So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Schnittleistung (35 %)
Zählen Schnitttiefe in Holz und Stahl, Hubzahl, Hubhöhe und Pendelhub laut Hersteller.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Metabo ST 18 LT 130 BL | 1,4 | 130 mm Holz, 35 mm NE-Metall, 10 mm Stahl und bis 3.500 Hübe pro Minute mit vier Pendelstufen. |
| 2. Makita DJV185Z | 1,4 | 135 mm Holz, 10 mm Stahl, 20 mm Aluminium und 800 bis 3.000 Hübe bei bürstenlosem Motor. |
| 3. Makita 4351FCTJ | 1,3 | 135 mm Holz, 20 mm Aluminium, 10 mm Stahl und 26 mm Hubhöhe bei 720 W und 700 W Ausgangsleistung. |
| 4. Einhell TC-JS 80/1 Kit | 2,3 | 80 mm Holz und 10 mm Stahl bei 550 W und 20 mm Hubhöhe liegen im Mittelfeld des Vergleichs. |
| 5. Bosch PST 900 PEL | 2,0 | 90 mm Holz und 8 mm Stahl bei 620 W und regelbarer Hubzahl liegen im oberen Mittelfeld. |
| 6. DeWalt DCS334N | 1,3 | 135 mm Holz, 10 mm Metall, 26 mm Hubhöhe und bis 3.200 Hübe pro Minute mit bürstenlosem Motor. |
| 7. Einhell TC-JS 18/70 Li Set | 2,8 | 70 mm Holz, 8 mm Stahl und bis 2.700 Hübe pro Minute liegen unter den Werten der stärkeren Geräte. |
| 8. Festool PS 300 EQ-Plus | 1,7 | 120 mm Holz, 20 mm NE-Metall, 10 mm Stahl und bis 2.900 Hübe bei 720 W und 26 mm Hub. |
| 9. Black+Decker KFBES500K | 3,1 | 70 mm Holz und nur 5 mm Stahl sind der niedrigste Metallwert des Vergleichs, die Hubhöhe ist nicht angegeben. |
| 10. Bosch PST 650 | 3,4 | 65 mm Holz und 4 mm Stahl sind die niedrigsten Schnitttiefen im Vergleich. |
Ausstattung (25 %)
Zählen Koffer, mitgelieferte Sägeblätter, Absaugung, Beleuchtung und Schutzfunktionen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Metabo ST 18 LT 130 BL | 1,7 | LED, Ausblasfunktion, Wiederanlaufschutz, Schutzglas und Absaugstutzen, aber ohne Akku und Ladegerät. |
| 2. Makita DJV185Z | 1,8 | Zwei LED, XPT-Schutz und drei Pendelstufen, aber kein Akku, kein Ladegerät und kein Koffer in der Angabe. |
| 3. Makita 4351FCTJ | 1,3 | MAKPAC, drei Sägeblätter, Gleitschuh, Spanreißschutz, Absaugstutzen und LED sind die umfangreichste Ausstattung. |
| 4. Einhell TC-JS 80/1 Kit | 2,1 | Koffer, drei Sägeblätter und Absaugstutzen sind für den Preis ein solider Lieferumfang. |
| 5. Bosch PST 900 PEL | 1,6 | Koffer, Absaughaube, CutControl-Führung, Blattfach und PowerLight bilden eine umfangreiche Ausstattung. |
| 6. DeWalt DCS334N | 2,5 | Als Solo-Gerät ohne Akku und Ladegerät, zu Koffer und Sägeblättern liegen keine Angaben vor. |
| 7. Einhell TC-JS 18/70 Li Set | 1,9 | Akku, Ladegerät, Späneschutz, Absaugadapter und Ausblasfunktion sind für 60 Euro viel Ausstattung. |
| 8. Festool PS 300 EQ-Plus | 1,5 | Systainer³, zwei Sägeblätter, Spanschutz, Dreifachführung und Anschluss an Führungsschienen. |
| 9. Black+Decker KFBES500K | 2,9 | Koffer und ein Holzsägeblatt sind der knappste Lieferumfang im Vergleich. |
| 10. Bosch PST 650 | 2,9 | Koffer und ein Sägeblatt bilden einen knappen Lieferumfang, SDS-Wechsel und Stahlplatte gleichen das etwas aus. |
Handhabung (25 %)
Zählen Gewicht, Gehrungsmöglichkeit und die Frage, ob das Gerät am Kabel oder am Akku arbeitet.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Metabo ST 18 LT 130 BL | 1,3 | Mit 1,5 kg ohne Akku das leichteste Gerät im Vergleich, Gehrung ±45°. |
| 2. Makita DJV185Z | 1,4 | 1,7 kg ohne Akku und Neigung bis 45° in beide Richtungen sind sehr handlich. |
| 3. Makita 4351FCTJ | 2,8 | 2,5 kg ohne Kabel sind nach dem Festool das schwerste Gerät, dafür liegt es ruhig in der Hand. |
| 4. Einhell TC-JS 80/1 Kit | 2,0 | 1,81 kg und Gehrung bis 45° sind ordentlich, die Stromversorgung hängt am Kabel. |
| 5. Bosch PST 900 PEL | 2,4 | 2,2 kg am Kabel und eine einstellbare Fußplatte, der Gehrungswinkel ist nicht angegeben. |
| 6. DeWalt DCS334N | 1,9 | 2,1 kg und Softgrip, die Neigung der Grundplatte ist nicht angegeben. |
| 7. Einhell TC-JS 18/70 Li Set | 1,9 | Ohne Kabel nutzbar, ±45° Gehrung, 2,12 kg liegen im Mittelfeld. |
| 8. Festool PS 300 EQ-Plus | 3,0 | 2,7 kg sind das höchste Gewicht im Vergleich, die Führung soll dafür sehr genaue Schnitte liefern. |
| 9. Black+Decker KFBES500K | 1,9 | 1,7 kg, regelbare Hubzahl und Gehrung bis 45° sprechen für eine leichte Handhabung. |
| 10. Bosch PST 650 | 2,0 | 1,6 kg machen sie zum leichtesten Netzgerät, Angaben zu Pendelhub und Gehrung fehlen. |
Preis-Leistung (15 %)
Setzt die übrigen Teilnoten ins Verhältnis zum Straßenpreis bei Otto, bei Akkugeräten mit und ohne Akku.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Metabo ST 18 LT 130 BL | 2,3 | 150 Euro nur für das Gerät, Akku und Ladegerät kommen hinzu. |
| 2. Makita DJV185Z | 2,3 | 150 Euro nur für das Gerät, Akku und Ladegerät kommen hinzu. |
| 3. Makita 4351FCTJ | 2,4 | Für 170 Euro gibt es viel Leistung und Ausstattung, der Preis liegt aber im oberen Drittel. |
| 4. Einhell TC-JS 80/1 Kit | 1,3 | Mit 40 Euro und dieser Ausstattung gehört sie zu den günstigsten Geräten des Vergleichs. |
| 5. Bosch PST 900 PEL | 1,9 | Für 90 Euro gibt es viel Ausstattung und über 300 Bewertungen mit fünf Sternen. |
| 6. DeWalt DCS334N | 2,8 | 200 Euro nur für das Gerät, ohne Akku und mit lückenhafter Ausstattungsangabe. |
| 7. Einhell TC-JS 18/70 Li Set | 1,5 | Akku und Ladegerät sind im Preis enthalten, das macht das Set zum günstigsten Akku-Einstieg. |
| 8. Festool PS 300 EQ-Plus | 3,6 | 420 Euro sind mehr als das Doppelte des nächstteuren Geräts, die Daten rechtfertigen das nur zum Teil. |
| 9. Black+Decker KFBES500K | 1,6 | Mit rund 30 Euro ist sie das günstigste Gerät, die Schnittdaten fallen entsprechend knapp aus. |
| 10. Bosch PST 650 | 2,2 | Für 50 Euro mit einer sehr großen Zahl positiver Bewertungen, aber mit geringer Schnitttiefe. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Stichsägen achten sollten
Wie arbeitet eine Stichsäge?
Eine Stichsäge bewegt ein schmales Sägeblatt auf und ab. Das Blatt ist an einem Stößel befestigt, den der Motor über ein Getriebe antreibt. Die Strecke, die das Blatt bei jedem Hub zurücklegt, heißt Hubhöhe. Im Vergleich liegen die angegebenen Werte zwischen 20 und 26 Millimetern. Wie oft das Blatt pro Minute auf und ab geht, gibt die Hubzahl an. Bei den hier verglichenen Geräten reicht sie von 500 bis 3.500 Hüben pro Minute.
Die Säge liegt mit einer Fußplatte auf dem Werkstück auf. Diese Platte führt das Gerät und lässt sich bei den meisten Modellen für Schnitte im Winkel schwenken. Das Blatt ist nur an einem Ende eingespannt, deshalb verläuft ein Schnitt bei dickem Material nie ganz senkrecht. Je tiefer geschnitten wird, desto stärker kann das Blatt ausweichen. Hochwertige Geräte stützen das Blatt daher mit einer zusätzlichen Führung ab, zum Beispiel mit Führungsrollen oder, wie bei einem der verglichenen Modelle, mit einer dreifachen Blattführung.
Stichsägen schneiden gerade Linien, Kurven und Ausschnitte. Für enge Kurven ist die Stichsäge das richtige Werkzeug.
Die Stichsäge ist das Werkzeug für Kurven, Ausschnitte und kurze gerade Schnitte. Für lange gerade Schnitte in Platten ist eine Handkreissäge mit Führungsschiene genauer und schneller, weil sich das Sägeblatt nicht verbiegen kann. Eine Säbelsäge, bei der das Blatt in Längsrichtung des Geräts hin und her fährt, eignet sich für grobe Arbeiten wie das Zerlegen von Ästen, Rohren oder Bauholz und für Abbrucharbeiten. Für saubere Kanten ist sie nicht gedacht.
Kabel oder Akku: welche Bauart passt?
Netzgeräte liefern gleichbleibende Leistung, solange eine Steckdose oder ein Verlängerungskabel in Reichweite ist. Sie sind meist günstiger, weil kein Akku zum Gerät gehört. Im Vergleich kosten die Netzgeräte bei Otto zwischen rund 30 und 420 Euro.
Akkugeräte arbeiten ohne Kabel, das ist auf Dächern, im Garten oder beim Einbau von Küchenarbeitsplatten bequem. Dafür braucht das Gerät einen Akku und ein Ladegerät. Viele Hersteller verkaufen ihre Geräte deshalb als Solo-Ausführung ohne Akku. Wer bereits Akkus desselben Systems besitzt, spart Geld. Wer keine besitzt, muss Akku und Ladegerät zusätzlich kaufen.
Wichtig ist deshalb der Blick auf die Produktbezeichnung. Heißt es „Solo“ oder „ohne Akku und Ladegerät“, gilt der Preis nur für das Gerät. Im Vergleich enthält nur das Einhell-Set Akku und Ladegerät. Die Akkusysteme sind zwischen den Marken nicht austauschbar, mit Ausnahme von Systemen, die sich Hersteller teilen.
- Netzgerät: günstiger, konstante Leistung, Kabel nötig.
- Akku-Set: sofort einsatzbereit, Preis enthält Akku und Ladegerät.
- Akku solo: günstig, wenn Akkus schon vorhanden sind.
Die wichtigsten Kaufkriterien im Überblick
Die Schnitttiefe ist die Zahl, die die Hersteller am deutlichsten nennen. Sie gilt bei senkrechter Führung in Holz oder Stahl. Im Vergleich nennen die Hersteller zwischen 65 und 135 Millimetern in Holz und zwischen 4 und 10 Millimetern in Stahl. Wer vor allem Küchenarbeitsplatten, Bretter und Platten bis 40 Millimeter schneidet, braucht keine 135 Millimeter.
Die Leistungsaufnahme in Watt sagt, wie viel Strom das Gerät maximal zieht. Entscheidender für die Sägeleistung ist die Abgabeleistung. Sie liegt deutlich darunter: Bosch nennt für die PST 650 bei 500 Watt Aufnahme 300 Watt Abgabe, für die PST 900 PEL bei 620 Watt Aufnahme 340 Watt. Bei Akkugeräten steht stattdessen die Spannung, meist 18 Volt.
Eine regelbare Hubzahl hilft bei Metall, Kunststoff und Laminat, weil dort langsamer gesägt werden muss. Der Pendelhub lässt das Blatt beim Aufwärtshub leicht nach vorn schwingen und beschleunigt den Schnitt in Holz.
- Gehrung: Die Fußplatte sollte sich bis 45 Grad nach links und rechts schwenken lassen.
- Blattwechsel: Werkzeuglose Systeme sparen Zeit und sind sicherer.
- Absaugung: Ein Anschluss für einen Sauger hält die Schnittlinie frei.
- Gewicht: Über Kopf oder an Wänden spielen schon 500 Gramm Unterschied eine Rolle.
Sägeblätter und Aufnahme
Die Blattaufnahme entscheidet, welche Blätter passen. Die meisten Geräte nutzen heute Blätter mit T-Schaft, bei einigen älteren oder einfachen Geräten kommen noch U-Schäfte vor. Bosch liefert mit seinen Geräten ein Holzblatt T 144 D mit, ein Blatt mit T-Schaft. Wer ein Gerät kauft, sollte die Aufnahme prüfen, weil nicht jedes Blatt in jede Säge passt.
Neben der Aufnahme zählen Material und Zahnung. Grobe Zähne schneiden Holz schnell, hinterlassen aber eine rauere Kante. Feine Zähne arbeiten sauberer und eignen sich für Laminat, Furnier und Kunststoff. Blätter für Metall haben sehr feine Zähne und bestehen aus gehärtetem Stahl.
| Material | Zahnung | Pendelhub |
|---|
| Weichholz, Bauholz | grob | hohe Stufe |
| Hartholz, Laminat | mittel bis fein | niedrige bis mittlere Stufe |
| Kunststoff | fein | niedrig oder aus |
| Aluminium, Stahlblech | sehr fein | aus, mit Hubzahlregelung langsam |
Die Tabelle gibt Anhaltswerte. Die Hinweise des Blattherstellers haben Vorrang, weil Zahnform und Material je nach Hersteller abweichen.
Den Pendelhub richtig einstellen
Beim Pendelhub schwingt das Blatt beim Aufwärtshub nach vorn und beim Abwärtshub zurück. Dadurch schneidet es nur beim Aufwärtshub und kommt schneller voran. Dafür wird die Schnittkante rauer und das Blatt nutzt sich schneller ab. Bei fünf der zehn Geräte nennen die Hersteller die Stufenzahl des Pendelhubs, sie liegt bei drei bis vier Stufen, bei drei Geräten mit zusätzlicher Neutralstellung.
Wer eine saubere Kante braucht, etwa an einer sichtbaren Küchenarbeitsplatte, stellt eine niedrige Stufe oder die Neutralstellung ein und sägt langsam. Für grobe Zuschnitte im Bauholz darf die höchste Stufe genutzt werden. Bei Metall und Kunststoff bleibt der Pendelhub aus.
Der Spanreißschutz hilft zusätzlich. Das ist eine kleine Kunststoffeinlage an der Fußplatte oder ein Aufsatz, der die Holzfasern an der Oberseite der Schnittkante festhält. Makita und Festool liefern ihn mit, bei Einhell gehört ein Späneschutz zum Set.
Akkusysteme und laufende Kosten
Wer ein Solo-Gerät kauft, legt sich auf ein Akkusystem fest. Die verglichenen Solo-Geräte gehören zu den Systemen Makita LXT, Metabo, DeWalt XR und dem System Power X-Change von Einhell. Jeder Akku passt nur im eigenen System. Ein zweites Gerät desselben Herstellers, zum Beispiel ein Akkuschrauber, spart später den Kauf eines weiteren Akkus.
Ein Rechenbeispiel zeigt den Unterschied. Das Einhell-Set kostet bei Otto 59,99 Euro mit Akku und Ladegerät. Die Makita DJV185Z kostet 147,38 Euro ohne Akku und Ladegerät. Besitzt der Käufer bereits LXT-Akkus, entstehen keine weiteren Kosten. Ohne Akkus kommt ein Akku mit Ladegerät hinzu, dessen Preis je nach Kapazität deutlich schwankt.
Bei Netzgeräten fällt Strom an, allerdings wenig. Zieht ein Gerät mit 550 Watt eine Stunde lang volle Leistung, sind das 0,55 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von 0,35 Euro je Kilowattstunde sind das rund 19 Cent. Gesägt wird selten eine Stunde am Stück, deshalb spielen die Stromkosten bei einer Stichsäge kaum eine Rolle.
Sicher und sauber sägen
Das Werkstück muss fest liegen. Mit Schraubzwingen auf einer Werkbank oder auf zwei Böcken lässt es sich nicht verschieben. Die Säge wird erst eingeschaltet, wenn die Fußplatte auf dem Material aufliegt, und erst nach dem Stillstand des Blattes abgehoben.
Für Ausschnitte innerhalb einer Platte wird zuerst ein Loch gebohrt, in das das Blatt passt. Bei Geräten mit Pendelhub und Anlaufregelung ist auch ein vorsichtiges Eintauchen möglich. Das setzt Übung voraus.
- Vor jedem Blattwechsel den Netzstecker ziehen oder den Akku entnehmen.
- Schutzbrille und Gehörschutz tragen, Staub möglichst absaugen.
- Die Schnittlinie vorzeichnen und die Säge mit leichtem Druck führen, ohne zu drücken.
- Bei Kurven langsamer sägen, damit das Blatt nicht verläuft.
Makita nennt für die DJV185Z einen Schallleistungspegel von 95 Dezibel, Metabo für die ST 18 LT 130 BL einen Schalldruckpegel von 90 Dezibel. Bei längerem Arbeiten ist Gehörschutz sinnvoll.
Typische Fehler beim Kauf
Der häufigste Fehler ist der Blick nur auf die Wattzahl. Eine hohe Leistungsaufnahme sagt wenig über die Sägeleistung, wenn Getriebe, Blattführung und Hubzahl nicht dazu passen. Besser ist ein Blick auf Schnitttiefe, Hubzahl und Bauart.
Zweiter Fehler: Solo-Geräte werden mit Sets verwechselt. Ein Preis von 150 Euro kann nur das Gerät meinen, die Kosten für Akku und Ladegerät kommen dann hinzu. Bei Akkugeräten sollte der Preis immer mit den Kosten eines Akkus zusammen betrachtet werden.
Dritter Fehler: Die maximale Schnitttiefe wird überschätzt. Wer überwiegend 28-Millimeter-Platten oder 40 Millimeter dicke Arbeitsplatten schneidet, braucht keine 135 Millimeter. Wichtiger sind dann eine gute Führung, eine regelbare Hubzahl und ein feines Blatt.
Vierter Fehler: Die Blattaufnahme wird nicht geprüft. Passende Blätter sind günstig, aber nur, wenn die Aufnahme zum Gerät passt. Fünfter Fehler: Das Gewicht wird ignoriert. Bei Arbeiten über Kopf macht das leichtere Gerät den Unterschied.
Pflege und Aufbewahrung
Nach dem Sägen sollten Späne und Staub aus der Fußplatte, aus der Blattführung und aus den Lüftungsschlitzen entfernt werden. Ein Pinsel und ein Staubsauger reichen. Die Führungsrolle, an der das Blatt anliegt, braucht gelegentlich einen Tropfen Maschinenöl, sofern der Hersteller das vorsieht.
Stumpfe Blätter erkennt man an Rauchentwicklung, an ausgerissenen Kanten und am Verlaufen des Schnitts. Sie sollten sofort getauscht werden, weil sie den Motor stärker belasten. Ein neues Blatt kostet nur wenige Euro.
Akkus sollten kühl und trocken gelagert werden. Bei längerer Lagerung ist ein Ladestand von etwa der Hälfte günstig. Der Koffer schützt Säge und Blätter vor Staub und Stößen und hilft, Zubehör beieinander zu halten.
Fachbegriffe kurz erklärt
- Hubzahl: Anzahl der Auf- und Abwärtsbewegungen des Blattes pro Minute.
- Hubhöhe: Weg, den das Blatt bei einem Hub zurücklegt. Eine größere Hubhöhe schneidet bei gleicher Hubzahl schneller.
- Pendelhub: Leichte Vorwärtsbewegung des Blattes beim Aufwärtshub für schnelleren Schnitt in Holz.
- Gehrungsschnitt: Schnitt im Winkel, dafür wird die Fußplatte geschwenkt.
- Solo-Gerät: Akkugerät, das ohne Akku und Ladegerät verkauft wird.
- T-Schaft: Verbreitete Blattaufnahme, bei der das Blatt mit einem T-förmigen Ende einrastet.
- Brushless: Bürstenloser Motor, der weniger Verschleiß hat und effizienter arbeitet.
- Spanreißschutz: Einlage, die das Ausreißen der Holzfasern an der Schnittkante verhindert.
Häufige Fragen zu Stichsägen
Welche Stichsäge eignet sich für Heimwerker?
Für gelegentliche Arbeiten an Brettern, Platten und Arbeitsplatten genügt ein Netzgerät mit 500 bis 620 Watt und 65 bis 90 Millimetern Schnitttiefe in Holz. Wer kabellos arbeiten möchte, findet im Vergleich ein Akku-Set mit Ladegerät für rund 60 Euro. Mit größerer Schnitttiefe und stärkerem Motor lohnt sich der Aufpreis erst, wenn häufig Balken oder Kantholz geschnitten werden.
Was bedeutet Solo bei Akkugeräten?
Solo heißt, dass das Gerät ohne Akku und ohne Ladegerät verkauft wird. Der genannte Preis gilt nur für die Säge selbst. Wer bereits Akkus desselben Herstellers besitzt, kann sie weiterverwenden. Wer keine hat, muss Akku und Ladegerät hinzukaufen. Im Vergleich sind drei der vier Akkugeräte Solo-Geräte, nur das Einhell-Set enthält Akku und Ladegerät.
Wie tief kann eine Stichsäge schneiden?
Die Hersteller nennen im Vergleich zwischen 65 und 135 Millimeter in Holz und zwischen 4 und 10 Millimeter in Stahl. Diese Werte gelten bei senkrechter Führung. Bei großer Tiefe weicht das Blatt häufig aus, der Schnitt wird dann schräg. Für Arbeitsplatten von 40 Millimetern reichen alle Geräte im Vergleich. Wer Balken sägt, sollte mindestens 90 Millimeter wählen.
Wozu dient der Pendelhub?
Der Pendelhub lässt das Blatt beim Aufwärtshub leicht nach vorn schwingen. Das beschleunigt den Schnitt in Holz und entlastet das Blatt beim Rückhub. Die Schnittkante wird dabei rauer. Für saubere Kanten wird eine niedrige Stufe oder die Neutralstellung gewählt, für Metall und Kunststoff bleibt der Pendelhub ganz aus. Die verglichenen Geräte bieten je nach Modell drei oder vier Stufen.
Welches Sägeblatt brauche ich für Holz, Metall und Kunststoff?
Für Holz eignen sich Blätter mit gröberer Zahnung, für saubere Kanten in Laminat oder Kunststoff Blätter mit feiner Zahnung. Für Metall braucht es Blätter mit sehr feinen Zähnen aus gehärtetem Stahl und eine niedrige Hubzahl. Wichtig ist, dass die Aufnahme zum Gerät passt. Die meisten Geräte im Vergleich nutzen den verbreiteten T-Schaft, Details stehen in der Anleitung.
Lohnt sich ein bürstenloser Motor?
Ein bürstenloser Motor hat keine Kohlebürsten, die verschleißen. Hersteller geben dadurch eine längere Lebensdauer und eine effizientere Nutzung des Akkus an. Im Vergleich sind die Makita DJV185Z, die Metabo ST 18 LT 130 BL und die DeWalt DCS334N bürstenlos ausgeführt. Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten ist der Unterschied im Alltag gering, bei häufigem Einsatz zahlt er sich eher aus.
Wie schneide ich einen Ausschnitt in eine Platte?
Zuerst wird ein Startloch gebohrt, das größer ist als die Breite des Sägeblatts. Dann setzt man die Säge mit laufendem Blatt vorsichtig an die Schnittlinie. Bei Küchenarbeitsplatten wird die Ecke gerundet vorgebohrt, damit keine Spannungsrisse entstehen. Sägen Sie langsam und mit niedriger Pendelstufe, damit die sichtbare Kante sauber bleibt.
Wie laut ist eine Stichsäge?
Makita nennt für die DJV185Z 95 Dezibel und für die 4351FCTJ 96 Dezibel Schallleistungspegel, Metabo für die ST 18 LT 130 BL 90 Dezibel Schalldruckpegel. Bei längerem Sägen ist Gehörschutz sinnvoll. Zusätzlich sollte man eine Schutzbrille tragen und, wenn möglich, einen Sauger an den Absaugstutzen anschließen, um Staub zu binden.
Wie lange hält ein Akku?
Das hängt von der Kapazität, der Belastung und dem Material ab. Sehr feine Schnitte in dünnem Holz belasten den Akku wenig, tiefe Schnitte in Hartholz viel. Hersteller nennen dazu selten feste Werte. Im Vergleich liegen dazu keine Angaben vor. Wer länger arbeitet, sollte einen zweiten Akku bereithalten oder einen mit höherer Kapazität kaufen.
Brauche ich einen Koffer?
Ein Koffer schützt Säge und Blätter bei Transport und Lagerung und hält Zubehör beisammen. Im Vergleich liefern Einhell TC-JS 80/1, Black+Decker, Bosch und Makita 4351FCTJ einen Koffer mit, Festool einen Systainer. Bei den Solo-Akkugeräten im Vergleich ist in den abgerufenen Angaben kein Koffer aufgeführt. Wer die Säge selten bewegt, kommt ohne Koffer aus.