Kaufberatung: Worauf Sie bei Winkelschleifer achten sollten
Welche Bauarten gibt es?
Winkelschleifer unterscheiden sich zuerst im Scheibendurchmesser. Kleine Geräte arbeiten mit 115 oder 125 mm, große mit 180 oder 230 mm. Für Haus, Garten und Werkstatt reichen 115 und 125 mm in der Regel aus. Die 125-mm-Scheibe schneidet etwas tiefer und ist das gängigste Format, entsprechend groß ist die Auswahl an Trenn-, Schrupp- und Fächerscheiben. In diesem Vergleich liegt die maximale Schnitttiefe bei 29 mm (Makita DGA511Z) bis 35 mm (Makita GA5030R), soweit die Hersteller sie nennen.
Der zweite Unterschied ist die Energieversorgung. Kabelgeräte laufen ohne Akkuwechsel beliebig lange, Akkugeräte sind frei beweglich und brauchen keine Steckdose. Der dritte Unterschied betrifft den Motor: Klassische Motoren arbeiten mit Kohlebürsten, die sich abnutzen und irgendwann ersetzt werden müssen. Bürstenlose Motoren haben dieses Verschleißteil nicht. Laut Einhell unterliegt der bürstenlose Motor keinerlei Verschleiß und ist wartungsfrei. Im Vergleich sind das Makita DGA511Z, der Einhell AXXIO 18/125, der DeWalt DCG405N und das Kabelgerät Flex L 13-10 125-EC bürstenlos, das Metabo WEV 11-125 Quick arbeitet mit Kohlebürsten, beim Bosch GWS 18V-11 S nennt die Herstellerseite die Motorart nicht.
Schließlich gibt es Geräte mit fester und mit regelbarer Drehzahl. Regelbare Modelle kosten meist etwas mehr, erlauben aber das Arbeiten mit Fächerscheiben, Polierzubehör und Drahtbürsten bei niedrigerer Drehzahl.
Netzbetrieb oder Akku: was passt zu welchem Einsatz?
Wer selten schleift und trennt, kommt mit einem günstigen Kabelgerät am besten zurecht. Es braucht keine Ladezeit, ist sofort einsatzbereit und liefert für die Preisklasse mehr Leistung. Der Einhell TE-AG 125/1010 CE Q bietet 1.010 W für rund 60 Euro, der Metabo W 750-125 kostet ähnlich viel und leistet 750 W.
Akkugeräte lohnen sich, wenn keine Steckdose in der Nähe ist, etwa bei Arbeiten am Zaun, auf dem Dach oder im Gartenhaus. Der Preis ist allerdings nur ein Teil der Rechnung: Alle vier Geräte im Vergleich werden ohne Akku und Ladegerät verkauft. Außerdem gilt ein Akkusystem pro Hersteller. Wer bereits Bosch-, Makita-, Einhell- oder DeWalt-Akkus besitzt, sollte beim passenden Gerät bleiben.
| Merkmal | Kabelgerät | Akkugerät |
|---|
| Preisspanne im Vergleich | 60 bis 190 Euro | 80 bis 160 Euro, ohne Akku |
| Gewicht im Vergleich | 1,8 bis 2,1 kg ohne Kabel | 1,58 bis 1,75 kg ohne Akku |
| Laufzeit | unbegrenzt | abhängig vom Akku |
| Zusatzkosten | gegebenenfalls Verlängerungskabel | Akku und Ladegerät |
| Einsatzort | mit Steckdose | überall |
Bei Akkugeräten kommt das Akkugewicht hinzu. Makita nennt für das DGA511Z mit Akku 2,3 bis 3,8 kg, je nach Akkugröße.
Leistung richtig lesen
Auf der Verpackung steht meist die Nennaufnahme in Watt. Sie beschreibt, wie viel elektrische Leistung das Gerät aus der Steckdose zieht, nicht, wie viel am Werkzeug ankommt. Die Abgabeleistung ist deutlich niedriger. Beim Bosch GWS 9-125 S sind es 900 W Nenneingangsleistung und 450 W Abgabeleistung, beim Metabo WEV 11-125 Quick 1.100 W und 640 W, beim Flex L 13-10 125-EC 1.300 W und 910 W, beim Metabo W 750-125 750 W und 475 W.
Bei Akkugeräten fehlt die Wattangabe häufig. Einhell vergleicht den AXXIO 18/125 mit einem Kabelgerät von 700 W, Bosch das GWS 18V-11 S mit einem Gerät von 1.100 W. Solche Vergleiche sind Herstellerangaben und lassen sich nicht überprüfen, sie geben aber eine grobe Einordnung.
Für den Hausgebrauch genügen 700 bis 1.000 W. Mehr Leistung hilft beim dauerhaften Schruppen oder Trennen dicker Profile, weil der Motor unter Last weniger einbricht. Wichtiger als die reine Wattzahl ist oft die Frage, ob die Drehzahl unter Last stabil bleibt. Metabo setzt dafür beim WEV 11-125 Quick auf eine Vollwellenelektronik, Flex beim L 13-10 125-EC auf eine Konstantelektronik.
Drehzahl und Drehzahlregelung
Die Leerlaufdrehzahl nennt die Umdrehungen pro Minute ohne Belastung. Im Vergleich reicht sie von 8.500 min-1 beim Einhell AXXIO 18/125 bis 12.000 min-1 beim Einhell TE-AG 125/1010 CE Q. Entscheidend ist, dass die Höchstdrehzahl der Scheibe mindestens so hoch ist wie die des Geräts. Die zulässige Drehzahl steht auf jeder Scheibe. Trennscheiben mit 125 mm Durchmesser sind meist für eine Umfangsgeschwindigkeit von 80 m/s ausgelegt, das entspricht rund 12.200 Umdrehungen pro Minute.
Eine Drehzahlregelung bietet sich an, wenn Sie verschiedene Materialien bearbeiten. Hohe Drehzahlen eignen sich für Trennscheiben in Stahl. Niedrigere Drehzahlen schonen Kunststoff, Lack und Aluminium und verhindern, dass Drahtbürsten Borsten verlieren oder Fächerscheiben verbrennen. Das Bosch GWS 18V-11 S bietet sechs Stufen zwischen 3.000 und 9.000 min-1, das Makita DGA511Z regelt elektronisch zwischen 3.000 und 8.500 min-1 und passt die Drehzahl zusätzlich automatisch an.
Wer fast nur trennt und schruppt, kommt mit fester Drehzahl aus. Das gilt für den Flex L 13-10 125-EC, den DeWalt DCG405N, das Makita GA5030R und den Metabo W 750-125. Für gemischte Arbeiten ist eine regelbare Drehzahl bequemer.
Sicherheitsausstattung
Winkelschleifer gehören zu den Elektrowerkzeugen mit dem höchsten Unfallrisiko. Wichtige Schutzfunktionen sind deshalb kein Luxus. Der Wiederanlaufschutz verhindert, dass das Gerät nach einem Stromausfall oder beim Einstecken des Netzsteckers von selbst anläuft, bei Akkugeräten beim Einsetzen des Akkus. Nach den Herstellerangaben haben ihn alle Geräte außer dem Bosch GWS 18V-11 S und dem Einhell TE-AG 125/1010 CE Q, bei denen die Seiten dazu schweigen.
Der Sanftanlauf begrenzt den Anlaufstrom und den Ruck beim Einschalten. Das Gerät läuft langsamer hoch, die Scheibe schlägt weniger aus, und die Sicherung im Haushalt löst seltener aus. Dazu kommen elektronischer Überlastschutz, Temperaturüberwachung und beim Flex L 13-10 125-EC ein Anti-Kickback-System, das den Motor abschaltet, wenn die Scheibe blockiert. Bei Makita übernimmt diese Aufgabe beim DGA511Z die Blockiererkennung AFT, bei DeWalt eine elektronische Kupplung, bei Metabo eine mechanische Sicherheitskupplung.
Die Schutzhaube gehört bei jedem Einsatz montiert. Sie lenkt Funken und Splitter ab und fängt Scheibenbruchstücke auf. Verstellbare Hauben mit Schnellverstellung, wie beim Einhell-Gerät, erleichtern den Wechsel zwischen Trennen und Schleifen.
Scheibenwechsel und Zubehör
Die gängige Aufnahme ist ein M14-Gewinde auf der Spindel, die Scheiben haben eine Bohrung von 22,23 mm. Beides finden Sie in den Datenblättern der Geräte in diesem Vergleich. Zum Spannen der Scheibe dient entweder eine Zweilochmutter mit Schlüssel oder eine Schnellspannmutter, die sich von Hand lösen lässt.
Mit Schlüssel arbeiten laut Lieferumfang das Bosch GWS 9-125 S (Zweilochschlüssel), der Flex L 13-10 125-EC (Stirnlochschlüssel) und der Metabo W 750-125. Schnellspannsysteme haben der Metabo WEV 11-125 Quick (M-Quick), der Einhell TE-AG 125/1010 CE Q (Quick-Fix-Nut), das Bosch GWS 18V-11 S (SDS clic M14) und der DeWalt DCG405N. Wer häufig zwischen Trenn-, Schrupp- und Fächerscheibe wechselt, spart damit Zeit. Vorsicht ist bei Zubehör mit Sonderaufnahme geboten: Scheiben mit X-Lock-Aufnahme passen nur auf Geräte mit X-Lock-Aufnahme.
Zum Schneiden von Metall nutzt man dünne Trennscheiben mit etwa 1 mm Dicke. Schruppscheiben sind dicker und nur zum Abtragen gedacht, nicht zum Trennen. Für Fliesen und Stein gibt es Diamantscheiben. Kaufen Sie Scheiben, die für Ihre Drehzahl und für das Material freigegeben sind, und prüfen Sie jede Scheibe vor dem Einsetzen auf Risse und Ausbrüche.
Verbrauch und laufende Kosten
Die Stromkosten eines Winkelschleifers fallen kaum ins Gewicht, denn das Gerät läuft meist nur kurz. Ein Beispiel: Der Einhell TE-AG 125/1010 CE Q hat 1.010 W Leistung. Läuft er im Jahr 10 Stunden unter Volllast, entspricht das 10,1 kWh. Bei einem Strompreis von 35 Cent je kWh sind das rund 3,50 Euro. In der Praxis liegt die Last meist darunter, die Kosten sind also noch geringer.
Bei Akkugeräten ist der Stromverbrauch noch kleiner, die Kosten entstehen beim Akku. Ein 18-Volt-Akku mit 4,0 Ah speichert 72 Wattstunden, mit 5,0 Ah sind es 90 Wattstunden. Eine Ladung kostet auch bei Ladeverlusten nur wenige Cent. Anders sieht es bei der Anschaffung aus: Zwei Einhell-Akkus mit je 4,0 Ah kosten bei Otto zusammen rund 55 Euro, ein passendes Ladegerät kommt gegebenenfalls hinzu. Bei Geräten, die ohne Akku verkauft werden, ist also ein Aufschlag einzuplanen, wenn noch kein passendes Akkusystem vorhanden ist.
Verschleißteile verursachen weitere Kosten. Trennscheiben gibt es in Packungen, abhängig vom Material verbraucht sich eine Scheibe nach einigen Dutzend Schnitten. Kohlebürsten, wie im Metabo WEV 11-125 Quick, müssen nach längerem Einsatz ersetzt werden. Metabo nennt sie Abschaltkohlebürsten, sie schützen den Motor, wenn sie verbraucht sind.
Sicher arbeiten, anschließen und pflegen
Tragen Sie beim Winkelschleifen immer Schutzbrille oder Gesichtsschutz, Gehörschutz und feste Handschuhe. Die Datenblätter nennen Schalldruckpegel von 82 dB(A) beim Makita DGA511Z bis 94 dB(A) beim Metabo W 750-125. Ab etwa 85 dB(A) gilt Gehörschutz im Betrieb als Pflicht, auch zu Hause ist er dringend zu empfehlen. Entfernen Sie brennbare Materialien aus dem Funkenflug und halten Sie den Arbeitsbereich frei.
Führen Sie das Gerät mit beiden Händen, den Zusatzhandgriff montieren Sie auf der Seite, die zu Ihrer Arbeitsweise passt. Spannen Sie das Werkstück fest ein, damit es sich nicht mitdreht. Lassen Sie die Scheibe nach dem Einschalten erst auf volle Drehzahl kommen, bevor Sie ansetzen, und drücken Sie nicht seitlich gegen Trennscheiben, denn sie sind nur für die Schnittrichtung gedacht.
Bei Kabelgeräten hilft ein Kabel, das lang genug ist. Das Makita GA5030R und der Metabo W 750-125 haben 2,5 m Kabel, der Metabo WEV 11-125 Quick 4 m und der Flex L 13-10 125-EC 4,0 m. Wer ein Verlängerungskabel braucht, rollt es vollständig ab und wählt einen ausreichenden Querschnitt, bei langen Strecken mindestens 1,5 mm². Vibrationswerte spielen für die Ausdauer eine Rolle: Metabo nennt für das WEV 11-125 Quick 6 m/s², Makita für das DGA511Z 6,5 m/s², für den Metabo W 750-125 8 m/s² und für das GA5030R 8,5 m/s² beim Schruppen.
Winkelschleifer sind robust, brauchen aber regelmäßige Pflege. Blasen Sie die Lüftungsschlitze nach der Arbeit mit Druckluft aus oder reinigen Sie sie mit einem Pinsel, weil Metallstaub die Kühlung beeinträchtigt und den Motor schädigen kann. Einhell beim AXXIO 18/125 und Flex beim L 13-10 125-EC setzen auf abnehmbare Staubschutzgitter, Metabo beim WEV 11-125 Quick auf einen patentierten Staubschutz, und beim Makita DGA511Z schützt ein staub- und spritzwassergeschütztes Gehäuse.
Prüfen Sie das Kabel auf Knicke und Scheuerstellen und ersetzen Sie beschädigte Kabel nicht selbst, sondern lassen Sie sie vom Fachbetrieb erneuern. Bei Geräten mit Kohlebürsten kontrollieren Sie nach längerer Nutzung den Verschleiß, bei bürstenlosen Motoren entfällt dieser Schritt.
Akkus lagern Sie trocken, bei Raumtemperatur und möglichst nicht vollständig entladen. Die Tiefentladeschutzfunktion, wie sie Makita beim DGA511Z nennt, ersetzt keine sachgemäße Lagerung. Lagern Sie Scheiben flach, trocken und vor Stößen geschützt, denn feuchte oder angeschlagene Scheiben können beim Einsatz brechen. Zubehör gehört zurück in Koffer oder Karton, nicht lose in die Werkzeugkiste.
Typische Fehler beim Kauf
Der häufigste Fehler ist der Vergleich des Preises, ohne zu prüfen, was im Lieferumfang steckt. Alle vier Akkugeräte in diesem Vergleich werden ohne Akku und Ladegerät angeboten, der Preis von rund 80 bis 160 Euro ist also nur ein Teil der Kosten. Das gleiche gilt für Trennscheiben: Der Einhell TE-AG 125/1010 CE Q wird ausdrücklich ohne Trennscheibe geliefert.
Ein zweiter Fehler ist die Wahl nach der höchsten Wattzahl. Ein Gerät mit 1.300 W ist nicht automatisch das beste, wenn Sie meist nur Schrauben kürzen und Fliesen anschneiden. Dann zählen Gewicht, Handhabung und Preis mehr.
Drittens: Wer Zubehör mit Sonderaufnahme kauft, sollte vorher prüfen, ob es zum Gerät passt. Viertens wird die Drehzahlregelung oft überschätzt oder unterschätzt. Für Trennarbeiten genügt feste Drehzahl, für Bürsten, Polierzubehör und Fächerscheiben ist eine Regelung sinnvoll. Fünftens ignorieren viele Käufer die Sicherheitsausstattung. Beim Einhell TE-AG 125/1010 CE Q nennt die Herstellerseite weder Sanftanlauf noch Wiederanlaufschutz, hier lohnt ein Blick in die Betriebsanleitung vor dem Kauf. Und schließlich lohnt der Blick in die Kundenbewertungen: Das Makita DGA511Z kommt bei Otto auf 5,0 Sterne bei 152 Bewertungen, bei den meisten anderen Geräten liegen zu wenig Stimmen für ein Urteil vor.
Fachbegriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|
| Nennaufnahme | Elektrische Leistung, die das Gerät aus dem Netz zieht, in Watt. |
| Abgabeleistung | Mechanische Leistung an der Spindel, immer niedriger als die Nennaufnahme. |
| Leerlaufdrehzahl | Umdrehungen pro Minute ohne Belastung. |
| M14 | Gewinde der Antriebsspindel für die Spannmutter. |
| 22,23 mm | Standardbohrung der Scheiben, die auf die Spindel passt. |
| Wiederanlaufschutz | Verhindert das selbsttätige Anlaufen nach Stromausfall oder Akkuwechsel. |
| Sanftanlauf | Begrenzt den Anlaufstrom und den Ruck beim Einschalten. |
| Anti-Kickback | Schaltet den Motor ab, wenn die Scheibe blockiert. |
| Bürstenlos | Motor ohne Kohlebürsten, daher ohne diesen Verschleiß. |
| Solo | Akkugerät, das ohne Akku und Ladegerät geliefert wird. |
Mit diesen Begriffen lassen sich Datenblätter und Produktseiten sicher lesen. Achten Sie bei jeder Angabe darauf, ob sie sich auf das Gerät allein oder mit Akku bezieht, denn das gilt besonders für das Gewicht.
Häufige Fragen zu Winkelschleifer
Reicht ein 125-mm-Winkelschleifer für den Hausgebrauch?
In den meisten Fällen ja. Mit 125 mm lassen sich Schrauben, Rohre und Flachstahl trennen, Schweißnähte verschleifen und Rost entfernen. Die maximale Schnitttiefe liegt bei den Geräten in diesem Vergleich bei 29 bis 35 mm, soweit Hersteller sie nennen. Für dicke Betonplatten oder große Stahlprofile ist ein Gerät mit 230 mm Scheibe besser geeignet.
Soll ich ein Kabel- oder ein Akkugerät kaufen?
Wer selten arbeitet und eine Steckdose in der Nähe hat, fährt mit einem Kabelgerät günstiger, ab rund 60 Euro. Ein Akkugerät lohnt sich bei Arbeiten ohne Strom oder wenn bereits passende 18-Volt-Akkus vorhanden sind. Beachten Sie, dass die Preise der Akkugeräte in diesem Vergleich ohne Akku und Ladegerät gelten und ein Akkusystem herstellergebunden ist.
Was bedeutet Wiederanlaufschutz?
Der Wiederanlaufschutz verhindert, dass das Gerät nach einem Stromausfall oder beim Einstecken des Netzsteckers von selbst wieder anläuft, solange der Schalter noch gedrückt oder eingerastet ist. Bei Akkugeräten greift er beim Einsetzen des Akkus. Er schützt vor Verletzungen, wenn ein Gerät unbeaufsichtigt mit eingerastetem Schalter am Netz hängt.
Wie viel Watt sollte ein Winkelschleifer haben?
Für Heimwerker genügen 700 bis 1.000 W Nennaufnahme. Wer häufig dicke Profile trennt oder lange schruppt, profitiert von 1.100 bis 1.300 W, etwa beim Metabo WEV 11-125 Quick oder Flex L 13-10 125-EC. Beachten Sie, dass die Abgabeleistung deutlich niedriger liegt, beim Flex L 13-10 125-EC sind es 910 W bei 1.300 W Aufnahme.
Brauche ich eine Drehzahlregelung?
Zum Trennen von Stahl nicht unbedingt, dafür ist die hohe feste Drehzahl ausreichend. Eine Regelung hilft bei Fächerscheiben, Drahtbürsten, Polierzubehör und weichen Materialien wie Aluminium oder Kunststoff. Im Vergleich bieten sie Einhell TE-AG 125/1010 CE Q, Bosch GWS 9-125 S, Metabo WEV 11-125 Quick, Bosch GWS 18V-11 S und Makita DGA511Z.
Welche Scheibe passt auf welches Material?
Für Metall nehmen Sie dünne Trennscheiben mit etwa 1 mm Dicke, für Edelstahl eigens dafür freigegebene Scheiben. Zum Abtragen und Schruppen dienen dickere Schruppscheiben. Fliesen, Stein und Beton bearbeiten Sie mit Diamantscheiben. Jede Scheibe nennt ihre zulässige Höchstdrehzahl, sie muss mindestens so hoch sein wie die Leerlaufdrehzahl des Geräts.
Passt jeder 18-Volt-Akku an jedes Akkugerät?
Nein. Die Akkus sind herstellergebunden. Der Einhell AXXIO 18/125 nutzt das Power-X-Change-System, das Makita DGA511Z das LXT-System, das Bosch GWS 18V-11 S Bosch-Akkus und der DeWalt DCG405N DeWalt-Akkus. Wer noch keinen Akku besitzt, sollte das Akkusystem mit Blick auf weitere Geräte wählen, die später dazukommen könnten.
Darf ich die Schutzhaube abnehmen?
Nein. Die Schutzhaube fängt Funken, Splitter und im Ernstfall Scheibenbruchstücke ab. Ohne sie steigt das Verletzungsrisiko erheblich. Sie lässt sich bei den meisten Geräten verstellen, etwa mit Schnellverstellung beim Einhell TE-AG 125/1010 CE Q oder werkzeuglos beim Flex L 13-10 125-EC. Bei Fräs- und Bürstenarbeiten gibt es besondere Hauben als Zubehör.
Lohnt sich ein bürstenloser Motor?
Ein bürstenloser Motor hat keine Kohlebürsten, die sich abnutzen, und gilt deshalb als wartungsfrei. Einhell gibt auf den bürstenlosen Motor des AXXIO 18/125 nach Online-Registrierung zehn Jahre Garantie. Im Vergleich sind Makita DGA511Z, Einhell AXXIO 18/125, DeWalt DCG405N und Flex L 13-10 125-EC bürstenlos. Für seltene Arbeiten ist ein Kohlebürstenmotor jedoch völlig ausreichend und günstiger.