, kleine Plattform. |
| 4. Beurer BF 720 | 2,2 | 180 kg Tragkraft bei 100 Gramm Anzeigeschritt auf 6 mm starkem Sicherheitsglas. |
| 5. medisana PS 470 XL | 1,4 | Höchste Tragkraft im Vergleich mit 250 kg, 100 Gramm Anzeigeschritt, vier Sensoren. |
| 6. Soehnle Style Sense Comfort 600 | 1,8 | 200 kg Tragkraft bei 100 Gramm Anzeigeschritt, große Trittfläche auf Sicherheitsglas. |
| 7. Omron BF511 | 3,0 | 150 kg Tragkraft bei 100 Gramm Anzeigeschritt, niedrigste Tragkraft im Vergleich. |
| 8. Omron VIVA | 3,0 | 150 kg Tragkraft bei 100 Gramm Anzeigeschritt, niedrigste Tragkraft im Vergleich. |
| 9. Beurer GS 10 | 2,2 | 180 kg Tragkraft bei 100 Gramm Anzeigeschritt auf 6 mm starkem Sicherheitsglas. |
| 10. Soehnle Style Sense Compact 300 | 2,3 | 180 kg Tragkraft bei 100 Gramm Anzeigeschritt, Plattform aus Glas, 29 mal 29 Zentimeter. |
Ablesbarkeit (25 %)
Ziffernhöhe, Beleuchtung und Art der Anzeige entscheiden, ob sich das Gewicht aus dem Stand ablesen lässt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Withings Body Smart | 1,8 | Farbdisplay mit 2,86 Zoll, Ziffernhöhe in den Unterlagen nicht angegeben. |
| 2. Withings Body Comp | 1,8 | Farbdisplay mit 2,86 Zoll, dazu eine Temperaturanzeige, Ziffernhöhe nicht angegeben. |
| 3. Renpho Elis 1C A033 | 2,6 | LED-Anzeige, Ziffernhöhe und Beleuchtung sind in den Unterlagen nicht angegeben. |
| 4. Beurer BF 720 | 2,2 | Beleuchtetes Display mit weißen Ziffern auf Schwarz, aber nur 22 mm Ziffernhöhe. |
| 5. medisana PS 470 XL | 1,2 | Mit 71 Millimetern die mit Abstand größten Ziffern im Vergleich. |
| 6. Soehnle Style Sense Comfort 600 | 1,5 | Beleuchtetes LCD mit 4,5 cm hohen Ziffern, nach der medisana die zweitbeste Anzeige. |
| 7. Omron BF511 | 2,8 | Abnehmbares Display am Handteil, Ziffernhöhe in den Unterlagen nicht angegeben. |
| 8. Omron VIVA | 3,0 | Zu Ziffernhöhe und Beleuchtung liegen keine Herstellerangaben vor. |
| 9. Beurer GS 10 | 2,4 | LCD mit 26 mm hohen Ziffern, laut Beurer ohne Beleuchtung. |
| 10. Soehnle Style Sense Compact 300 | 2,5 | LCD mit 2,5 cm hohen Ziffern, Beleuchtung in den Unterlagen nicht genannt. |
Körperanalyse (20 %)
Anzahl und Art der gemessenen Körperwerte laut Hersteller, einschließlich Messverfahren.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Withings Body Smart | 1,6 | Acht Auswertungswerte, darunter Viszeralfett, sowie Puls und Gefäßalter laut Herstellerunterlagen. |
| 2. Withings Body Comp | 1,3 | Neun Auswertungswerte inklusive Stoffwechselalter und Viszeralfett, zusätzlich Puls und Gefäßalter. |
| 3. Renpho Elis 1C A033 | 1,9 | 13 Körperwerte laut Hersteller, Messung über vier Sensoren, Athletenmodus. |
| 4. Beurer BF 720 | 2,0 | Fett, Wasser, Muskeln, Knochen, BMI und Kalorienumsatz über vier Edelstahl-Elektroden. |
| 5. medisana PS 470 XL | 4,3 | Zeigt nur das Gewicht an, keine Körperwerte. |
| 6. Soehnle Style Sense Comfort 600 | 4,3 | Zeigt nur das Gewicht an, keine Körperwerte. |
| 7. Omron BF511 | 1,9 | Acht Sensoren an Händen und Füßen, Fett, Viszeralfett, Skelettmuskel, BMI und Ruheumsatz. |
| 8. Omron VIVA | 2,3 | Körperfett, Viszeralfett, Skelettmuskel, BMI und Stoffwechsel per Bioimpedanz, laut Hersteller klinisch validiert. |
| 9. Beurer GS 10 | 4,3 | Zeigt nur das Körpergewicht an. |
| 10. Soehnle Style Sense Compact 300 | 4,3 | Zeigt nur das Gewicht an. |
Vernetzung und Nutzer (15 %)
App-Anbindung, Nutzerspeicher und automatische Personenerkennung für mehrere Personen im Haushalt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Withings Body Smart | 1,4 | WLAN und Bluetooth, acht Nutzer, automatische Personenerkennung und Sportlermodus. |
| 2. Withings Body Comp | 1,3 | WLAN und Bluetooth, acht Nutzer und automatische Personenerkennung. |
| 3. Renpho Elis 1C A033 | 2,0 | Bluetooth mit Renpho-App, Abgleich mit Apple Health, Google Fit und Samsung Health. |
| 4. Beurer BF 720 | 2,0 | Bluetooth zur Beurer-App, acht Nutzer mit automatischer Erkennung, 30 Speicherplätze je Nutzer. |
| 5. medisana PS 470 XL | 4,3 | Ohne App, ohne Nutzerspeicher laut Herstellerangaben. |
| 6. Soehnle Style Sense Comfort 600 | 4,3 | Ohne App und ohne Nutzerspeicher laut Herstellerseite. |
| 7. Omron BF511 | 3,2 | Keine App-Anbindung, vier Nutzer plus Gastmodus, nur die letzte Messung wird angezeigt. |
| 8. Omron VIVA | 2,1 | Bluetooth zu OMRON Connect, vier Nutzer plus Gastmodus, 30 gespeicherte Messwerte. |
| 9. Beurer GS 10 | 4,3 | Kein Connect-Produkt, keine App, kein Nutzerspeicher. |
| 10. Soehnle Style Sense Compact 300 | 4,3 | Ohne App und ohne Nutzerspeicher laut Herstellerseite. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis der übrigen Teilnoten zum aktuellen Straßenpreis.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Withings Body Smart | 2,5 | Rund 100 Euro für feine Teilung und umfangreiche Vernetzung, aber deutlich über den Geräten der Mittelklasse. |
| 2. Withings Body Comp | 3,4 | Mit rund 190 Euro das teuerste Gerät, der Mehrwert gegenüber der Body Smart liegt in wenigen Zusatzwerten. |
| 3. Renpho Elis 1C A033 | 1,4 | Rund 30 Euro für 13 Werte und App-Anbindung, das beste Verhältnis unter den Analysewaagen. |
| 4. Beurer BF 720 | 1,7 | Rund 40 Euro für Analyse, Bluetooth und acht Nutzer, bei fünf Jahren Garantie. |
| 5. medisana PS 470 XL | 1,5 | Rund 30 Euro für 250 kg Tragkraft und sehr gut lesbare Anzeige. |
| 6. Soehnle Style Sense Comfort 600 | 1,9 | Rund 30 Euro für beleuchtete Großanzeige und 200 kg Tragkraft. |
| 7. Omron BF511 | 2,6 | Rund 80 Euro für Ganzkörpermessung ohne App, bei 150 kg Tragkraft. |
| 8. Omron VIVA | 2,7 | Rund 70 Euro für Analyse und App, bei geringer Tragkraft und fehlenden Anzeigedaten. |
| 9. Beurer GS 10 | 1,6 | Rund 20 Euro für eine solide Glaswaage mit Überlastanzeige und fünf Jahren Garantie. |
| 10. Soehnle Style Sense Compact 300 | 1,8 | Rund 20 Euro für Basisfunktionen, kindersicheres Batteriefach und lange Batterielaufzeit. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Personenwaagen achten sollten
Welche Bauarten von Personenwaagen gibt es?
Im Handel finden sich vier Gruppen. Mechanische Waagen arbeiten mit einer Feder und einem Zeiger, sie brauchen keine Batterie, lassen sich aber schlechter ablesen und fallen nicht unter die hier verglichenen digitalen Geräte. Einfache digitale Waagen messen mit Dehnungsmessstreifen und zeigen das Gewicht auf einem Display. Körperanalysewaagen leiten zusätzlich einen schwachen Strom durch den Körper und schätzen daraus Werte wie Körperfett und Wasseranteil. Vernetzte Waagen schicken die Daten per Bluetooth oder WLAN an eine App.
| Bauart | Misst | Typischer Preis in diesem Vergleich |
|---|
| Einfache digitale Waage | Gewicht | etwa 20 bis 30 Euro |
| Körperanalysewaage ohne App | Gewicht und Körperwerte | etwa 80 Euro |
| Körperanalysewaage mit Bluetooth | Gewicht, Körperwerte, Verlauf in der App | etwa 30 bis 70 Euro |
| Smart-Waage mit WLAN | Gewicht, Körperwerte, Puls, Gefäßalter | etwa 100 bis 190 Euro |
Die Preisangaben beziehen sich auf die zehn Geräte dieser Seite und sind keine allgemeine Marktübersicht. Zusätzlich unterscheiden sich die Geräte in Größe und Gewicht: Die Plattformen messen zwischen 28 und 35 Zentimetern, die flachste Waage, die Beurer GS 10, ist nur 1,9 Zentimeter hoch. Das spielt eine Rolle, wenn die Waage unter einem Badschrank verschwinden soll oder wenn der Stellplatz knapp ist.
Tragkraft und Anzeigeschritt richtig einordnen
Die Tragkraft nennt das größte Gewicht, das die Waage anzeigen darf. In diesem Vergleich reicht sie von 150 Kilogramm bei den beiden Omron-Geräten über 180 und 200 Kilogramm bei den meisten Modellen bis zu 250 Kilogramm bei der medisana PS 470 XL. Wer deutlich unter 100 Kilogramm wiegt, hat mit jedem dieser Geräte ausreichend Reserve. Wer näher an 130 oder 140 Kilogramm liegt, sollte ein Modell mit mindestens 180 Kilogramm wählen, damit die Waage nicht an ihrer Grenze arbeitet.
Der Anzeigeschritt, in Datenblättern oft Teilung oder Einteilung genannt, gibt an, in welchen Stufen das Display springt. Acht der zehn Geräte zeigen in 100-Gramm-Schritten an, die beiden Withings-Modelle in 50-Gramm-Schritten. Ein kleiner Anzeigeschritt bedeutet aber nicht automatisch eine höhere Genauigkeit. Er sagt nur, wie fein die Anzeige aufgelöst ist. Wie nahe der Wert am tatsächlichen Gewicht liegt, hängt von den Sensoren, vom Untergrund und von der Kalibrierung ab.
Haushaltswaagen sind in der Regel nicht geeicht. Für den Alltag ist das unerheblich, solange man über Wochen auf demselben Gerät misst. Wer verschiedene Waagen vergleicht, muss mit kleinen Abweichungen rechnen.
Ablesbarkeit: Ziffern, Beleuchtung und Kontrast
Gerade für ältere Nutzer ist die Anzeige das wichtigste Kaufkriterium. Die Ziffernhöhe unterscheidet sich stark: Die medisana PS 470 XL zeigt 71 Millimeter hohe Ziffern, die Soehnle Style Sense Comfort 600 kommt auf 45 Millimeter, die Beurer BF 720 auf 22 Millimeter. Die Beurer GS 10 liegt mit 26 Millimetern dazwischen, hat aber laut Hersteller keine Beleuchtung.
Eine Hintergrundbeleuchtung hilft in Bädern mit wenig Tageslicht und beim Wiegen früh am Morgen. Weiße Ziffern auf schwarzem Grund, wie bei der Beurer BF 720, sind bei Beleuchtung gut zu erkennen, ohne Beleuchtung dagegen schwächer. Farbdisplays wie bei den Withings-Waagen zeigen zusätzliche Informationen, etwa Verlaufskurven, die Ziffernhöhe geben die Hersteller dort nicht an.
Eine einfache Probe im Geschäft oder zu Hause: Aus der Position, in der Sie auf der Waage stehen, muss sich der Wert lesen lassen, ohne den Kopf stark zu neigen oder die Brille zu wechseln. Bei Körperanalysewaagen ist das Display oft im Gerät selbst, bei der Omron BF511 sitzt es abnehmbar am Handteil. Für Nutzer mit Sehschwäche ist die Ziffernhöhe wichtiger als jede Zusatzfunktion, denn eine Waage, die man nicht ablesen kann, wird schnell nicht mehr benutzt.
Wie funktioniert die Körperanalyse?
Körperanalysewaagen nutzen die bioelektrische Impedanzanalyse, kurz BIA. Über Elektroden in der Plattform, bei manchen Geräten auch in einem Handteil, fließt ein schwacher, nicht spürbarer Strom durch den Körper. Muskeln und Körperwasser leiten den Strom besser als Fettgewebe. Aus dem gemessenen Widerstand sowie Alter, Größe und Geschlecht berechnet ein Rechenmodell des Herstellers die Werte für Körperfett, Wasser, Muskel- und Knochenmasse.
Es handelt sich also um Schätzungen, nicht um direkte Messungen. Die Rechenmodelle unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller, deshalb zeigen zwei Waagen für dieselbe Person unterschiedliche Prozentwerte. Verlässlich ist der Verlauf auf demselben Gerät unter gleichen Bedingungen. Über die Angaben der Hersteller hinaus lassen sich keine Aussagen zur Genauigkeit treffen.
Hersteller weisen auf Einschränkungen hin. Die Withings-Anleitung nennt Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren als Ausschlussgrund, Omron empfiehlt Schwangeren, die VIVA nur zur Gewichtskontrolle zu verwenden. Bei Vorerkrankungen sollte vor dem Kauf eine Ärztin oder ein Arzt gefragt werden.
Verbrauch und laufende Kosten
Personenwaagen brauchen nur Batteriestrom, die laufenden Kosten sind gering. Die Hersteller geben unterschiedliche Laufzeiten an: Soehnle nennt für die Style Sense Compact 300 bis zu zwei Jahre bei zwei Wiegungen am Tag, Withings nennt für die Body Smart und die Body Comp etwa 15 Monate bei typischer Nutzung mit vier AAA-Batterien.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Preisen: Eine Knopfzelle kostet etwa 1,50 Euro, eine AAA-Batterie etwa 0,50 Euro. Bei einer Knopfzelle, die zwei Jahre hält, sind das rund 0,75 Euro im Jahr. Vier AAA-Batterien für 2 Euro, die 15 Monate halten, ergeben rund 1,60 Euro im Jahr. Der Unterschied liegt also bei weniger als einem Euro jährlich.
Wichtiger als die Kosten ist der Wechsel selbst. Knopfzellen sind kleiner und lassen sich schwerer einsetzen, in Haushalten mit Kindern ist ein verschraubtes Batteriefach sinnvoll, wie es die Soehnle Compact 300 hat. Mehrere Modelle zeigen auf dem Display an, wenn die Batterie schwach wird.
Aufstellen und richtig wiegen
Eine Personenwaage braucht einen festen, ebenen Untergrund. Fliesen oder Laminat eignen sich, Teppich und weiche Matten verfälschen das Ergebnis, weil die Füße der Waage einsinken. Die Waage sollte nicht bei jedem Wiegen an einen anderen Ort gestellt werden. Stellen Sie sich mittig auf die Plattform und stehen Sie ruhig, bis der Wert erscheint.
Für vergleichbare Werte hilft eine feste Routine:
- Immer zur gleichen Tageszeit wiegen, am besten morgens nach dem Toilettengang.
- Möglichst ohne Kleidung oder in gleicher Kleidung wiegen.
- Bei Körperanalysewaagen barfuß auf die Elektroden stellen, Füße sauber und trocken.
- Vor der Messung zwei Stunden nach Essen, Sport oder Sauna warten.
- Nasse Füße vermeiden, Glasplatten sind dann rutschig, wie Soehnle ausdrücklich warnt.
Das Körpergewicht schwankt im Tagesverlauf um ein bis zwei Kilogramm. Einzelne Ausreißer sagen deshalb wenig, aussagekräftig ist der Trend über mehrere Wochen. Schreiben Sie sich die Werte auf oder lassen Sie die App den Durchschnitt bilden. Wenn die Waage beim ersten Einschalten eine Einrichtung verlangt, geben Sie Größe, Alter und Geschlecht korrekt ein, denn die Körperwerte werden daraus berechnet. Bei mehreren Nutzern sollte jede Person ihr eigenes Profil anlegen.
Pflege der Waage
Glasplatten reinigen Sie mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch und einem milden Reiniger. Soehnle rät ausdrücklich von aggressiven Reinigungsmitteln ab, Withings verbietet, die Waage oder Teile in Wasser zu tauchen. Danach trocken wischen, damit sich keine Feuchtigkeit in der Elektronik sammelt.
Bei Körperanalysewaagen sollten die Elektroden sauber bleiben. Hautfett und Seifenreste auf den Elektroden können die Messung stören. Wischen Sie die Metallflächen gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab. Drücken Sie nicht fest auf die Glasplatte und lassen Sie das Gerät nicht fallen.
Lagern Sie die Waage flach, nicht hochkant und nicht in einem Raum mit sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen. Bei längerer Nichtnutzung die Batterien herausnehmen, damit sie nicht auslaufen.
Typische Fehler beim Kauf
Der häufigste Fehler ist eine zu knapp bemessene Tragkraft. Wer 130 Kilogramm wiegt und ein Gerät mit 150 Kilogramm kauft, arbeitet nahe an der Grenze. Ebenso häufig ist der Kauf einer Analysewaage, obwohl nur das Gewicht interessiert. Die Zusatzwerte kosten Geld und bringen nur etwas, wenn man sie regelmäßig auswertet.
- Anzeige zu klein: Die Ziffernhöhe vor dem Kauf prüfen, nicht nur die Plattformgröße.
- App-Zwang übersehen: Manche Geräte brauchen die App für Einrichtung und Auswertung, die Omron BF511 kommt dagegen ohne App aus.
- Batterietyp ignorieren: Knopfzelle, AAA oder AA haben unterschiedliche Kosten und Wechselaufwand.
- Maße nicht geprüft: Plattformen reichen von 28 bis 35 Zentimetern, das ist beim Verstauen unter dem Badschrank entscheidend.
- Mehrere Nutzer vergessen: Nutzerspeicher und Personenerkennung sind nur bei einem Teil der Geräte vorhanden.
Prüfen Sie außerdem, ob Angaben der Händler zur Tragkraft mit dem Herstellerdatenblatt übereinstimmen. Bei einzelnen Modellen weichen sie ab.
Fachbegriffe verständlich erklärt
| Begriff | Bedeutung |
|---|
| Tragkraft | Höchstes Gewicht, das die Waage anzeigen darf. |
| Teilung, Anzeigeschritt | Stufen, in denen die Anzeige springt, zum Beispiel 100 Gramm. |
| BMI | Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. |
| BIA | Bioelektrische Impedanzanalyse, schätzt die Körperzusammensetzung über einen schwachen Strom. |
| Viszeralfett | Fett im Bauchraum um die inneren Organe. |
| Grundumsatz | Energie, die der Körper in Ruhe pro Tag verbraucht. |
| Tara | Funktion, ein Gewicht abzuziehen, bei Personenwaagen selten vorhanden. |
Der BMI ist eine grobe Kennzahl. Nach den Einstufungen der Weltgesundheitsorganisation gilt ein Wert zwischen 18,5 und 24,9 als normal, ab 25 als Übergewicht und ab 30 als Adipositas. Muskulöse Menschen können einen hohen BMI haben, ohne zu viel Fett zu tragen, deshalb ersetzt der Wert keine ärztliche Beurteilung.
Datenschutz und Apps bei vernetzten Waagen
Waagen mit Bluetooth oder WLAN übertragen Gewicht und Körperwerte an eine App des Herstellers. Das bringt Komfort: Der Verlauf wird automatisch gespeichert, mehrere Personen im Haushalt bekommen eigene Kurven, und die Daten lassen sich teilweise an Gesundheitsplattformen wie Apple Health oder Google Fit weitergeben. Dafür verlassen Gesundheitsdaten das Gerät und liegen auf Servern des Herstellers.
Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick auf drei Punkte:
- Konto: Für die meisten Apps ist ein Benutzerkonto nötig, bei den Withings-Modellen läuft schon die Einrichtung über die App.
- Weitergabe: Prüfen Sie in der App, ob Daten an andere Dienste weitergegeben werden und wie sich das abschalten lässt.
- Alternative: Geräte ohne App speichern höchstens die letzte Messung. Die Omron BF511 zeigt ihre Werte nur am Display, ein Rezensent auf der Herstellerseite nennt das ausdrücklich als Grund für den Kauf.
Wer seine Werte ohnehin auf Papier festhält, braucht keine Vernetzung. Wer Verläufe über Monate auswerten möchte, spart sich mit einer App das Abschreiben.
Häufige Fragen zu Personenwaagen
Wie genau sind Personenwaagen für zu Hause?
Die Anzeige springt in Stufen von 50 oder 100 Gramm, das ist aber nur die Auflösung und keine Aussage über die Genauigkeit. Haushaltswaagen sind in der Regel nicht geeicht und können leicht abweichen. Für den Alltag genügt das, wenn Sie immer dieselbe Waage am selben Ort nutzen. Prüfen lässt sich ein Gerät mit einem bekannten Gewicht, zum Beispiel mit mehreren gefüllten Wasserflaschen.
Wie zuverlässig messen Körperanalysewaagen den Körperfettanteil?
Die Waagen schätzen den Anteil über den elektrischen Widerstand des Körpers und ein Rechenmodell des Herstellers. Über die Herstellerangaben hinaus lässt sich keine Genauigkeit zusagen. Verschiedene Geräte zeigen deshalb unterschiedliche Prozentwerte. Aussagekräftig ist vor allem der Verlauf über Wochen auf demselben Gerät, gemessen unter gleichen Bedingungen.
Für wen ist eine Waage mit Körperanalyse nicht geeignet?
Die Withings-Anleitung nennt Herzschrittmacher, implantierte Defibrillatoren und andere implantierte elektronische Geräte als Ausschlussgrund. Omron empfiehlt Schwangeren, die VIVA nur zur Gewichtskontrolle zu nutzen, weil Flüssigkeitseinlagerungen die Werte verfälschen. Fragen Sie im Zweifel Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, bevor Sie eine Analysewaage verwenden.
Welche Tragkraft sollte eine Waage haben?
Wählen Sie eine Tragkraft, die deutlich über Ihrem Gewicht liegt. In diesem Vergleich reichen die Werte von 150 über 180 und 200 bis 250 Kilogramm. Wer um die 100 Kilogramm wiegt, kommt mit 150 Kilogramm aus. Ab etwa 130 Kilogramm empfiehlt sich ein Modell mit mindestens 180 Kilogramm, damit die Waage nicht an ihrer Grenze arbeitet.
Brauche ich eine App für die Waage?
Bei den einfachen Glaswaagen nicht, sie zeigen das Gewicht direkt an. Auch die Omron BF511 funktioniert ohne App und zeigt die Körperwerte am Display. Die Withings-Modelle sind dagegen auf die App ausgelegt, die Einrichtung läuft laut Anleitung darüber. Bluetooth-Waagen wie die Beurer BF 720 lassen sich nach Herstellerangaben teilweise auch ohne Smartphone einstellen.
Wo sollte die Waage stehen?
Am besten auf einem festen, ebenen Boden wie Fliesen oder Laminat. Auf Teppich sinken die Füße ein, das verfälscht den Wert. Stellen Sie die Waage immer an dieselbe Stelle, damit die Bedingungen gleich bleiben. Wegen der Rutschgefahr auf nassem Glas sollten Sie nur mit trockenen Füßen aufsteigen und die Waage nicht direkt im Duschbereich lagern.
Wie oft sollte ich mich wiegen?
Das hängt vom Ziel ab. Das Gewicht schwankt im Tagesverlauf um ein bis zwei Kilogramm, etwa durch Essen, Trinken und Wasserhaushalt. Wer den Verlauf beobachten will, wiegt sich ein- bis zweimal pro Woche oder täglich zur gleichen Zeit und betrachtet den Durchschnitt. Entscheidend ist eine feste Routine, nicht die einzelne Zahl.
Wie lange halten die Batterien?
Das hängt vom Gerät und von der Nutzung ab. Soehnle nennt für die Style Sense Compact 300 bis zu zwei Jahre bei zweimaliger Nutzung am Tag. Withings gibt für die Body Smart und die Body Comp mit vier AAA-Batterien etwa 15 Monate bei typischer Nutzung an. Mehrere Geräte zeigen auf dem Display an, wenn die Batterie gewechselt werden muss.
Warum zeigen zwei Waagen unterschiedliche Werte?
Gründe sind unterschiedliche Sensoren, Toleranzen, Untergründe und Tageszeiten. Bei Körperanalysewaagen kommen verschiedene Rechenmodelle hinzu. Ein Unterschied von einigen hundert Gramm beim Gewicht ist bei Haushaltsgeräten normal. Wechseln Sie die Waage mitten in einer Beobachtung, vergleichen Sie danach nicht direkt mit den alten Werten, sondern beginnen Sie einen neuen Verlauf.